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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.02.2015

Whale Rider. Das Meisterwerk von Niki Caro aus dem Jahr 2003. Ab 30. Januar 2015 auf DVD und Blu-Ray. Verlosung
Teresa Lunz

Ein maorisches K├╝stendorf erwartet die Geburt des Stammesh├Ąuptlings. Doch das Baby stirbt bei der Geburt, nur dessen Zwillingsschwester ...AVIVA verlost 3 DVDs



... ├╝berlebt. Ein schlechtes Omen? Oder das Zeichen einer neuen ├ära, in der auch Frauen zur F├╝hrung bestimmt sein k├Ânnen?


Niki Caros Verfilmung einer schwierigen Kindheit erz├Ąhlt in grandiosen Bildern von einem M├Ądchen, das nur schwer Anerkennung findet, obwohl es ├╝ber ganz besondere F├Ąhigkeiten verf├╝gt.

Eine Mythologie aus ferner Zeit, ein archaisches Wertesystem, mitten in die zeitgen├Âssische Welt versetzt mit Autos, Cocktailpartys am Strand und einer Gro├čmutter, die ├╝ber Scheidung nachdenkt: Auf diesen Strukturen basiert der Film "Whale Rider". Dabei bleibt er glaubw├╝rdig und ber├╝hrt durch die ruhige, eindringliche Erz├Ąhlweise, die ihn von Hollywood-Blockbustern unterscheidet.

Eine Legende und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart...

Vor vielen Jahren, so sind die Maori in einem entlegenen neuseel├Ąndischen K├╝stendorf ├╝berzeugt, kam ihr Urahne Paikea auf einem Wal ├╝ber den Ozean geritten, um genau an diesen Sandstr├Ąnden ihr Volk zu begr├╝nden. Seither wird ihm in jeder Generation ein w├╝rdiger Nachfolger geboren, der daf├╝r sorgt, dass die alten Traditionen aufrechterhalten bleiben und der Stamm entschlossener, zielsicherer F├╝hrung untersteht.

Der alternde Koro ist ├╝berzeugt, dass der ├Ąlteste m├Ąnnliche Nachkomme seines Sohnes Porourangi eben jene Bestimmung erf├╝llen wird. Doch das Kind stirbt bei der Geburt, ebenso die Mutter. Einzig die Zwillingsschwester ├╝berlebt und erh├Ąlt von ihrem Vater den Namen Paikea. Der Gro├čvater ist ├╝berzeugt, dass eine Frau niemals zum Stammesoberhaupt taugen k├Ânne.
Trotzdem kann er nicht anders, als der lebhaften Enkelin nach und nach sein Herz zu ├Âffnen. Als Porourangi nach Frankreich und Deutschland abgereist ist, um sein Ungl├╝ck zu vergessen, w├Ąchst das kleine M├Ądchen im Haus der Gro├čeltern auf, und kennt nur ein Vorbild: Koro. Sie tut alles, um dem meist k├╝hl und autorit├Ąr auftretenden Griesgram zu gefallen. Dieser jedoch hofft stur darauf, dass Porourangi ein zweites Mal heiraten und S├Âhne haben wird. Als sich herausstellt, dass Porourangi entschlossen ist, eine Deutsche zu heiraten und das ferne Land zu seiner Heimat zu machen, wird Koro schmerzlich bewusst, dass sich seine Hoffnung nicht erf├╝llen wird. So ruft er alle heranwachsenden Jungen des Stammes in seinem Anwesen zusammen, um im Verlauf eines mehrw├Âchigen Kurses den st├Ąrksten, mutigsten und kl├╝gsten unter ihnen herauszufinden: Er bildet sie in Stabkampf, in rituellem Gesang, in Volksgeschichte aus, schult ihre Ausdauer und ihre Geschicklichkeit.

Paikea, in der Familie liebevoll "Pai" genannt, ist bei diesem Unterricht unerw├╝nscht. Als M├Ądchen sieht sie sich zu den anderen Frauen der Familie in die K├╝che verwiesen. Auf ihre st├╝rmischen Bitten hin lehrt sie nun ihr Onkel Rawiri die Technik des Stabkampfes, und als wissbegierigste Sch├╝lerin ihrer Klasse wei├č sie l├Ąngst alles ├╝ber die Geschichte der Maori. Der Gro├čvater ├╝bersieht ihre M├╝hen, schilt sie gar, als er den heimlichen Kampfunterricht entdeckt: Eine Frau ├╝berschreite ihre Grenzen, indem sie zur geheiligten Waffe des Mannes greift, Pai bringe Schande, indem sie die Tradition missachtet. Eines Tages stimmt Pai einen Gebetsgesang an und alle Wale folgen ihrer Stimme zum Strand. Ist das nun das Zeichen, dass sie doch die Auserw├Ąhlte ist und den Maori das Heil bringt?

"Sie waren gekommen, weil ich sie gerufen hatte. Doch etwas stimmte nicht. Sie starben."

