Semiha Stubert - Afiyet Olsun. Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie
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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2014:

Semiha Stubert - Afiyet Olsun. Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie
Claire Horst

Wunderschön wie alle Kochbücher aus dem Haus Gerstenberg, stellt dieses Buch nicht allein die Kochrezepte in den Mittelpunkt, sondern lädt zum Blättern und Schmökern ein. Dabei vermittelt es...



... nicht nur Kochanleitungen, sondern eine ganze Kochkultur.

Semiha Stubert, die bei ihren Großeltern am anatolischen Taurusgebirge aufgewachsen ist, berichtet voller Wärme von der Kochkunst ihrer Großeltern, Tanten und Onkel. Der Geruch von frischem Brot, von Tomaten aus dem eigenen Garten oder von gerade zerriebener Minze bringt jeweils eigene Kindheitserinnerungen mit sich und lässt die Autorin vom Leben in Anatolien erzählen. Voller sanfter Melancholie erzählt sie vom Freiluftherd ihrer Großmutter, von Hochzeiten auf dem Land und dem Opferfest. Die Rezepte, die sie mit diesen Ereignissen verbindet, reichen von simplen Suppen und Eintöpfen über kompliziertere wie Manti (den türkischen Ravioli) bis zu raffinierten Nachspeisen, etwa Helva, Baklava und Kadayif. Varianten bietet die Autorin dann an, wenn das Originalrezept Fleisch enthält. Überhaupt ist die Mehrzahl der Rezepte vegetarisch, was bei der türkischen Küche keine Selbstverständlichkeit ist.

Sympathischerweise zeigt Stubert trotz ihrer erklärten Begeisterung für stundenlanges Kochen großes Verständnis für eher faule ZeitgenossInnen und weist immer darauf hin, wenn alternativ ein Fertigprodukt verwendet werden kann. Denen, die es ganz ernst meinen, weist sie trotzdem den Weg zu selbstgemachten Nudeln, handgerolltem Blätterteig und hausgebackenen Simit.

Weil es sich bei "Afiyet Olsun" eben nicht nur um eine Rezeptsammlung handelt, sondern um eine bebilderte Kindheitserinnerung, gliedert es sich in einzelne Kapitel auf, die die Autorin mit begleitenden Texten einleitet. Darin erzählt sie von den Besuchen ihrer in Deutschland lebenden Eltern, die natürlich mit den Lieblingsgerichten begrüßt wurden, von den Geschwistern aus Deutschland, die ihre Sikma mit Nutella statt mit Käsefüllung bekamen, und von Picknicken am Fluss – natürlich inklusive Beschreibung der Salate, die ihr "Baba" (Vater) dann zubereitete.

So ist dieses Kochbuch vieles in einem: eine Liebeserklärung an die eigene Familie, eine Ode an das Kochen und Essen im Allgemeinen, eine Rückschau auf die Kindheit und ein wenig auch Kulturgeschichte. Wenn Stubert von den verschiedenen Jahreszeiten im Dorf berichtet (alle Zutaten wurden im eigenen Garten geerntet oder auf dem lokalen Markt erworben), wird ihre Liebe zum Essen spürbar und macht Appetit auf die beschriebenen und von Claudia Lieb wunderbar bebilderten Rezepte.

Ein bisschen Nostalgie ist zu spüren, wenn Stubert die Küchengeräte ihrer Großmutter beschreibt oder sich an gemütliche Kaminabende erinnert, die der Großvater mit Erzählungen von den Schattentheaterfiguren Hacivat und Karagöz oder vom klugen Nasreddin Hoca füllte. Aber auch die Informationen kommen nicht zu kurz: So ist dem Buch ein Glossar angehängt, das nicht nur Zutaten, sondern auch Festtage und Verwandtschaftsbezeichnungen erläutert.

Die Illustrationen von Claudia Lieb machen das Buch zu einem kleinen Kunstwerk. Grafische Elemente, die an die berühmten türkischen Iznik-Kacheln erinnern, großformatige Landschaften und Darstellung von Alltagsszenen wechseln sich ab mit Collagen aus Printelementen und – natürlich – Zeichnungen von Lebensmitteln. Die Zeichnungen sind verspielt und klar zugleich. So gelingt es der Illustratorin, Ethno-Klischees zu vermeiden und dennoch die Türkei auf jeder Seite hervorscheinen zu lassen.

AVIVA-Tipp: "Afiyet Olsun" heißt auf Deutsch "Guten Appetit", und Appetit macht das Buch wirklich. Beim Blättern bekommt die Leserin nicht nur Lust aufs Kochen und Essen, sondern würde am liebsten sofort die Koffer packen und in eins der abgelegenen Bergdörfer fahren, von denen die Autorin berichtet. Zum Glück sind die Rezepte zum großen Teil so unkompliziert, dass die Lust darauf sich auch beim Nachkochen hält. Und wer nicht so gern kocht, kann es immer noch als Hingucker für die Küche benutzen. Sehr verdient wurde "Afiyet olsun" mit dem dritten Platz des Gourmand World Cookbook Awards 2012 ausgezeichnet.

Zur Autorin: Semiha Stubert, geb. 1969 in Eregli-Konya, Türkei, studierte in München und ist Juristin und Mediatorin. Sie verbrachte ihre Kindheit bei den Großeltern in Anatolien und lernte dort das Kochen. Mit über 30 Jahren Kocherfahrung zeigt sie hier die Feinheiten der türkischen Küche. Zur Zeit lebt sie in Oslo. (Verlagsinformationen)
Semiha Stubert im Netz: www.semilicious.com

Zur Illustratorin: Claudia Lieb hat in Münster und an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg Kommunikationsdesign studiert. Sie lebt in München und arbeitet dort in einer Ateliergemeinschaft als Illustratorin und Grafikerin. Im Gerstenberg Verlag erschien von ihr 2009 "Die wunderbaren Reisen des Marco Polo". (Verlagsinformationen)
Claudia Lieb im Netz: www.claudialieb.de

Semiha Stubert
Afiyet Olsun! Die wunderbaren Rezepte meiner türkischen Familie

Gerstenberg Verlag, erschienen 2011
Flexibler Einband, mit zahlreichen Illustrationen, 176 Seiten
ISBN 978-3-8369-2642-3
19,95 Euro

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Buecher > Sachbuch erstellt: 01.06.2012 Claire Horst 

   




 
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