Titos Brille. Ein Film von Regina Schilling nach dem Buch von Adriana Altaras. Verlosung - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 28.11.2014

Titos Brille. Starttermin: 11. Dezember 2014. Preview mit Adriana Altaras und Regina Schilling am 10.12.2014 in Berlin. Verlosung
Claire Horst

Was f├╝r eine Familiengeschichte. Es braucht schon eine ordentliche Portion Selbstvertrauen,...AVIVA verlost 2x2 Preview-Freikarten und das Buch "TITOS BRILLE"



... um sich von diesen Eltern nicht einsch├╝chtern zu lassen. Zum Gl├╝ck hat Adriana Altaras aber den Mut ihrer Mutter und ihres Vaters geerbt und aus deren Lebensgeschichte ein Buch gemacht ÔÇô das jetzt zu einem Film geworden ist.

In erster Linie ist Altaras Schauspielerin. Sie hatte Engagements an Theatern von der Freien Volksb├╝hne Berlin bis zum St. Pauli-Theater in Hamburg. Daneben wurde sie aber auch als Regisseurin bekannt, den meisten wahrscheinlich mit ihrer Inszenierung der Vagina Monologe in der Arena Berlin.

Dass ihr erstes Buch ein so gro├čer Erfolg werden w├╝rde, war nicht zu erwarten. Denn die Geschichte ihrer Eltern ist die zweier j├╝discher Partisanenk├ĄmpferInnen in den Reihen von Marschall Tito. Und ein derart ernstes Thema eignet sich selten zum Bestseller.

Im Fall der Familie Altaras gilt das erst recht, weil es keine reine HeldInnengeschichte ist, die hier erz├Ąhlt wird. Der Vater, einst gefeierter Widerstandsk├Ąmpfer und erfolgreicher Arzt, wird in einen Schauprozess verwickelt und muss das Land verlassen. Vom Guerillakampf in Jugoslawien ├╝ber das Exil in Italien bis zur Niederlassung im hessischen Gie├čen, von diesen Lebensstationen ihrer Eltern erz├Ąhlte Altaras` autobiografischer Roman aber so humorvoll, dass Titos Brille, eben doch das Zeug zum Bestseller hatte.

Schuld an diesem Erfolg ist also nicht allein die spannende Biografie der Eltern, sondern vor allem die selbstironische Haltung, mit der Altaras sie erz├Ąhlt. Denn neben all den dramatischen Wendungen berichtet das Buch auch vom ganz normalen Leben einer j├╝dischen deutschen K├╝nstlerin, die sich mit Alltagssorgen herumplagt, und ist stellenweise zum Br├╝llen komisch.

Es ist keine leichte Aufgabe, ein solches Buch zu verfilmen. Gl├╝cklicherweise nehmen Regisseurin Regina Schilling und Hauptdarstellerin Altaras es nicht allzu genau mit der Originaltreue. Mit der Kamera machen sie sich auf die Reise zu den wichtigsten Schaupl├Ątzen der Familienbiografie. Die Zuschauerin begleitet Altaras also von Berlin aus, wo sie mit ihrem Mann und zwei S├Âhnen lebt, nach Gie├čen, wo ihre Eltern arbeiteten, nach Italien und schlie├člich nach Kroatien.

Ein unwahrscheinliches Gl├╝ck f├╝r die Dokumentarfilmerin, dass der Vater mit Begeisterung Super-8-Filme gedreht hat. Ein Gl├╝ck, weil sich das Erz├Ąhlte so bebildern l├Ąsst, aber auch, weil sich so die Spur zu den verdeckten Teilen seiner Geschichte auftut. Dass wir Altaras beim Gr├╝beln ├╝ber die vielen Geliebten ihres Vaters und beim melancholischen Sinnieren ├╝ber ihre einsame Kindheit beobachten, macht "Titos Brille" zu einem sehr pers├Ânlichen Film.

