Kerstin Plehwe - Female Leadership. Die Macht der Frauen. Von den Erfolgreichsten der Welt lernen
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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2014:

Kerstin Plehwe - Female Leadership. Die Macht der Frauen. Von den Erfolgreichsten der Welt lernen
Nina Breher

Frauen an die Macht! Dieses Buch versammelt Gespräche mit mehr als 60 Frauen in führenden Positionen. Anlässlich der Veröffentlichung interviewte AVIVA die Autorin sowie Suraya Pakzad, afghanische..



...Frauenrechtsaktivistin und Trägerin des internationalen "Women of Courage"-Awards von 2008.

Frauen an der Macht?

Die Autorin, Unternehmerin und Beraterin Kerstin Plehwe traf Aktivistinnen, Unternehmerinnen, Politikerinnen in dreißig Ländern und ließ sie ihre persönlichen Geschichten rund um "Female Leadership" – weibliche Führung – erzählen. Ergebnis ist ein umfangreicher Wälzer voller Gespräche, in denen die erfolgreichen Frauen ehrliche und persönliche Antworten auf die ihnen gestellten Fragen finden: Wie sind diese Persönlichkeiten dahin gekommen, wo sie jetzt sind? Was bedeutet es für sie, innerhalb der männlich dominierten Umfelder, in denen sie sich bewegen, eine Frau zu sein? Wie sind sie zu dem geworden, was sie sind, und vor allem: Woher kam die Energie und der starke Wille, sich in die Führungspositionen, in denen sie sich jetzt befinden, zu kämpfen?

In den Interviews falle auf, dass viele der portraitierten Frauen keine Vorbilder hätten, bemerkt Kerstin Plehwe bei der Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung des Buches am 21. September 2011. So ist es auch – starke Frauen gab es immer, doch erhalten sie selten die Aufmerksamkeit, die erfolgreichen Männern zuteil wird. Diese Interviews sollen kommenden Generationen das Suchen und Finden von Vorbildern erleichtern. Erlöse aus dem Verkauf des Ratgebers gehen an gemeinnützige Organisationen, die sich weltweit für die Bildung von Mädchen einsetzen.

Mut allein reicht nicht immer

Bezüglich der politischen Konsequenzen, die aus dem anhaltenden Ausbleiben von tatsächlicher Gleichstellung folgen muss, gehen die Meinungen der an der Pressekonferenz teilnehmenden Frauen auseinander. Immer wieder droht der sorgsam gekittete Riss zwischen feministischer Systemkritik und liberaler Frauenförderung aufzubrechen. Während vielen Teilnehmerinnen beispielsweise die Idee einer Frauenquote widerstrebt, da nicht diese fehle, sondern Mut, Selbstvertrauen und Visionen, erwidert die österreichische Ministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek: "Nur weil wir mutig und fleißig sind, kommen wir nicht an die Posten, die Männer längst schon für Männer vorgesehen haben."

Dass Empowerment von Frauen eine komplizierte Mischung aus kulturellen, ökonomischen und psychologischen Faktoren ist, macht auch die afghanische Aktivistin und Gründerin der gemeinnützigen "Voice of Women Organization", Suraya Pakzad, im Gespräch mit AVIVA-Berlin im Anschluss an die Pressekonferenz deutlich.

Suraya Pakzad im Interview

AVIVA-Berlin:
You are undertaking local projects in Afghanistan in order to improve the conditions and the rights of women. What are the biggest problems you are facing while trying to achieve your aims?
Suraya Pakzad: There is a huge chain of need for people in Afghanistan – for the women of Afghanistan. We have to look from so many angles – every 29 minutes still one woman dies in maternal mortality. In education, we have a very low rate of educated women. Only 7% of the women of Afghanistan are in leadership positions in the government. So we have to work in a circle, in a chain, to get all of that done so that the situation - the government condition – will improve. But for me, the first step is economical empowerment, as well as the awareness to change the mentality of men. If we do both, women will have better lives and play an active role in society

