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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.08.2016

Christiane Grefe - Global Gardening. Bioökonomie - neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft? Verlosung
Helga Egetenmeier

Glyphosat und Palmöl, TTIP und gentechnisch veränderte Lebensmittel, diese Begriffe wirken polarisierend, doch kaum jemand weiß, was genau dahinter steckt. Die Autorin füllt diese Begriffe... AVIVA verlost 2 Bücher



...auf verständliche Weise und untersucht dabei mit detailgenauen Recherchen, wer durch die Entwicklungen in der Bioökonomie zu den Gewinnern und Verlierern gehört.

In der vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem weiten Feld der Bioökonomie zeigt sich die langjährige Beschäftigung der ZEIT-Redakteurin und Autorin Christiane Grefe mit ökologischen und sozialen Themen. Sie diskutiert nicht nur die Ängste und Hoffnungen, die in die Bioökonomie projiziert werden, sondern erklärt anschaulich die interessengeleiteten Hintergründe von der Vergabe von Forschungsgeldern bis zu der gewinnorientierten Sicherung von Ressourcen durch global agierende Konzerne in Entwicklungsländern.

Bei ihren Recherchen stellte sie fest, dass sich die Definition von Bioökonomie in den letzten dreißig Jahren stark gewandelt hat. Stand sie ursprünglich für die Suche nach sozial verträglicher Selbstbegrenzung zwischen Naturgesetzen und ökonomischen Entscheidungen, geht es heute um die "wirtschaftliche Nutzung biologischer Erkenntnisse mit dem Ziel, fossile Ressourcen zu ersetzen."

Fortschrittsgläubigkeit versus Rückständigkeit sind zwei Begriffe, die in der Bioökonomie-Debatte oft unsachlich genutzt werden, um den schwierigen inhaltlichen Auseinandersetzungen zu entgehen. Hervorzuheben für dieses Buch sind deshalb die vier Streitgespräche von ExpertInnen, die die Autorin nach einer Einführung in deren Themenbereich eingefügt hat. Die dabei diskutierten gegensätzlichen Positionen zeigen jedoch auch, wie groß die Differenzen um die Vorstellung "Wie wollen wir leben?" sind.

Ins ökonomische Detail geht Grefe bei den Genveränderungen an Pflanzensamen, die dadurch patentierbar und als Ware handelbar werden. Die Saatgutkonzerne begründen dies durch zunehmenden Nahrungsmangel aufgrund der fortschreitenden Überbevölkerung und dem Klimawandel. Hier stellt die Autorin dar, wie aggressive Akteure kapitalorientierter Firmen sich in sozialpolitische Themen einmischen und durch massive Lobbyarbeit Gesetze beeinflussen. Deshalb setzt Grefe ihr Vertrauen in die ExpertInnen, die in den ärmsten Regionen der Welt arbeiten und der Bioökonomie mit großer Skepsis begegnen.

AVIVA-Tipp: Einen gut lesbaren Einblick in ein komplexes Thema liefert dieses Buch, das zudem dazu animiert, einen relevanten Teile des menschlichen Lebens, die Nahrung, nicht den Verflechtungen zwischen Wirtschaftsbossen und PolitikerInnen zu überlassen. Für die Autorin sind die Würfel noch nicht zu Ungunsten der kommenden Generationen gefallen und sie zeigt durch die gut eingeleiteten und detailreichen Streitgespräche einen wichtigen Weg in die Auseinandersetzung und die Bioökonomie.

Zur Autorin: Christiane Grefe, geboren 1957 in Lüdenscheid, studierte an der Deutschen Journalistenschule Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Amerikanistik in München. Sie war freie Journalistin bei Natur, Geo Wissen und beim Magazin der Süddeutschen Zeitung und arbeitet seit 1999 als Reporterin für die ZEIT. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden ökologische und soziale Themen. Zuletzt erschien ihr gemeinsam mit Harald Schumann verfasstes Buch "Der globale Countdown", für das sie 2009 den Preis "Das politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung erhielten.
(Quelle: Verlagsinfo)

Christiane Grefe
Global Gardening
Bioökonomie - neuer Raubbau oder Wirtschaftsform der Zukunft?

