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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.09.2011

Valerie. Kinostart am 22.09.2011. Verlosung
Katharina Meier

Franka Potente philosophiert in Hubertus Meyer-Burckhardts ...AVIVA verlost 1 BOOKS ON DEMAND Comfort Gutschein im Wert von 399 Euro und 3 mal 2 Freikarten



... drittem Monologfilm als Valerie ├╝ber die Liebe und das Leben. Der Film basiert auf Roger Willemsens Deb├╝troman "Kleine Lichter" von 2005.

Hubertus Meyer-Burckhardt produzierte den letzten Film seiner Trilogie mit Franka Potente in der Hauptrolle. In den Vorg├Ąngern profilierte sich zun├Ąchst Hannelore Elsner 2002 in "Mein letzter Film" und schlie├člich Ben Becker 2005 in "Ein ganz gew├Âhnlicher Jude" in der besonderen Herausforderung, einen Film weitgehend allein zu bestreiten. F├╝r die Regie wurde dieses Mal Josef Rusnak gewonnen.

"Valerie" ist ein au├čergew├Âhnlicher Film, der dem Publikum so Einiges abverlangt. In rund 90 Minuten begleiten die ZuschauerInnen eine erfolgreiche Architektin bei ihrem Selbstfindungsprozess.
Sie pendelt zwischen ihrem Arbeitsort L.A. und Berlin, wo sie mit ihrem Freund in einer modernen Dachgeschosswohnung wohnt. Als er infolge einer Infektion ins Koma f├Ąllt, bricht f├╝r Valerie eine Welt zusammen.

"Das Leben lebt nicht mehr."

Sie beschlie├čt, ihr Leben der vergangenen zehn Jahre hinter sich zu lassen, um in Berlin f├╝r ihren Liebsten, wie sie ihn im Laufe der Handlung oft nennt, da sein zu k├Ânnen.

"┬┤Mein Liebster!┬┤ Was macht gl├╝cklicher? Das zu sagen oder es zu h├Âren?"

F├╝r die drei Monate, in denen sie in L.A. ihre Zelte abbrechen will, nimmt sie ein Videotagebuch auf, das ihrem Liebsten bei ihrer Abwesenheit am Krankenbett vorgespielt werden sollÔÇŽ In der Hoffnung, ihn damit wieder ins Leben zur├╝ckholen zu k├Ânnen.

"Ich will dir die Liebe erkl├Ąren, wie man den Krieg erkl├Ąrt. Ich erkl├Ąr sie dir in alten Vokabeln. Das geht nicht anders. Wer liebt, wechselt das Jahrhundert."

Was als ein Projekt beginnt, von dem man nicht ahnt, in welche Richtung es laufen wird, entpuppt sich als nicht enden wollende Abrechnung mit der Vergangenheit und der Liebe.

"Mit der Liebe beginnt der Abschied von ihr."

Auf der anderen Seite erinnert sich Valerie an viele nette Anekdoten, die sie vor ihrer Digitalkamera zum Besten gibt. Wir erleben sie bei Alltagsbesch├Ąftigungen, beim Putzen, Baden und Essen. Sie sinniert und philosophiert, manchmal spricht sie verzweifelt, liebevoll, geduldig oder auch ungeduldig.

"Guten Tag", h├Ąttest du sagen sollen, "Ich bin der, der fehlen wird."

Der Monologfilm birgt viel Poesie und Lebensweisheiten, die auf Roger Willemsens Romandeb├╝t "Kleine Lichter" (2005) beruhen, in dem er das Wunder der Liebe erkundet.

"Man kann nicht lieben, wenn man die Liebe braucht. Wenn man sie nicht braucht, kommt man ganz gut mit ihr zurecht."

Sie l├Ąsst die Kamera laufen, um ihren Liebsten weiterhin an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Doch dienen diese Aufnahmen letztendlich nicht ihr selbst am meisten?

"Es ist wichtig, dass deine Z├Ąhne unregelm├Ą├čig stehen und dass du m├╝de aussiehst am Abend. Denn Einer mag eben das!"

Indem sie viele Jahre, auch die Zeit vor dieser Beziehung, Revue passieren l├Ąsst, kochen ihre Gef├╝hle hoch. In einigen wenigen Szenen ist Valerie auch ohne die Kamera, ihrem st├Ąndigen Begleiter, zu sehen, wobei ihr neues Leben immer mehr aus den Fugen ger├Ąt.

Einerseits erleben wir Valerie, wie sie ihr Innenleben sehr rational, andererseits voller Romantik und Hoffnung, preisgibt.

Wenn Liebe Leben retten kann, dann werde ich dich retten!

Mit gemischten Gef├╝hlen verfolgt die ZuschauerIn die Leiden der jungen Valerie. Wie Valerie selbst erlebt frau so Hochs und Tiefs im Laufe der Handlung, nur nicht unbedingt in Analogie zu Valeries Empfindungen.

So ist es nicht verwunderlich, dass im Kinosaal gro├čes Gel├Ąchter ausbricht, als eine der Krankenschwestern, die sich um Valeries Liebsten k├╝mmern, sagt, ihre Kollegin k├Ânne das Video ruhig mal ausschalten, weil das Ges├╝lze auf Dauer ja nicht zu ertragen sei.

AVIVA-Tipp: Valerie ist ein origineller Film, der durch seinen ewigen Dialog eine Besonderheit darstellt. Franka Potente hat es nicht leicht, dem Anspruch an ein solches Genre gerecht zu werden. An diesem Film werden sich die Geister scheiden.

Zum Regisseur: Josef Rusnak wurde in Tadjikistan/UdSSR geboren und wuchs in Pforzheim auf. Zum Studium der Germanistik wechselte er nach M├╝nchen, wo er sich nur ein Jahr sp├Ąter an der HFF M├╝nchen f├╝r den Fachbereich Dokumentarfilm einschrieb. Nach einem zweij├Ąhrigen Aufenthalt in London zog es den Jungregisseur nach Los Angeles, wo er 1992 die amerikanische Produktionsfirma "Jump Cut Images, Inc." gr├╝ndete. Seit 2000 ist Josef Rusnak Partner der M├╝nchner "Screencraft Entertainment GmbH". Der Regisseur ist Mitglied der "Directors Guild of America" (DGA), des "Deutschen Regieverbandes" und ist zudem Gr├╝ndungsmitglied der "Deutschen Filmakademie". Er lebt in Los Angeles und Berlin. (Quelle: Presseinformation)


AVIVA-Berlin verlost 1 BOOKS ON DEMAND Comfort Gutschein im Wert von 399 Euro und 3 mal 2 Freikarten. Bitte beantworten Sie uns folgende Frage Wohin hat die Fotografin Bettina Flitner Franka Potente in ihrem Projekt "Frauen mit Visionen" begleitet? und senden uns bis zum 05.10.2011 eine Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de




Weitere Informationen zum BOOKS ON DEMAND Comfort Gutschein finden Sie unter: www.bod.de



Valerie
D/USA 2009
87 Minuten
Regie: Josef Rusnak
Drehbuch: Roger Willemsen
Produzent: Hubertus Meyer-Burckhardt
Darstellerinnen: Franka Potente, Stephanie Stumph, Maria Hartmann
Verleih: Farbfilm Verleih
Kinostart: 22. September 2011
Der Film im Netz: www.farbfilm-verleih.de



Gewinnspiele Beitrag vom 22.09.2011 Katharina Meier 

   




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