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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.06.2005

Terézia Mora. Alle Tage
Sabine Grunwald

Ein verstörender und phantastischer Roman über unsere moderne Welt, die Beziehungslosigkeit eines Sprachgenies und dem Traum von der Liebe



Abel Nema verlässt seine Heimatstadt in Ungarn auf der Suche nach seinem Vater, der die Familie früh verlassen hat. Abel kann nicht mehr in seine Heimat zurückkehren, da er aufgrund der politischen Entwicklungen zum Deserteur geworden ist. Ilia, seinen Kinder- und Jugendfreund, der Abels Liebe zurückgewiesen hat möchte er genauso aus seinem Gedächtnis verbannen, wie seine gegenwärtige Ehe mit Mercedes, obwohl diese ihn liebt und er sich bei ihr und ihrem Sohn zuhause und geborgen fühlt.

Der Roman ist eine Tour de Force unserer Gegenwart, die von Hektik und Lieblosigkeit geprägt wundersame und grausame Geschichten hervorbringt. Abel, ein höflicher, stiller und gutaussehender Mann ist hochbegabt, aber unfähig zu emotionalen Bindungen. Er verbringt seine Tage und Nächte im Sprachlabor und eignet sich zehn Fremdsprachen an, die er fließend und ohne Akzent zu sprechen vermag.

Die Menschen interessieren sich für ihn, obwohl er nichts das Geringste dazu tut, auf seine Umgebung einzugehen. Abel, der Stumme, hat schließlich eine Ehefrau, ein Stiefkind und eine neue Staatsbürgerschaft, als er eine Party verlässt und verschwindet.

Die Odyssee, die wir als Leserin zusammen mit dem Helden unternehmen, ist eine furchtbare und schonungslose Reise in die Welt eines zutiefst verletzten Menschen, der mit seinen Mitmenschen nur klarkommt, indem er sich isoliert. Seine Begegnungen mit anderen Menschen bleiben zufällig, er wird gefunden, behütet, geliebt und gefördert. Von der unkonventionellen Kinga, die mit ihrer Band zusammenlebt, Konstantin, seinem Vermieter, Tibor, dem er sein Stipendium verdankt, der klugen Mercedes, die ihn heiratet und Omar ihrem hochintelligenten Sohn.

AVIVA-TIPP:
Das Puzzle fügt sich langsam zu einem Ganzen und wird getragen von der Liebe, und einer sprachgewaltigen Erzählkraft, die das Lesen zum Vergnügen macht und einen Bann ausübt, der es nicht erlaubt, das Buch zur Seite zu legen, bevor das unerwartete Ende erreicht ist.

Zur Autorin:
Terézia Mora
wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren. Sie lebt seit 1990 in Berlin, ist Übersetzerin aus dem Ungarischen. Für ihre Erzählungen erhielt sie 1997 den Open-Mike-Literaturpreis, 1999 den Ingeborg-Bachmann-Preis und 2000 den Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis. 1999 erschienen die Erzählungen "Seltsame Materie". "Alle Tage" ist ihr erster Roman.


Terézia Mora
Alle Tage

Luchterhand Literaturverlag, München 2004
ISBN 3-630-87185-2
22,50 Euro200488369175"



Buecher Beitrag vom 21.06.2005 Sabine Grunwald 

   




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