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24.10.2017

Pulse of Europe - Farbe bekennen. Jeden Sonntag um 14.00 Uhr auf dem Gendarmenmarkt.
Yvonne de Andrés

Nach dem Brexit und der Wahl von Donald Trump, den Entwicklungen in Polen, Frankreich und anderswo wird es immer wichtiger, gemeinsam sichtbare Zeichen für Pluralität, Demokratie und Menschenrechte zu setzen. "Das Feld nicht den Populistinnen und Populisten überlassen". Über 5.500 Menschen ...



... aller Altersgruppen sind am 12. März 2017 auf den Gendarmenmarkt in Berlin gekommen.

An jedem Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich BefürworterInnen von "pulse of europe" auf den Gendarmenmarkt. Beim fünften sonntäglichen Treffen ist die Anzahl der BesucherInnen auf mehr als 5.500 angewachsen.



Alles begann in Frankfurt. Seit dem 15. Januar 2017 treffen sich die UnterstützerInnen der europäischen Idee jeden Sonntag. "Pulse of Europe" will die sonst schweigende Mehrheit für die Straßen mobilisieren. In einer Zeit, in der das Scheitern der Europäischen Union (EU) angesichts wachsender rechtspopulistischer Tendenzen in mehreren Mitgliedstaaten nicht mehr ausgeschlossen erscheint, möchten die GründerInnen der Bewegung einen möglichen Zerfall Europas verhindern. Die Mehrheit der BürgerInnen soll sich ausdrücklich zu einem freiheitlichen und demokratischen Europa bekennen. Dazu will die überparteiliche Bürgerinitiative mit Demonstrationen aufrufen. Und das geschieht nun, an jedem Sonntag um 14 Uhr, in vielen Städten Deutschlands.

Bereits angeschlossen haben sich Freiburg im Breisgau, Karlsruhe, Köln, Berlin, Celle, Hamburg, Heidelberg, Kassel, München, Essen, Wiesbaden, Passau, Halle a.d. Saale, Hannover, Hameln, Stuttgart, Bremen, Aachen, Düsseldorf, Darmstadt, Göttingen, Krefeld, Koblenz, Erfurt, Leipzig und Potsdam. Gerade kommen Dresden, Fulda, Bad Driburg, Dortmund, Konstanz, Nürnberg, Münster, Kiel, Magdeburg, Rheine, Friedrichshafen und Bonn dazu, in weiteren Städten gibt es konkrete Pläne. Und auch europaweit findet das Projekt MitstreiterInnen. Amsterdam, Paris, Straßburg, Toulouse, Montpellier, Lyon, Brüssel, Bath, Innsbruck und Lissabon sind auch dabei.

Tausende drückten auf dem Gendarmenmarkt ihren Willen für ein friedliches vereintes Europa ohne Grenzen aus. Die Solidarität auf dem Platz galt ganz besonders den Niederlanden, wo am Mittwoch gewählt wird. Der Aufruf lautete daher: "Bleibt bei uns" Eigens wurde der Text der Ode an die Freude diesmal umgedichtet: "Hallo liebe Niederländer, freudig winken wir euch zu, doch die Wahlen, die bevorsteh`n lassen uns keine Ruh`. Wollt ihr wirklich Grenzen ziehen, wo jetzt off`nes, weites Land? Schließlich sind wir alle Menschen sollten gehen Hand in Hand!"



Hingehen. Jeden Sonntag um 14.00 Uhr auf dem Gendarmenmarkt.

Mehr unter: pulseofeurope.eu


Copyright Text und Fotos: Yvonne de Andrés