AVIVA-Berlin: Time Magazine put you on its "List of 100 most influential people in the world". My question is: Do women in Afghanistan see you as a role model, too?
Suraya Pakzad: Of course! I think being nominated and receiving that kind of award empowers the young who are going to lead us one day. The impact is that I am giving them the message that working for women´s rights and struggling for women´s rights is not an easy job. It´s a job, and it´s a struggle. Hard to do, but possible to achieve. So I give them the message that it is a hard road to drive through, a bumpy road, but possible to achieve the goal at the end. I was a mother of six children and a student. I was a University student, I was a married woman but despite all of those hard jobs I had to do, I was able to run an organization and give support. So that gave them a message that positively agreed with Time magazine: That woman leaders deserve to be in those top positions and to be a role model for the others. Because even in Afghanistan, which is kind of a big country – it was hard to have access from one city to the other and many women are living in the villages. But now when you´re internationally prized, the message is "Be proud" and "Go ahead, keep going on, there is a long way ahead – but you will make it."

© Nina Breher, v.l.n.r.: Gabriele Heinisch-Hosek, Kerstin Plehwe, Jutta Kleinschmidt, Suraya Pakzad


Frau ist nicht gleich Frau

Die Probleme von Frauen variieren von Tätigkeitsfeld zu Tätigkeitsfeld und von Land zu Land. Sportlerinnen müssen andere Strategien entwickeln als Politikerinnen, um ihre Interessen durchzusetzen. Und während hierzulande über Quoten diskutiert wird, fehlt jungen Frauen im vom Krieg gebeutelten Afghanistan oft schlicht und ergreifend die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Gegen den Vorwurf, es sei der Islam, der die Gleichstellung von Frauen behindere, wehren die anwesenden Vertreterinnen aus arabischen Staaten sich vehement: "Was wir abzulehnen haben ist die patriarchale Denkweise und Kultur, nicht der Islam", wirft die Friedensnobelpreisträgerin und iranische Juristin Shirin Ebadi in den Raum. Die Ursachen der Benachteiligung von Frauen in den verschiedenen Teilen der Welt mögen so verschieden sein wie die Frauen, die in "Female Leadership" portraitiert werden, und doch lässt sich ein gemeinsamer Nenner ausmachen: Der kulturelle wie ökonomisch nach wie vor omnipräsente Patriarchalismus. Es klingt wie eine veraltete feministische Parole, aber angesichts der komplexen und divergierenden Probleme kann es hilfreich sein, den Dingen einen einfachen und wirkungsvollen Namen zu geben.

AVIVA-Tipp: Zweifellos – von diesen Frauen kann jede lernen. Die umfangreiche Sammlung lädt zum Stöbern ein, ermutigt und inspiriert. Es bleibt zu hoffen und dafür zu kämpfen, dass es bald noch mehr Frauen dieser Art geben wird und dass durch das Thematisieren von Mut und Selbstvertrauen ökonomische Aspekte nicht in den Hintergrund gedrängt werden.

Das letzte Wort soll nun die Autorin des Buches haben.

Kerstin Plehwe im Interview

AVIVA-Berlin: Was macht die von Ihnen als role models vorgestellten Frauen so erfolgreich? Gibt es bestimmte Charaktereigenschaften, die sie gemeinsam haben und die sie in der Führungspraxis von Männern unterscheidet?
Kerstin Plehwe: Die Eigenschaft, die ich im unternehmerischen Alltag hervorheben würde, ist die Fähigkeit zu einer sehr guten Kommunikation. Sich in den anderen hineindenken, hineinfühlen, ihn mitnehmen auf dem Weg zu diesen großen Zielen welche die Frauen sich vornehmen, das ist eine Kunst. Und die ist nicht mit autoritärem Gehabe zu meistern, sondern damit, dass man anfassbar bleibt, dass man beispielsweise auch keine Angst hat Emotionen zu zeigen. Diese Frauen machen sich anfassbar für ihre MitarbeiterInnen, aber eben auch für kritische Situationen und sind damit mehr dabei und auch emotional beteiligt. Das halte ich für eine große Stärke.