Die Landschaftsaufnahmen im Film, an den weiten Str├Ąnden Neuseeland entstanden, tragen ebenso zu seinem monumentalen Charakter bei wie die junge Heldin: Pai, das aufgeweckte zw├Âlfj├Ąhrige M├Ądchen mit dem Wuschelhaar, naturverbunden, verliebt in die gewaltige landschaftliche Sch├Ânheit ihrer Heimat und besonders in den Ozean. Erf├╝llt von dem brennenden Wunsch, eine Rolle in der Stammesgemeinschaft zu spielen und zum Erhalt der Riten und Traditionen der Maori beizutragen, wie es Koro tut. Vor allem sehnt sie sich aber nach der Anerkennung ihres Gro├čvaters, danach, dass er endlich N├Ąhe zul├Ąsst. Doch es muss erst etwas Tragisches geschehen, ehe dem verstockten Patriarchen die Augen ge├Âffnet werdenÔÇŽ

Das insgesamt 28fach ausgezeichnete Drama gewann unter anderem den Audience Award auf dem Maui International Film Festival, dem San Francisco Film Festival, dem Sundance Film Festival und dem Rotterdam Film Festival. Gekr├Ânt wurde der Erfolg durch den Internationalen Jurypreis auf dem S├úo Paulo International Film Festival (2003). Nun ist der Welterfolg neu gemastert und in verbesserter Bildqualit├Ąt erh├Ąltlich. Das Bonusmaterial umfasst einen Audiokommentar von Niki Caro, Proben mit Keisha Castle-Hughes, geschnittene Szenen, ein "Behind the Scenes" und eine Te-Waka-Featurette.

Die Regisseurin Niki Caro schaffte mit "Whale Rider" den Durchbruch. Geboren 1967 in der neuseel├Ąndischen Hauptstadt Wellington, absolviert sie zun├Ąchst die Elam School of Fine Arts in Auckland, dann die Swinburne School of Film and Television in Melbourne, Australien. 1994 gibt sie ihr Regiedeb├╝t mit dem Kurzfilm Sure to Rise, das ihr eine Nominierung auf den Filmfestspielen in Cannes einbringt. Mit dem Liebesdrama Memory & Desire folgt 1997 der erste Langfilm. 2005 wird Niki Caro von den Studios in Hollywood als Regisseurin f├╝r Kaltes Land mit Charlize Theron in der weiblichen Hauptrolle verpflichtet. Es folgen kleinere Produktionen f├╝r das australische Fernsehen. Niki Caro ist mit dem Architekten Andrew Lister verheiratet und zweifache Mutter.

Die Komponistin Lisa Gerrard, geboren 1961 in Melbourne/Australien, wurde durch die Band Dead Can Dance, ein Gemeinschaftsprojekt mit Brendan Perry, bekannt. Sie komponierte unter anderem die Soundtracks zu den Filmen Insider (1999), Black Hawk Down (2001), Whale Rider (2002) und Mann unter Feuer (2004), anteilig zu Gladiator (2000). F├╝r diese Mitarbeit erhielt sie als bisher einzige Frau den Golden Globe in der Kategorie Beste Filmmusik. Die Dokumentation "Sanctuary" (2006) von Clive Collier dokumentiert ihre Karriere und die damit einhergehende musikalische Entwicklung. Ihr bis dato letztes Album "Farscape", eine Koproduktion mit dem Elektronik-Musiker Klaus Schulze, erschien 2007. Mehr Infos unter: www.lisagerrard.com

AVIVA-Tipp: Vicky Haughton, die in "Whale Rider" Pais Gro├čmutter Flowers spielt, beschreibt den Film als "von internationaler G├╝ltigkeit". Dem ist nichts hinzuzuf├╝gen: Die Geschichte hinterfragt, warum Frauen nicht in allen Bereichen gleiche Rechte haben sollten, auch im Kontext uralter ├ťberlieferung. Er verlangt nach Toleranz und Gleichberechtigung, vermeidet jedoch rei├čerische Pl├Ądoyers und explizite Forderungen. Der Film zeigt, dass es immer m├Âglich ist, umzudenken. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen und liebenswerte, von den Darsteller_innen brillant mit Leben gef├╝llte Charaktere machen diesen Film so zeitlos.

Whale Rider
Regie: Niki Caro
Darsteller_innen: Keisha Castle Hughes, Rawiri Paratene, Vicky Haughton, Cliff Curtis
Bildformat: 2,35:1
Sprachen: Deutsch, Englisch, Untertitel: Deutsch
Anzahl Disks: 1
V├ľ: 30. Januar 2015
FSK: ab 6 Jahren
Gesamtspieldauer: 97 Min. Hauptfilm + 53 Min. Bonusmaterial + 20 Min. Trailershow
9,99 Euro
Verleih: Pandorafilm
www.whalerider.pandorafilm.de


AVIVA-Berlin verlost 3 DVDs. Bitte senden Sie uns den AVIVA-Tipp aus unserer Rezension zu The Sapphires - Ein Film mit Deborah Mailman und Jessica Mauboy mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 10.05.2015 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


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"Whale Rider" in der H├Ârspielfassung

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Gewinnspiele Beitrag vom 26.02.2015 Teresa Lunz 

   




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