Altaras besucht die geliebte Tante in Italien, bei der sie die Ferien verbrachte, wenn sie nicht im Internat war. Sie weint in einer Gedenkst├Ątte um die ermordeten Verwandten, um die ganze Ungeheuerlichkeit der Shoah. Und sie lacht mit den S├Âhnen ├╝ber deren unbeholfenes Singen bei der Vorbereitung auf die Bar Mitzwa des J├╝ngeren oder ├╝ber das verschlafene Maulen des ├älteren.

Die Schauprozesse gegen den Vater, einen Arzt und Parteikader in Titos Jugoslawien, die Karriere der Mutter als Architektin und Leiterin der ├Ârtlichen j├╝dischen Gemeinde in Hessen, das Lager auf der Insel Rab und der Stolz der j├╝dischen PartisanInnen ÔÇô Altaras┬┤ Reise l├Ąsst Geschichte lebendig werden. Dazu tragen besonders ihre Gespr├Ąche mit Pers├Ânlichkeiten wie dem slowenischen Historiker Slavko Goldstein bei, der zum j├╝dischen Widerstand in Jugoslawien forscht.

Zugleich ist der Film nat├╝rlich eine Hommage an die Person Adriana Altaras, die ihre Lebensrolle mit Genuss inszeniert.
Adriana Altaras` neues Buch "Doitscha" ist im November 2014 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen. Eine Rezension auf AVIVA-Berlin folgt.

AVIVA-Tipp: Wer das Buch mochte, f├╝r die ist der Film fast ein Muss. Denn der Humor und Optimismus, mit dem Altaras alle Widrigkeiten zu meistern scheint, ist auch hier in jeder Minute zu sp├╝ren.

Zur Regisseurin: Regina Schilling, geboren 1962, ist freiberufliche Journalistin, Jugendbuchautorin und Dokumentarfilmerin. Daneben macht sie Programmarbeit beim Internationalen Literaturfestival lit. Cologne. Nach mehreren TV-Dokumentationen, etwa ├╝ber den Autor Benjamin Lebert, kommt 2008 mit "Bierbichler", ├╝ber den Schauspieler Josef Bierbichler, erstmals einer ihrer Filme in einer Langversion in die Kinos. Es folgt 2011 der Dokumentarfilm "Geschlossene Gesellschaft ÔÇô Der Missbrauch an der Odenwaldschule", f├╝r die sie 2010 den Grimme-Preis erhielt. Au├čerdem wirkte sie an den mehrfach ausgezeichneten TV-Programmen "24 Stunden Berlin" und "24 Stunden Jerusalem" mit. (Informationen des Verleihs)

Preview mit Adriana Altaras und Regina Schilling am Mittwoch, den 10.12.2014, um 20:00 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain in Berlin


AVIVA-Berlin verlost 2x2 Preview-Freikarten und ein Exemplar von Adriana Altaras Buch TITOS BRILLE. Bitte senden Sie uns den AVIVA-Tipp aus unserer Rezension zu Adriana Altaras - Titos Brille. Der Roman und das H├Ârbuch, gelesen von der Autorin mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 07.12.2014 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


Titos Brille
Deutschland 2014, 94 min
Regie Regina Schilling
Drehbuch Regina Schilling
Kamera Johann Feindt
Produzent Thomas Kufus, zero one film
Darsteller Adriana Altaras
Verleih: X-Verleih
Starttermin: 11. Dezember 2014

Der Film im Netz: www.titosbrille.x-verleih.de

Adriana Altaras im Netz: altaras.eu

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Adriana Altaras - Titos Brille. Der Roman und das H├Ârbuch, gelesen von der Autorin

AVIVA-Interview mit Adriana Altaras

Aharon Appelfeld - Auf der Lichtung

Chasia Bornstein-Bielicka - Mein Weg als Widerstandsk├Ąmpferin

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Gewinnspiele Beitrag vom 28.11.2014 Claire Horst 

   




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