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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2016 - Beitrag vom 18.06.2013

Comics mit Tiefgang
Ilka Fleischer

Die Graphic Novel "Das große Durcheinander: Alzheimer, meine Mutter und ich" sowie der Comic "Keine Macht für Al Tsoy Ma" liefern tiefe Einblicke in das Leben mit der Krankheit Alzheimer.



KEINE MACHT FÜR AL TSOY MA. Ein Alzheimer-Comic (von Thibaut Lambert und Sabine Henry)



Kurzinfo zum Comic:

Die Story: Zunächst leben Tom, seine Eltern und der Großvater noch harmonisch unter einem Dach. Die gemeinsamen Spielstunden von Opa und Enkel verlaufen allerdings zunehmend merkwürdiger: So fängt der Großvater zuweilen an, Tom ohne ersichtlichen Grund zu beschimpfen und verliert immer öfter die Orientierung in der eigenen Wohnung. Seine Eltern erklären Tom, dass dieses Verhalten mit der Krankheit Alzheimer zusammenhängt - für das Kind wird daraus der Fiesling Al Tsoy Ma. Nachdem eine gemeinsame Spielsituation eines Tages eskaliert und klar wird, dass sein Opa fortan nur noch im Heim sicher aufgehoben ist, versucht Tom trickreich, seinen Großvater aus den Fängen von Al Tsoy Ma zu befreien.
Das Buch: Kreativ und einfühlsam beschreibt dieser Comic Alzheimer und seine "Opfer" mit den Augen eines Kindes. Ein umfangreicher Informations- und Hilfeteil am Ende des Buches greift einzelne Szenen der Story kindgerecht auf und rundet das Buch ab. Ein Alzheimer-Comic, der als Erklärungshilfe für Angehörige mit Kindern nicht nur eine ideale Lektüre in Beratungs- und Bildungseinrichtungen darstellt, sondern auch jede Familienbibliothek bereichert.

Über die AutorInnen:
Seine Freundin, die als Ergotherapeutin in einem Altenpflegeheim arbeitet, brachte den belgischen Schriftsteller und Künstler Thibaut Lambert auf den Gedanken, einen Comic über Alzheimer zu zeichnen. Mit dieser Idee wandte er sich an Sabine Henry, die sowohl Präsidentin der Ligue Alzheimer A.S.B.L. ist als auch ihre an Alzheimer erkrankte Mutter selbst pflegte. Gemeinsam entwickelten der Künstler und die A.S.B.L.-Präsidentin die belgische Originalausgabe des Comics ´Al Zimmeur´.

AVIVA-Tipp: Mit "Keine Macht für Al Tsoy Ma" ist dem Kreativ-Duo ein spannender Alzheimer-Comic mit Tiefgang gelungen, der nicht nur Kinder fesselt. Schließlich kann der Bösewicht Al Tsoy Ma - als kindlicher Erklärungsansatz für die bislang so ungenügend erforschte Krankheit - locker mit Joker und anderen Comic-Schurken mithalten. Die Ausgangssituation "Kleinfamilie lebt mit Opa zusammen" ist hierzulande zwar nicht (mehr) stark verbreitet, der Erkenntnisprozess des Kindes "Opa wird immer komischer" und seine einfallsreichen Gegenmaßnahmen sind aber auch auf andere Familienverhältnisse übertragbar und werden anschaulich dargestellt. Somit bietet das Werk eine zugleich realitätsnahe und spannende Story darüber, wie tiefgreifend die Krankheit die Betroffenen, aber auch das Familienleben verändert.

Keine Macht für Al Tsoy Ma. Ein Alzheimer-Comic
Thibaut Lambert, Sabine Henry
Broschiert: 56 Seiten
Verlag: Mabuse-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (13. März 2013)
ISBN-10: 3863211103
ISBN-13: 978-3863211103
EUR 16,90

DAS GROßE DURCHEINANDER: Alzheimer, meine Mutter und ich. Graphic Novel (von Sarah Leavitt)



Kurzinfo zur Graphic Novel:

Anders als in "Keine Macht für Al Tsoy Ma" gibt es in "Das große Durcheinander" keine "Story", stattdessen dient hier das pure Leben als Comic-Folie. Mit der autobiografischen "Graphic Memoir" verarbeitet Sarah Leavitt ihre Trauer, aber auch Erinnerungen und Erlebnisse, Gefühle und Träume im Zusammenhang mit der Alzheimerkrankheit ihrer Mutter. Durch ihre tagebuchartigen Alltagsskizzen verschafft sie den LeserInnen tiefe und sehr persönliche Einblicke in ihr familiäres Miteinander während der Erkrankung der Mutter. Zugleich skizziert sie in Rückblenden auch die Geschichte ihrer Mutter Miriam, eine Lehrerin aus einer jüdischen Intellektuellenfamilie, die bereits mit 52 Jahren an Alzheimer erkrankte und zehn Jahre später als "Schatten ihrer selbst" verstarb.

Über die Autorin: Sarah Leavitts Prosa und Cartoons erscheinen in vielen Zeitschriften und Anthologien in Kanada, den USA und England. Ihr erstes Buch "Durcheinander" erhielt mehrere internationale Auszeichnungen (u. a. den CBC Bookies Best Graphic Novel Kanada) und wurde als erste Graphic novel überhaupt zum Sachbuchpreis des Writer´s Trust of Canada (2010) nominiert.

AVIVA-Tipp: Die schonungslos ehrliche Darstellung des Krankheitsverlaufes, vom unaufhaltsamen "Verschwinden" der Mutter, dem oft ambivalenten Umgang der Umwelt und dem eigenen zerrissenen Empfinden der Künstlerin verschafft sehr konkrete Eindrücke von der Krankheit und berührt sowohl mit seinen bedrückenden wie tragikomischen Momenten. Dabei impliziert "Das große Durcheinander" die Frage, inwieweit ein respektvoller, nicht entmündigender Umgang mit Alzheimerkranken überhaupt möglich ist. Schließlich hatte die kranke Mutter zwar einerseits bekundet, dass sie die Idee der Tochter schätzt, die Krankheit in dieser Weise zu dokumentieren. Im Verlauf der Krankheit hatte sie allerdings auch immer wieder ihr Unbehagen mit der (Art der) Dokumentation/Interpretation deutlich gemacht. Wem es gelingt, das Buch "trotzdem" und ungeachtet seiner kaum auszuhaltenden Intimität – z. B. detaillierte Impressionen vom Windelnwechseln und Schamhaarschneiden – zu Ende zu lesen, wird mit erhellenden Einblicken in eine sehr konkrete Welt des "Al Tsoy Ma" belohnt.

Das große Durcheinander: Alzheimer, meine Mutter und ich. Graphic Novel
Sarah Leavitt (Autorin), Andreas Nohl (Übersetzer)
Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Beltz; Auflage: Deutsche Erstausgabe (4. März 2013)
ISBN-10: 3407859686
ISBN-13: 978-3407859686
EUR 19,95

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Buecher > Graphic Novels Beitrag vom 18.06.2013 Ilka Fleischer 

   




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