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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2016 - Beitrag vom 20.01.2010

T Cooper - Beaufort
Lisa Erdmann

Er lebte einst im ewigen Eis, wurde über Nacht zum Star und stürzte danach schmerzvoll ab - anhand des arglosen Eisbären Beaufort schildert T Cooper voller künstlerischer Infamie das gnadenlose ...



... Triebwerk der Traumwerkstatt Hollywood und nimmt dabei ohne Rücksicht auf Verluste die berühmtesten Stars und Möchtegern-Sternchen ins bitterböse Visier.

"Wenn ihr die Geschichte wirklich hören wollt, dann wollt ihr wahrscheinlich als Erstes wissen, wo ich herkomme und was ich für Eltern hatte und den ganzen Scheiß aus den Inuit-Legenden" - so nüchtern und bissig beginnt der Eisbär Beaufort die Erzählung seiner Lebensgeschichte. Zwischen scharfzüngigen Zeilen und sarkastisch-humorösen Dialogen berichtet das Tier aus dem hohen Norden von seinem rasanten Aufstieg und tragischen Fall im amerikanischen Showgeschäft.

Aufgewachsen in der Gegend des südlichen Beaufort-Sees, bekommt er früh die Schattenseiten des Lebens zu spüren. Sein Vater ist so gut wie nie da, der tägliche Kampf um Nahrung und die Erderwärmung macht ihm zusätzlich zu schaffen - kurzum, die Zeiten sind hart und für Beaufort gibt es in der Arktis kaum noch eine Zukunft. Eines Tages treibt ihn eine abgebrochene Eisscholle fort von der Mutter, die nichts mehr für ihn tun kann und Beaufort muss lernen, auf eigenen Pfoten zu stehen.

"Es ist nicht so, dass man sich ´anpasst´ und fertig.", erklärt er der Leserin in seinen ergreifenden Memoiren. Doch Beaufort bemüht sich, denn er will es schaffen. Entschlossen heuert er auf einem Fischkutter an und lernt von den rauen Seemännern, schnell erwachsen zu werden - seine berufliche Erfüllung findet der Eisbär jedoch nicht. "Wie fast jedes Lebewesen war ich auch schon immer von den Palmen und vom Glamour in Los Angeles fasziniert", und so macht er sich auf gen Hollywood, um dort sein wahres Glück zu finden.

Anfangs scheint es der Beobachterin, als hätte Beaufort alles richtig gemacht: Während eines Kellnerjobs trifft er auf Leinwandstar Leo(nardo DiCaprio), wird von diesem für sein neuestes Filmprojekt engagiert und freundet sich mit dem Filmstar an. Weitere Filmangebote, wilde Partys und heiße Nächte gehören zum neuen Leben des coolen Bären. Er planscht mit den geldgierigen Magermodels Gisele und Svava im eiskalten Pool, und geht mit seinem Freund Leo auf die angesagtesten Privatpartys der Stadt.

Das Publikum sieht in Beaufort jedoch nur noch den berühmten Eisbären – die Persönlichkeit, die dahinter steht, wird von der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen. Aus Glück wird immer mehr Frust und Alkohol und Drogen bestimmen zunehmend den Alltag Beauforts. Der Ruhm steigt dem über Nacht berühmt gewordenen Eisbären zu Kopf und er beginnt, sich selbst zu überschätzen - seine erste eigene Produktion und seine Blogger-Karriere floppen, das Medieninteresse verlischt. So kommt es, wie es schon bei so vielen Starlets kam – auf Hochmut folgt der gnadenlose Fall und der einstige Glamourbär wird zum Fußabtreter.

Nachdem sich alle seine schnell gewonnen FreundInnen über Nacht von ihm abwenden, versucht der Eisbär mit eigener Kraft, sich aus dem Sumpf der Vergessenen und Abhängigen zu befreien und sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch der Weg aus der Drogensucht ist hart und beschwerlich und nicht wenige Stars haben den Ausstieg versucht, hatten am Ende aber nicht genug Kraft, um durchzuhalten. Wird Beaufort es schaffen?

Die Geschichte, die Beaufort seinen LeserInnen erzählt, wurde vom Österreicher Illustrator Alex Petrowsky kunstvoll in Szene gesetzt. Mit seiner teil-kolorierten Kollage-Technik, die reale Hintergrundfotos mit schlichten, aber treffenden Zeichnungen vereint, bringt er die Leserin unweigerlich zum Staunen und ein ums andere Mal auch zum Lachen. Übersetzerin Brigitte Jakobeit hat T Coopers amerikanischen Sound wieder in ein geistreich akzentuiertes, schnippisch-cooles Deutsch verwandelt.

AVIVA-Tipp: Mit bärenstarkem Witz und bissigböser Ironie bindet Autorin T Cooper in ihrem neuesten Werk "Beaufort" allen Möchtegernstars Hollywoods äußerst unterhaltsam einen Bären auf. Nach dem Erfolgsroman "Lipshitz" präsentiert T Cooper ihrer LeserInnenschaft diesmal einen Einblick in die ganz und gar nicht paradiesischen Zustände in Hollywood und der Beaufort-See. Trotz der beißenden Komik und der Vielzahl cooler Sprüche regt "Beaufort" aber auch zum Nachdenken an – über den Klimawandel, das Showbizz und darüber, ob Ruhm und Reichtum wirklich glücklich machen...

Zur Autorin: T Cooper wurde 1972 in Los Angeles geboren, zog nach New York, gründete die Boy-Band The Backdoor Boys und ging als T-Rok auf Welttournee. Sie hat den aufsehenerregenden Roman "Lipshitz" geschrieben, den die FAZ als "ganz starkes Stück" feierte, und in dem die Süddeutsche Zeitung "die gelungenste Modellbauszene der Weltliteratur" entdeckte. T Coopers Short Story "Schwimmen" wurde von Salman Rushdie im Jahr 2008 zu einer wichtigsten amerikanischen Kurzgeschichten gewählt. T Cooper lebt mit Hund (Milton Cooper) in Manhattan.
Weitere Infos und Kontakt unter: www.t-cooper.com
(Quelle: Verlagsinformationen)

Zur Übersetzerin: Brigitte Jakobeit, Jahrgang 1955, hat bereits T Coopers "Lipshitz" übersetzt. Sie hat außerdem Werke von Audrey Niffenegger, Alistair MacLeod und William Trevor ins Deutsche übertragen. Brigitte Jakobeit lebt in Hamburg. (Quelle: Verlagsinformationen)

T Cooper
Beaufort

Übersetzt aus dem Amerikanischen von Brigitte Jakobeit
Arche Literatur Verlag, erschienen August 2009
56 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-7160-2625-0
24,00 Euro
www.arche-verlag.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

"Lipshitz" von T Cooper

Buecher Beitrag vom 20.01.2010 Lisa Erdmann 

   




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