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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 14.04.2013

Magdalena Kemper - Als Kind wünschte ich mir goldene Locken. Gespräche mit Überlebenden der Shoah
Sharon Adler

30 Jahre lang befragte die rbb-Redakteurin ZeitzeugInnen, die Vertreibung, Flucht, Emigration, Ausgrenzung und Ermordung von Familie und FreundInnen miterlebt hatten. Der Verlust des Lebens, der ...



... Heimat und Identität sind die Themen, denen sie in den Interviews mit den von ihr Portraitierten nachgespürt hat.

Erstmalig in der Sendereihe "Das Gespräch" im Kulturradio des RBB ausgestrahlt, ist nun eine Auswahl von elf Gesprächen auf vier CDs mit einem Booklet veröffentlicht. Die gesammelten Tondokumente wurden für das Themenjahr 2013 "Zerstörte Vielfalt" zum 80. Jahrestag der NS-Machtübernahme am 1. Februar 2013 dauerhaft verfügbar gemacht.

Die von Magdalena Kemper geführten Gespräche spiegeln individuelle Lebensgeschichten, deren Dokumentation ein allumfassendes Portrait deutsch-jüdischer Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts transportiert.

So auch die Geschichte von Susanne von Paczensky. Die 1923 in Augsburg geborene Journalistin, Autorin und lange Jahre Herausgeberin der Reihe "Frauen Aktuell" bei rororo und Vorstandsmitglied bei pro familia, kam im Alter von zwei Jahren nach Berlin. Sie hatte sich besonders in den Siebziger- und Achtzigerjahren als unerschrockene Streiterin für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und die Abschaffung des Paragraphen 218 eingesetzt.
Von den Nazis wurde die Mutter gedrängt, den jüdischen Ehemann zu verlassen, was sie nicht tat. Susanne von Paczensky schildert hier besonders ihre ersten Erfahrungen, als jüdisches Kind in Berlin aufzuwachsen.

Gespräche mit Überlebenden der Shoah

Über 30 Jahre hinweg hat die rbb-Redakteurin Magdalena Kemper Verfolgte befragt, die den Nationalsozialismus überlebt haben, ob im Exil oder versteckt und im Untergrund. Die InterviewpartnerInnen berichten von der immerwährenden Angst, von Wut und der Trauer um den Verlust geliebter Menschen, und ihrer Art, damit umzugehen – aber auch von ihren neuen Leben, unerwartetem Glück und der Liebe und Partnerschaften.
Diese Stimmen ergeben eine Sammlung einzigartiger Tondokumente außergewöhnlicher Persönlichkeiten, darunter sind Gisèle Freund, Inge Deutschkron, Hilde Domin, Gerhard Klein, Gerhard Baader, Margot Friedlander, Salomea Genin, Eva Kemlein, Susanne von Paczensky, Erna Proskauer und Anni Wolff.

Gisèle Freund traf Magdalena Kemper 1989 im Exil in Paris, in der Rue Daguerre, hoch über den Dächern der französischen Hauptstadt, wohin die Fotografin als junge Frau flüchten konnte.
Im Gespräch erzählte sie, sie sei Europäerin, in Deutschland geboren, und "zur Französin geworden durch die Umstände".
Darauf angesprochen, ihr Deutsch sei bis heute Berlinerisch gefärbt, entgegnete Gisèle Freund, die an der Sorbonne studiert und ihren Doktor in Soziologie gemacht hatte: "die Muttersprache vergisst man nicht. Das ist noch immer meine Sprache, obwohl das bei uns zuhause streng verboten war."

Ihre Geschichte steht stellvertretend für eine von unzähligen Menschen, die den Verlust der Heimat, der Sprache und der Familien bis an ihr Lebensende verarbeiten mussten. Ein besonderer Verdienst gebührt der Journalistin und Redakteurin Magdalena Kemper dafür, dass sie ihre InterviewpartnerInnen nicht allein auf deren Leben und Schicksal als Verfolgte des Naziregimes reduziert, sondern auch ihren beruflichen Wegen Raum gegeben hat.

Zur Journalistin und Redakteurin: Magdalena Kemper, geboren 1947 in Berlin, studierte Germanistik und arbeitete seit 1973 als Journalistin und Redakteurin beim Sender Freies Berlin, später beim rbb. U. a. moderierte sie die Sendung "Das Gespräch", für die sie über 150 Menschen interviewte. Im Jahre 1979 war Kemper Mitbegründerin des ersten frauenpolitischen Hörfunk-Magazins "Zeitpunkte" im rbb Kulturradio. 2012 erhielt sie die Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbunds e.V. für ihre herausragende journalistische Leistung und ihr frauenpolitisches Engagement.

Mit der Veröffentlichung dieses Hörbuchs im Frühjahr 2013 wurden nun nicht nur die Menschen, die hier ihre Geschichte erzählen, sondern auch die Redakteurin selbst gewürdigt:
"Als Kind wünschte ich mir goldene Locken" steht auf Platz 1 der hr2-Hörbuchbestenliste März 2013.
Die Begründung der Jury: "Magdalena Kemper hat als Redakteurin beim rbb über viele Jahre Zeitzeugen der NS-Zeit interviewt. Eine kleine Auswahl dieser eindrucksvollen Lebenszeugnisse sind hier zu hören. Sie erzählen von dem Zufall des Überlebens, von der Angst und Verbitterung und von den langen Jahren, in denen sich die Interviewten ihr Leben zurückerobern mussten. Wichtig und hörenswert."
AVIVA-Berlin gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung!

AVIVA-Tipp: Sensibel und einfühlsam, dabei äußerst professionell, hat Magdalena Kemper die persönlichen Geschichten der Überlebenden aufgezeichnet, sich ihnen langsam angenähert und ihnen so durch den Prozess des häufig schmerzhaften Erinnerns hinweg geholfen. Nun sind elf der von ihr geführten Gespräche als Audiobuch erschienen und damit der Öffentlichkeit als wichtige und berührende Zeitdokumente dauerhaft zugänglich.

Magdalena Kemper
Als Kind wünschte ich mir goldene Locken. Gespräche mit Überlebenden der Shoah

Anzahl der CDs: 4
Laufzeit: 318 min
Mit Musik von Antonio Vivaldi, Louis Armstrong und Karsten Troyke sowie einem umfangreichen Booklet mit Fotos und Hintergrundinformationen.
Erscheinungsdatum: 01.02.2013
ISBN 978-3-86231-248-1
Euro 19,99
www.der-audio-verlag.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

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Als Jüdin versteckt in Berlin. Margot Friedlander mit Malin Schwerdtfeger

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Buecher Beitrag vom 14.04.2013 Sharon Adler 

   




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