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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.05.2014

Hiromi Kawakami - Bis nächstes Jahr im Frühling. Verlosung
Philippa Schindler

Emanzipation in Japan: Der Roman der mehrfach ausgezeichneten Autorin erzählt von einer schockierenden Nachricht und dem darauf folgenden... AVIVA verlost 3 Bücher



... Widerstand der Protagonistin Noyuri gegen ihre Frauenrolle.

Es ist keine laute Revolution. Doch unbeugsam sind die Kämpfe, in denen sich Protagonistin Noyuri aus den strengen Konventionen der japanischen Gesellschaft befreit. Ein ganzes Jahr - vom Daikan, der Großen Kälte, bis zum nächsten Kirschblütenfest Hanami – folgt ihr Autorin Hiromi Kawakami und erzählt in dem Roman "Bis nächstes Jahr im Frühling" vom Leben einer jungen Frau, die langsam und ganz zaghaft zu ihren eigenen Bedürfnissen findet.

Schneeflocken und Sommerregen

Sieben Jahre ist Noyuri nun schon mit ihrem Mann verheiratet, da erfährt sie durch einen anonymen Telefonanruf von seiner Affäre. Die Unumstößlichkeit dieser Nachricht reißt sie mehr und mehr aus der sonst so still gewordenen Beziehung mit Takuya. Noyuri beginnt, sich mit existentiellen Fragen zu beschäftigen: Möchte sie wirklich das Leben der zurückhaltenden Hausfrau an der Seite ihres Mannes führen? Oder wird sie endlich den Ausbruch aus der ihr zugewiesenen Frauenrolle wagen und beginnen, auf eigenen Beinen zu stehen?

Hin- und hergerissen zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, der Liebe zu ihrem Mann und dem eigenen Unabhängigkeitsdrang beginnt für Noyuri ein Jahr des Umbruchs und des Wandels. Wie ein sensibler Seismograph zeichnen dabei die Wetterlagen und Jahreszeiten das Innere der Protagonistin auf: Fallen die ersten Schneeflocken, zieht die Kälte zwischen Takuya und Noyuri ein, der sommerliche Heumond bringt zumindest vorübergehend wieder Herzenswärme zu den Liebenden zurück und in die vergehende Natur des Frühherbstes schleichen sich erneute Zweifel ein.

Feminismus auf Japanisch

Eine Liebesgeschichte ist "Bis nächstes Jahr im Frühling" aber nicht – auch wenn das Paar bis zuletzt von der Hoffnung getragen wird, ihre unerfüllten Sehnsüchte doch noch miteinander verwirklichen zu können. Denn der treibende Motor der Erzählung bleibt Noyuris wachsender Mut, aus den Vorgaben des patriarchalen Rollenverständnisses auszubrechen.
Nüchtern und mit der Genauigkeit einer ausgezeichneten Alltagsbeobachterin schildert Hiromi Kawakami diese emanzipativen Entwicklungsschritte – und zeichnet dabei auch das Abbild einer äußerst konservativen japanischen Gesellschaftsordnung. So tritt Noyuri anfangs als unterwürfige und ständig um Entschuldigung bittende Frau auf, die der Erlaubnis ihres Mannes bedarf, um mit einer Bekannten zu Mittag zu essen.

Dass ihr dennoch der befreiende Ausbruch aus dem rigiden System patriarchaler Verhaltensvorschriften gelingt, dafür ist wohl in erster Linie die Schriftstellerin und Feministin Hiromi Kawakami verantwortlich. Sie tritt mit ihrem bereits fünften Roman "Bis nächstes Jahr im Frühling" in die Fußstapfen der japanischen Frauenbewegung, in der Literatur schon immer eine wichtige Rolle spielte. Denn am Anfang des 20. Jahrhunderts waren es vor allem die Literaturzeitschriften, die feministische Themen in die öffentliche Wahrnehmung rückten. Besondere Bekanntheit erlangte damals das erste nur von Frauen herausgegebene Magazin Seito ("Blaustrumpf"), in dem Autorinnen auch über kontrovers diskutierte Themen wie Abtreibung und Sexualität offen schreiben konnten.

"Bis nächstes Jahr im Frühling" wird auf diese Weise zu einer Lebensbeschreibung - nicht nur einer einzelnen Frau, sondern hoffentlich bald auch einer ganzen Generation von Frauen in Japan, die sich trauen, dem traditionellen Weiblichkeitsbild eine vielfältige und emanzipierte Wirklichkeit entgegenzusetzen.

AVIVA-Tipp: Sich aus dem patriarchalen System von Do`s and Dont`s mit einem großen Knall befreien? Für die sanftmütige und etwas schüchterne Protagonistin Noyuri kommt das nicht in Frage, sie bestreitet ihren Weg zu einem selbständigen und emanzipierten Leben lieber auf leisen Sohlen. Der Energie des nunmehr fünften Romans der japanischen Autorin tut das jedoch keinen Abbruch: Empowernd und mitreißend schildert sie die Widersprüchlichkeiten einer Trennung und den Mut, der dafür in einer Gesellschaft, in der Frauen vornehmlich Ehefrauen sind, aufgebracht werden muss.

Zur Autorin: Hiromi Kawakami, geboren 1958 in Tokio, ist eine der bekanntesten japanischen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Nach ihrem Studium der Naturwissenschaften war sie zunächst als Biologielehrerin tätigt. 1994 erschien ihr erster Roman "Kamisama". Seitdem ist Hiromi Kawakami für ihre Bücher mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Der Bestseller "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß" (2008) erhielt den renommierten Tanizaki-Preis und wurde verfilmt.

Zu den Übersetzerinnen:

Ursula Gräfe
, geboren 1956 in Frankfurt am Main, arbeitet seit ihrem Studium der Japanologie, Amerikanistik und Anglistik als Autorin und literarische Übersetzerin. In´s Deutsche gebracht hat Gräfe bereits zahlreiche Romane des bekannten japanischen Autors Haruki Murakami, seit 2000 übersetzt sie gemeinsam mit Kimiko Nakayama-Ziegler auch die Werke von Hiromi Kawakami.

Kimiko Nakayama-Ziegler, geboren 1948 in Tokio, studierte in Frankfurt am Main Germanistik, Anglistik und Japanologie. Nach ihrer Tätigkeit als Lektorin und wissenschaftlichen Mitarbeiterin, lehrt Nakayama-Ziegler seit 1992 die japanische Sprache an der FH Wiesbaden. Gemeinsam mit Ursula Gräfe übersetzt sie zeitgenössische japanische Literatur.

Hiromi Kawakami
Bis nächstes Jahr im Frühling

Originaltitel: Kazahana
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe und Kimiko Nakayama-Ziegler
Deutscher Taschenbuch Verlag, erschienen im Mai 2014
Taschenbuch, 224 Seiten
ISBN 978-3-423-14327-1
9,90 Euro
www.dtv.de


AVIVA-Berlin verlost 3 Bücher. Bitte senden Sie uns den AVIVA-Tipp aus unserer Rezension zu Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi – Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß, Band 1 mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 30.06.2014 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


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Gewinnspiele Beitrag vom 05.05.2014 Philippa Schindler 

   




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