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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 09.01.2008

Mely Kiyak - 10 für Deutschland - Verlosung
Yvonne de Andrés

Mitwirken, Teilhaben, Partizipieren. MigrantInnen mischen sich in das öffentliche Leben und in die Politik ein. AVIVA-Berlin verlost 3 Bücher



Zehn deutsche türkischsprachige PolitikerInnen fordern gleiche Rechte und Pflichten.

"In den Diskussionen von 1978 bis 1998 wurde Integration immer auch als Assimilation und als Bringschuld von Seiten der Migranten verstanden. Mit dem Regierungswechsel 1998 kam die Einsicht, das Deutschland längst ein Einwanderungsland ist und die Integration von der gesamten Gesellschaft geleistet werden muss.", schreibt die deutsche Journalistin türkisch-kurdischer Abstammung Mely Kiyak. Nur noch die CDU klammert sich im neuen Grundsatzpapier an den Begriff: "Integrationsland" fest. Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft ohne die Beibehaltung der eigenen Kultur wird hier gefordert. Diversity ist in puncto MigrantInnen bei der CDU noch nicht angekommen.

Im April 2007 haben sich ca. 50 PolitikerInnen getroffen und das "Netzwerk türkischstämmiger MandatsträgerInnen" gegründet. Melk Kiyak stellt zehn von ihnen in Interviews vor. Die türkischstämmigen Frauen und Männer arbeiten auf der Ebene der Kommune, der Landes-, Bundes- und Europaebene und quer durch alle Parteien "Warum MigrantInnen Politik machen wollen?" In ihrem Verständnis lebt die Demokratie von politischer Teilhabe genauso wie die Integration und gehört daher zusammen. Wenn jedoch diese Option nicht steht, fehlt ein entscheidendes Element. Daher stelle eine andere Herkunft keinen Hinderungsgrund für ein politisches oder soziales Engagement dar, dies kann bedeuten, dass andere Hürden zu bewältigen sind.

Lale Algün, Bundestagsabgeordnete, SPD-Mitglied setzt sich für das neue Staatsangehörigkeitsrecht ein und kritisiert den Machtanspruch muslimischer Männer. Ihr Credo lautet: "Jemand, der hier lebt, muss auch irgendwann die Möglichkeit haben, Deutscher zu werden und damit auch die Rechte und Pflichten eines Staatsbürgers zu erlangen." Evrim Baba, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Linksfraktion/ Die Linke.PDS gibt Auskunft darüber, warum sie für die Rechte der Frauen in Deutschland kämpft: "Politik für Frauen ist mir deshalb wichtig, weil der Kampf für Frauen immer auch der Einsatz für die Verbesserung der sozialen Lage aller ist, und zwar unabhängig vom Geschlecht und der Herkunft." Das Engagement für Frauen geht deutlich über die Themen wie "Zwangsheirat" oder "Ehrenmorde" hinaus." Die Politikerin hat im Frühling 2007 den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Patriarchat heftig angeprangert.

Ekin Deligöz, Bundestagsabgeordnete, Bündnis 90/ Die Grünen berichtet über ihre Auseinandersetzung zum Thema "Kopftuch". Ihre schlechten Erfahrungen mit Boulevardmedien, die Statements aus dem Zusammenhang reißen und die Kampagnen konservativer religiöser türkischer Gruppen, die losgetreten werden, wenn sie kritisiert werden. So hat z. B. die SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Algün wiederholt Morddrohungen erhalten, so dass heute Personenschutz notwendig ist. Dilek Kolat, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, SPD spricht über die Ausbildungschanchen von Berliner MigrantInnen und warum es sich lohnt, dafür Haushaltsmittel zu erkämpfen.

"Ich habe meine Stimme von den jungen Leuten bekommen, die wissen, dass ich mich stark machen und durchsetzen kann." Nesrin Yilmaz, Stadtratsmitglied in Ingolstadt, CSU spricht über ihr konservatives Elternhaus und warum sie den Männern ihrer Stadt schon mal den Kopf wäscht. Sie ist Mutter, Unternehmerin und Besitzerin eines Cafés und die Tätigkeit im Stadtrat ist ein Ehrenamt. Sie hat sich in Ingolstadt für die Umsetzung der kleinen Schritte stark gemacht. Eine Broschüre für Ausländer ist entstanden, Deutsch Sprachkurse für Einwanderer und vieles mehr. Nesrin Yilmaz sagt: "Ich bin deutsche Disziplin und türkisches Risiko, und ich bin immer mit der Türkei verbunden, denn ich lebe an der Donau, und die mündet bekanntlich im Schwarzen Meer."

Zur Autorin: Mely Kiyak geboren 1976 in Sulingen (Niedersachsen) als Tochter kurdischer Einwanderer aus der Türkei, lebt als freie Autorin und Journalistin in Berlin. Am "Deutschen Literaturinstitut Leipzig" hat sie in den Fächern Prosa und Neue Medien/Dramatik ihr Diplom abgelegt. Für ihre Abschlussarbeit drehte sie einen Film, in dem sie gebürtige Deutsche über ihre Lebenswege reflektieren lässt. Während ihres Studiums begann sie journalistisch zu arbeiten, u.a. beim Mitteldeutschen Rundfunk und der Leipziger Volkszeitung. Seit 2005 arbeitet sie als Autorin und freie Journalistin in Berlin. Sie schreibt, dreht, rezensiert und kommentiert für verschiedene Tageszeitungen, Magazine und Institutionen: DIE ZEIT, Frankfurter Rundschau, Goethe Institut, Bundeszentrale für politische Bildung, das Magazin, Dummy, die Friedrich-Ebert-Stiftung u.a. 2006 erhielt sie ein Stipendium des Senats für Wissenschaft, Forschung und Kultur für Berliner Schriftsteller. Ihre Themen sind Migrations- und Integrationspolitik und Kultur. Zuletzt erschienen ist ihr Buch "Zweiheimisch" (2006) über bikulturelles Leben in Deutschland.

AVIVA-Tipp: Ein spannendes Buch über MigrantInnen mit Mandat. Hier werden MigrantInnen als Vorbilder vorgestellt, um andere MigrantInnen zur politischen Beteiligung zu motivieren. Mely Kiyak stellt das breite Spektrums der engagierten PolitikerInnen vor, von radikal bis konservativ. Trotz der unterschiedlichen biografischen Hintergründe und politischen Richtungen besteht die Gemeinsamkeit der Interviewten in der Forderung nach politischer Teilhabe für alle.


AVIVA-Berlin verlost 3 Bücher. Bitte sagen Sie uns, in welchen Fächern Mely Kiyak ihr Diplom abgelegt hat und senden bis zum 25.01.2008 eine mail an folgende Adresse: gewinnspiele@aviva-berlin.de



Mely Kiyak
10 für Deutschland

Gespräche mit türkeistämmigen Abgeordneten.
edition Körber-Stiftung, erschienen Oktober 2007
kartoniert, 257 Seiten, 10 S/W - Abbildungen
ISBN: 9783896840684
14,00 Euro
10 für Deutschland können Sie online bei merio.de bestellen.

Gewinnspiele Beitrag vom 09.01.2008 Yvonne de Andrés 

   




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