AVIVA-Berlin: Wo besteht Ihrer Meinung nach weiterhin konkreter politischer Handlungsbedarf, um Frauen zu stärken?
Kerstin Plehwe: Ich sehe den Handlungsbedarf nicht politisch, sondern in den Vorstandsetagen der Unternehmen selber. Mehr Männer sollen den Mut haben, – dazu gehört Mut! – einen Wandel hin zu mixed leadership voranzutreiben. Und das bedeutet nicht nur, mehr Frauen in die Führungsetagen zu setzen. Mixed leadership heißt, dass junge wie alte Menschen und Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe gemeinsam führen. Denn aus der Vielfalt – das zeigen auch die Gespräche – entsteht Stärke. Und aus Stärke und gemeinsamem Wissen entsteht Erfolg. Und diese neue Führungskultur wird gebraucht, und die wird nur von den Leuten installiert werden, die mutig sind und nicht von denen die sagen: "Wir machen´s wie immer, hallo Jungs, und dazu nehmen wir jetzt auch noch ´ne Quotenfrau". Das bringt uns nicht weiter.

AVIVA-Berlin: Mussten Sie sich im Laufe ihrer Karriere gewisse männliche Verhaltensweisen aneignen, um ihre Interessen durchsetzen zu können? Falls ja: War das ein Konflikt für Sie?
Kerstin Plehwe: Für mich war es das nicht, ich bin seit über zwanzig Jahren Unternehmerin. Wenn man selbständig ist, dann nimmt man sich vielleicht eher das Recht heraus zu sagen: "Ich bin so, und wem das nicht gefällt der soll halt nicht mit mir arbeiten." Trotzdem würde ich allen Frauen sagen, die diese Tendenz in sich verspüren, dass sie an dieser Stelle aufpassen müssen. Meistens ist ja das Umfeld eher männlich und da muss man aufpassen, dass man sich nicht vollkommen assimiliert und nachher gar nicht mehr man selbst ist. Das ist aber sowieso der Kern guter Führung: Dass man authentisch führt, und dazu gehört auch, Frau zu sein. Da muss ich mich nicht verstellen und verbiegen.


Zur Autorin: Kerstin Plehwe ist langjährige Unternehmerin, gefragte Publizistin, Rednerin und Beraterin aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Von der "Welt am Sonntag" als Deutschlands führende Dialogexpertin benannt, gilt die Geschäftsführerin der überparteilichen Initiative ProDialog und Gründerin des Internationalen Instituts für Politik & Gesellschaft (IIPG) als leidenschaftliche Protagonistin einer neuen Leadership- und Engagementkultur sowie authentischer Kommunikation und Führung. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit moderiert sie Fernsehsendungen und engagiert sich für verschiedene gemeinnützige Organisationen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.kerstinplehwe.de

Kerstin Plehwe
Female Leadership
Die Macht der Frauen
Von den Erfolgreichsten der Welt lernen

Hanseatic Lighthouse, erschienen: September 2011
Hardcover, 536 Seiten
ISBN: 978-3-9812629-4-0
19,90 Euro
Weitere Informationen finden Sie unter: www.hanseaticlighthouse.de


Weitere Informationen finden Sie unter:

www.female-leaders.com

www.vwo.org.af – die Homepage der "Voice of Women Organization"

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Mein Iran, die Autobiografie von Shirin Ebadi.

Frauen an der Macht, ein Buch, in dem Maybritt Illner aufschlussreiche Texte von 21 mächtigen und tonangebenden Frauen versammelt.

Peace Women - Frauen mit dem Friedensnobelpreis, von Angelika U. Reuter und Anne Rüffer.

1000 Frauen für den Friedensnobelpreis, eine Initiative mit dem Ziel, weltweit auf die verschiedenartige Friedensarbeit von Frauen aufmerksam zu machen.

Erklärung des Deutschen Frauenrates zum 08. März 2010

This is for all of us – Women in International Security. AVIVA-Berlin berichtet von der Fachtagung am 5. Oktober 2010.

Frauenrechte und Frauenwirklichkeit unter den Bedingungen der Globalisierung – eine 2004 vom Deutschen Frauenrat organisierte Konferenz zu aktuellen Tendenzen internationaler Frauenpolitik.

Buecher > Biographien erstellt: 22.09.2011

   




 
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