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AVIVA-BERLIN.de im August 2014:

Dieser Text wurde hinterlegt:



Miss Kicki - ein Film von Hakon Liu. Jetzt auf DVD
Britta Meyer

Kicki (Pernilla August) will nach Taiwan. Nicht des Landes und der Leute wegen, nicht aus Abenteuerlust, und schon gar nicht, um nach siebzehn Jahren endlich Zeit mit ihrem Sohn Viktor (Ludwig...



... Palmell) zu verbringen. Sie will eigentlich nur ihren Internetflirt Mr. Chang (Eric Tsang) mit einem Besuch überraschen – schließlich hat er sie ja selbst eingeladen.

Als sie dem bei seiner Großmutter aufgewachsenen Viktor die gemeinsame Reise vorschlägt, sieht es wie der späte Versuch aus, so etwas wie eine Beziehung zueinander aufzubauen, ein Angebot, das er mit scheuer Freude annimmt. In Taipei angekommen überlässt sie ihn dann tagsüber sich selbst und pirscht elegant gekleidet in der Lobby von Changs Bürogebäude herum, während dieser nichtsahnend seinen Geschäftsterminen nachgeht. Ohne den Mut aufzubringen, an seine Tür zu klopfen, geistert sie jeden Tag so lange durch die Firma, bis die Putzkraft sie abends schlafend in einer Ecke findet. Einziger Trost ist der Concierge ihres billigen Motels, der sich danach gerne mit ihr betrinkt.

Sprachlos und allein in Taiwan

Viktor, dem schnell klar wird, dass es bei dieser Reise nie um ihn gegangen ist, streunt derweil alleine durch die Straßen, bis er Didi (He Huang) begegnet. Der hat zwar keine Mutter, aber dafür einen spielsüchtigen Vater mit Schulden bei gefährlichen Leuten und einen geklauten Motorroller, mit dem er Viktor die Stadt zeigt.

Als Kicki sich schließlich überwindet und Mr. Chang unangekündigt in seinem Heim besucht, wartet die erste herbe Überraschung der Woche auf sie...

Jede Szene dieses Films hat mehrere Erzählebenen und jeder Blick, jede Geste teilen mehr mit, als die spärlichen Dialoge. Entfremdung, Vereinsamung und Sehnsucht treiben diese Handvoll Menschen durch Taipei – jedeR will etwas anderes Kostbares von den anderen und fast nie werden die wirklich wichtigen Dinge zwischen ihnen auch ausgesprochen. Dass sie sich trotzdem mitteilen, unaufdringlich aber unmissverständlich, darin liegt "Miss Kicki"s ruhige, kraftvolle Wirkung.

Zur Hauptdarstellerin: Pernilla August wurde 1958 in Stockholm geboren und stand bereits mit acht Jahren das erste Mal auf einer Theaterbühne. Ihr Filmdebut feierte sie 1975, noch während ihrer Schulzeit, in Roy Anderssons "Giliap" und absolvierte nach ihrem Abschluss ein Studium an der Stockholmer Schauspielschule. 1982 besetzte sie Ingmar Bergmann erstmals in einem seiner Filme als Kindermädchen im Oscar-gekrönten "Fanny und Alexander". Neben Filmen wie "Enskilda samtal", "Jerusalem" und "Glasblasarns Barn" wurde sie vor allem international in der Rolle als Shmi Skywalker, der Mutter von Anakin Skywalker, bekannt. 2010 führte sie die Regie der preisgekrönten Literaturverfilmung "Bessere Zeiten".

Zum Regisseur: Hakon Liu geboren 1975 in Norwegen, hat eine norwegische Mutter und einen taiwanesischen Vater. Er verbrachte seine Jugend in Taiwan, studierte dann Kunst in Oslo und Regie in Göteborg. Nach mehreren TV-Produktionen ist "Miss Kicki" sein erster Spielfilm und erhielt 2009 den "Special Mention Award" des Internationalen Filmfestivals in Pusan, den "Rainer Werner Fassbinder Preis" und den "Telia Film Award" in Stockholm.

AVIVA-Tipp: "Bonjour, tristesse" in Taiwan. Bei dem ziellosen Streifen durch eine asiatische Metropole voller moderner urbaner Einsamkeit fühlt mensch sich unwillkürlich an "Lost in Translation" erinnert. In schönen, aber schlichten Bildern erzählt, überlässt die Geschichte es ganz den drei HauptdarstellerInnen, die Handlung mit Leben zu füllen – und diese schaffen es, ständig neue intensive Momente entstehen zu lassen, mal wütend, mal hilflos, dann anrührend und zärtlich.

Miss Kicki
Original mit Untertiteln
Schweden / Taiwan, 2009
Regie: Håkon Liu
Verleih: barnsteiner-film
DarstellerInnen: Pernilla August, Ludwig Palmell, He Huang, Britta Andersson, Eric Tsang
Produktion: Lizette Jonjic
Drehbuch: Alex Haridi
Kamera: Ari Willey
Musik: Fredrik Viklund
Schnitt: Fredrik Morheden
Szenenbild: Ellen Oseng, Pei-Ling Tsai
Länge: 88 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
16,99,- Euro
DVD-Start: 23. November 2012
www.goodmovies.de

Weitere Informationen finden Sie unter: misskicki.se


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Bessere Zeiten, die Verfilmung von Susanna Alakoskis ergreifendem Roman

Der ewige Gärtner

Lost in Translation

Kultur > Kino erstellt: 02.01.2013 Britta Meyer 

   




 
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