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11.12.2017

Schöneberger Linse - Frauen-Wohnprojekt: Jetzt ist die Politik gefragt
AVIVA-Redaktion

RuT-FrauenKultur&Wohnen hat Architekturkonzept für generationenübergreifendes und inklusives Wohnen eingereicht geplant sind 80 barrierefreie Wohnungen inklusive zweier Pflege-WGs. Spendenaktion unter frauenliebendeFrauen.de gestartet



Mit seinem Entwurf für die Bebauung der Schöneberger Linse ist das Wohnprojekt RuT-FrauenKultur&Wohnen Anfang März 2017 in die zweite Runde des Konzeptverfahrens gestartet. Dabei geht es um die Ausschreibung der Parzelle südlich des Tempelhofer Wegs in Berlin-Schöneberg, die von der Berliner Immobilienmanagement GmbH an einen sozialen Träger vergeben wird.

"Mit unserem Vorhaben, Mietwohnungen von und für Frauen zu bauen, haben wir ein zukunftsfähiges Konzept für generationenübergreifendes und inklusives Wohnen vorgelegt", sagt Jutta Brambach, Geschäftsführerin der RuT-Rad und Tat Berlin gGmbH.

Starke Frauen, einzigartiges Konzept

Ein engagiertes Team aus dem gemeinnützigen Beratungs- und Kulturzentrum RuT-Rad und Tat plant bereits seit einigen Jahren ein inklusives Frauen-/ Lesbenwohnprojekt plus Kulturzentrum in Berlin. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat bereits vor einiger Zeit seine Unterstützung zugesagt und damit die Bedeutung eines solchen Projektes für die Hauptstadt bestätigt. Doch bisher fehlt ein geeignetes Grundstück, um die Ideen der Frauen umzusetzen. Die Parzelle auf der Schöneberger Linse wäre ideal. "Wir planen 80 barrierefreie Wohnungen inklusive zweier Pflege-WGs", erläutert Jutta Brambach. Damit wäre gewährleistet, dass Mieterinnen auch im Pflegefall in der vertrauten Umgebung bleiben können. Neben einem Bereich für Gesundheitsprävention – also Arztpraxis, Physiotherapie etc. – soll ein Kultur- und Veranstaltungsraum Begegnung und Kommunikation ermöglichen. Ein Kiez-Café, sechs Gästewohnungen (davon zwei für Lesben aus Kriegsgebieten) sowie Gemeinschaftsräume runden das Konzept ab.

Unterstützen und mitmachen

"RuT-FrauenKultur&Wohnen hat ein einzigartiges Konzept für ein lebendiges Wohnen eingereicht, das das Quartier nachhaltig positiv verändern wird", meint auch Klaus D. Krebs von der Unternehmensgruppe Krebs GmbH & Co. KG, der das Projekt als Generalplaner unterstützt. Für die Finanzierung sind unter anderem die Investitionsbank Berlin IBB sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW mit im Boot. Daneben sind aber auch Schenkungen, private Darlehen und Spenden gefragt, um die Mietpreise so sozial wie möglich zu gestalten.

Unter www.frauenliebendeFrauen.de kann jede/r direkt spenden oder für verschiedene Aufgaben ihre Hilfe anbieten.

Über RuT-FrauenKultur&Wohnen

Seit 1989 besteht das gemeinnützige Beratungs- und Kulturzentrum RuT-Rad und Tat – Offene Initiative lesbischer Frauen. Unter ihrem Dach ist RuT-FrauenKultur&Wohnen mit dem Ziel entstanden, diskriminierungsfreies und generationenübergreifendes Wohnen und Leben für Lesben sowie Frauen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen.
Das Wohnprojekt ist auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen des RuT konzipiert und stellt eine qualitative und – räumlich gesehen auch quantitative – Weiterentwicklung dieser Arbeit dar: Das geplante Zentrum wird mit deutlich erweiterten Möglichkeiten ausgestattet sein. Der innovative Ansatz des Projektes ist die konzeptionelle und räumliche Verbindung zwischen soziokulturellen Angeboten des Zentrums und Hilfsangeboten für besondere Zielgruppen.


Mehr Informationen unter: www.lesbischeinitiativerut.de