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AVIVA-BERLIN.de im April 2017 - Beitrag vom 30.03.2012

Manon García - Hochbegabung bei Erwachsenen. Sind Sie noch Katze oder schon Hund?
Annika Hüttmann

Anders denken, anders fühlen und sich anders verhalten als das Umfeld und nicht wissen, warum. Unerkannte Hochbegabte haben häufig jahrzehntelang das Gefühl, etwas falsch zu machen, sie versuchen...



... sich anzupassen und leiden darunter. Wird ihre Hochbegabung schließlich erkannt, liegt ein langer, schwerer Weg vor ihnen.

Der Ratgeber beginnt mit einer Erläuterung des auf den ersten Blick etwas seltsam anmutenden Untertitels. Anhand des Katze-Hund-Bildes versucht die Autorin, anschaulich zu machen, wie es ist, als hochbegabter Mensch unter Normalbegabten zu leben. Ein "Hund" (eine hochbegabte Person), der unter "Katzen" (normalbegabten Personen) aufwächst, kann vieles nicht, was jenen leicht fällt. Er kann nicht auf Bäume klettern oder weit springen. So lange er sich mit den Katzen vergleicht, wird er sich als unzureichend wahrnehmen und wahrscheinlich resignieren. Trifft er jedoch auf andere Hunde, wird er merken, dass er nicht schlechter als die Katzen ist, sondern einfach andere Fähigkeiten besitzt, die nicht an denen einer Katze gemessen werden können. Auf einmal wird ihm klar werden, dass er sein Potential, das er als Hund besitzt, sein Leben lang unterdrückt hat um nicht unangenehm aufzufallen.

Ähnlich geht es Menschen, bei denen erst im Erwachsenenalter eine Hochbegabung festgestellt wird, nachdem sie sich eventuell ihr gesamtes Leben gefragt haben, warum es ihnen schwer fällt, so zu sein wie die Personen um sie herum. Auf einmal können sie sich erklären, warum sie häufig latent unzufrieden, unter- oder überfordert waren oder sich schnell langweilten und ihre Umwelt damit nervten, ständig Fragen zu stellen. Ihnen wird auch klar, dass sie bereits viele Möglichkeiten verpasst haben, ihre Fähigkeiten anzuwenden. Sie waren zu sehr damit beschäftigt, so zu sein wie alle anderen. Es stellt sich außerdem die Frage, was mit dieser neuen Erkenntnis anzufangen ist. Während es viel Literatur gibt, die sich mit Hochbegabungen bei Kindern beschäftigt, gibt es jedoch kaum Ratgeber, die Erwachsenen helfen könnten, sich zu orientieren, wenn die Diagnose "Hochbegabung" plötzlich das gesamte Leben auf den Kopf stellt.

Diese Leerstelle füllt Manon García, selbst eine spät erkannte Hochbegabte. Ihr Schwerpunkt liegt dabei eindeutig darauf, Betroffene zu ermutigen, einen Neuanfang in ein hochbegabtengerechtes Leben zu wagen. Sie betont, dass dies trotz fehlender Förderung im Kindesalter, vieler Entmutigungen und antrainierter Verhaltensweisen jederzeit möglich ist. Auch wenn es mitunter viel Disziplin und Arbeit bedeutet. Sie gibt Ratschläge, wie mensch sich der großen Aufgabe nähern kann, schrittweise in ein erfüllteres Leben zu finden. Sie erklärt auch, was Hochbegabung überhaupt ist und was es für Auswirkungen auf das Leben eines Menschen haben kann, wenn diese lange Zeit nicht erkannt wird. In einer Mischung aus sehr persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen nähert sie sich der Hochbegabung auf eine umfassende und einfühlsame Weise.

Nach statistischer Definition haben ungefähr 2 Prozent der Menschen einen IQ, der über 130 liegt und gelten damit als hochbegabt. Nicht alle, auf die dies zutrifft, haben Probleme, sich in einer Gesellschaft zurecht zu finden, in der das Bildungssystem und die Arbeitswelt primär auf Normalbegabte ausgerichtet ist. Manche leiden jedoch sehr unter dem Gefühl, sich anpassen zu müssen, missverstanden und (häufig auch von sich selbst) in Frage gestellt zu werden. "Hochbegabung bei Erwachsenen" macht deutlich, dass es gleichzeitig Fluch und Segen ist, überdurchschnittlich intelligent zu sein. Personen, die mit der Erkenntnis ihrer Hochbegabung überfordert sind, wird dieses Buch auf jeden Fall eine große Hilfe sein, denn Manon García weiß aus eigener Erfahrung genau, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Auch für Menschen, die sich fragen, ob sie eventuell hochbegabt sind oder Personen, die mit ihrer Begabung gut zurecht kommen, ist dieser Ratgeber interessant, allerdings mit Einschränkungen. Denn die Autorin wiederholt sich häufig. Wer Unterstützung und Bestätigung braucht, der oder dem wird dies helfen, wer dieses Buch lediglich aus Interesse liest, die oder den wird es wahrscheinlich ab einem gewissen Punkt nerven. Auch die vielen Vergleiche - nicht nur aus der Tierwelt, sondern auch mit Märchen oder bestimmten Berufen - machen das Dargestellte zwar sehr anschaulich, lassen es stellenweise aber auch recht simpel erscheinen. Die wissenschaftlichen Einschübe sind zwar vielseitig und informativ, wirken allerdings etwas zusammengewürfelt und hätten teilweise ausführlicher behandelt werden können.

AVIVA-Tipp: "Hochbegabung bei Erwachsenen" unterstützt, inspiriert und informiert Menschen, die sich plötzlich damit auseinandersetzen müssen, dass sie anders sind als ihr Umfeld. JedeR späterkannte Hochbegabte wird hier etwas finden mit dem sie oder er sich identifizieren kann.

Zur Autorin: Manon García wurde 1967 in Hamburg geboren. Sie ist Diplom-Ingenieurin, Autorin und spät erkannte Hochbegabte. Aus eigener Erfahrung kann sie erzählen, wie es sich anfühlt, wenn mensch mit 35 Jahren erfährt, dass mensch hochbegabt ist. Garcia studierte und arbeitete als Bauingenieurin, studierte auf Lehramt für Oberschule und Berufliche Schulen und gründete als "Matheärztin" ein Lerninstitut. Eine Ausbildung zur Trainerin und zum Coach runden ihr Profil ab. Ihre Erfahrungen verarbeitet sie bei ihrer Leidenschaft, dem Schreiben. (Quelle: Presseinformationen
Weitere Infos und Kontakt unter:
www.manongarcia.de

Manon García
Hochbegabung bei Erwachsenen. Sind Sie noch Katze oder schon Hund?

Books on Demand, erschienen 2011
Taschenbuch, 180 Seiten
18,80 Euro
ISBN 978-3-8391-9967-1

Infos zum Thema unter:

www.mensa.de, mensa - Verein für hochbegabte Menschen


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Katharina Fietze - Kluge Mädchen. Frauen entdecken ihre Hochbegabung

Buecher > Sachbuch Beitrag vom 30.03.2012 Annika Hüttmann 

   




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