Verlag Antje Kunstmann, erschienen Februar 2016
Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag, 320 Seiten
ISBN-13:978-3956140600
22,95 Euro
www.kunstmann.de


AVIVA-Berlin verlost 2 Bücher. Bitte senden Sie uns dazu den AVIVA-Tipp aus unserer Rezension zu Elisabeth Meyer-Renschhausen - Urban Gardening in Berlin mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 10.10.2016 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de



Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Elisabeth Meyer-Renschhausen - Urban Gardening in Berlin.
Touren zu den neuen Gärten der Stadt. Die Gründerin und Mitinitiatorin zahlreicher Gemeinschaftsgarten-Projekte arbeitet seit Jahrzehnten intensiv mit den Themen Ernährung, Urban- und Guerilla Gardening und Interkulturelles Gärtnern von Berlin bis New York. In ihrer Publikation "Urban Gardening in Berlin" stellt Elisabeth Meyer-Renschhausen, PD Dr. für Geschlechtersoziologie und Kultursoziologie an der FU Berlin, Grüne Oasen und deren soziokulturelle und historische Entwicklung in der (Haupt-)Stadt vor. (2016)

Naomi Klein - Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima. Die kanadische globalisierungskritische Aktivistin, Schriftstellerin und Journalistin fordert eine Entscheidung: ein konsumorientierter Lebensstil, der das Leben auf der Welt in naher Zukunft unmöglich machen wird, oder ein Kurswechsel, der eine emanzipierte, klimafreundliche Gesellschaft etablieren kann. (2015)

Generation Laminat. Mit uns beginnt der Abstieg…und was wir dagegen tun müssen, von Kathrin Fischer. Wir müssen leider draußen bleiben. Die neue Armut in der Konsumgesellschaft, von Kathrin Hartmann
Deutschland scheint es gut zu gehen: die Arbeitslosenquote sinkt, die Wirtschaft wächst – aber auch die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert sich, während die Mittelschicht schrumpft und immer weniger Menschen von ihrer Arbeit leben können. In genauen Analysen beschreiben die zwei Autorinnen, wie hierzulande und weltweit nach dem neoliberalen Motto "Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied" die soziale Verantwortung der Armutsbekämpfung auf den Einzelnen abgegeben wird und wie einige wenige davon profitieren. (2012)

Good Food. Bad Food. Anleitung für eine bessere Landwirtschaft. Coline Serreau zeigt in ihrer visionären Dokumentation Menschen, die Antworten auf die drängendsten Probleme unserer Zeit gefunden haben: Sie leben vor, wie unsere Ressourcen effektiv genutzt werden können, ohne dabei die Natur zu zerstören und Menschen in bitterste Armut zu treiben. (2011)

Taste the Waste. Eine Dokumentation von Valentin Thurn. In unserer Wohlstandsgesellschaft werden über die Hälfte der Lebensmittel weggeworfen. Aber wer macht aus all den Waren Müll und welche Konsequenzen hat diese Form der Wirtschaft für die Ernährung von sieben Milliarden Menschen und für das Klima auf der Erde? Valentin Thurn findet vielfältige Antworten bei den unterschiedlichsten Menschen und zeigt Alternativen auf, die diese Verschwendung zumindest eindämmen können. (2011)

Weitere Infos unter:

Die LandarbeiterInnenbewegung für Nahrungssouveränität und Sozialen Wandel in Bangladesch ist ein Zusammenschluss der Bangladesh Krishok Federation und der Frauenorganisation Bangladesh Kishani Sabha mit rund zwei Millionen Mitgliedern, die sich auch für Geschlechtergerechtigkeit einsetzt.

Webseite des Bioökonomierats, der als unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung über seine Arbeit informiert.

Gewinnspiele Beitrag vom 04.08.2016 Helga Egetenmeier 

   




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