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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 02.07.2003

Chihiros Reise - Aufbruch eines Mädchens in eine andere Welt
Gerlinde Behrendt

Japanische Animes sind in der Zuschauergunst ganz oben - Miyazakis preisgekrönter Film ist endlich in den Kinos angekommen. AVIVA-Berlin verlost 5 TShirts



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Einsendeschluss ist der 15.07.2003

In dem Film gerät die widerborstige junge Heldin Chihiro mit ihrer Familie bei einem Umzug von Tokio ins Umland auf einen verlassenen Rummelplatz. Chihiro bemerkt als Erste, dass hier etwas nicht stimmt: Nachdem sie das Wärterhaus zu dem verfallenden Park passiert haben, scheint das Haus zu weinen. Die Eltern tun ihr Benehmen als kindisches Gezicke ab, sie sind hungrig und es riecht nach Essen. So suchen sie in irgendeiner der pittoresken, verfallenden Festbuden nach einem Restaurant. Sie werden fündig und machen sich sofort über das reichlich aufgetragene Menue her. Verkaufspersonal ist nicht in Sicht, aber Vater hat ja eine Kreditkarte. Chihiro ist voller Widerwillen: Sie will nicht umziehen, keine neuen Freunde finden, die ganze Reise dauert ihr zu lange, sie wollte gar nicht erst in den Park eintreten und jetzt will sie auch nichts essen. Missmutig macht sie sich daran, die seltsame Vergnügungsmeile weiter zu entdecken, als ihr plötzlich der Junge Haku begegnet, der sie anfleht, sofort umzukehren. Doch es ist zu spät: Schlagartig wird es dunkel und Chihiro ist mitten in einer Welt der Geister, in der sie gar nicht sein will und in der sie auch nicht willkommen ist.....

Hayao Miyazaki und sein Studio Ghibli haben den Zeichentrickfilm revolutioniert: Seine Geschichten sind frei von albernem Kinderkitsch und ärgerlichen Gut-Böse-Klischees. Mit meisterhaft gezeichneten und für japanische Verhältnisse flüssig animierten Figuren und Szenen hat Miyazaki das Genre für seine künstlerisch-magischen Filmvisionen neu geprägt. Dabei spielt er die Möglichkeiten des zeichnerischen Gestaltens voll aus: phantastische Gestalten bevölkern sein Filmuniversum, mit Bildern und Szenerien, Special Effects, die man so in einem "normalen" Film nicht zu sehen bekommt. Der Weg des Animationsfilms als "ernsthaftes" eigenständiges künstlerisches Filmgenre ist geöffnet worden.

In Miyazakis Filmen sind die Protagonistinnen fast immer Mädchen: Er startete seine Karriere als Mitarbeiter der TV-Trickserie "Heidi", eine andere berühmte Mädchenfigur ist Prinzessin Mononoke. Seine Heldinnen sind kämpferische Persönlichkeiten, die bei allen Schwierigkeiten am Ende ihren Platz im Leben finden werden. Die Botschaften sind dabei eher konservativ: Die Menschen sollen bescheiden bleiben, die Natur bewahren und bei aller großstädtischen Modernität die Traditionen achten. Das wird von Menschen aller Altersgruppen weltweit sehr gut verstanden, auch wenn sich die Figuren häufig auf japanische Kulte und Traditionen beziehen.

Obwohl Miyazaki ein klassisches Exposé des europäischen Aufklärungsmärchen nutzt - die Heldin steht unter einem unerträglichen Bannfluch, von dem sie sich und ihre Familie befreien muss - passen seine Figuren keineswegs in ein märchenübliches schwarz-weiss Schema. Die Heldin ist ein verzogenes quengeliges Gör, das notgedrungen über sich selbst hinauswachsen muss. Andere bekannte Figuren, wie die alte Hexe, bekommen eine japanische "Runderneuerung" verpasst: Hexe Yubaba ist zwar eine geizige Zicke, aber sie ist sentimental, wenn es um ihr Baby geht. Und sie betreibt ein Badehaus für alte japanische Geister, so gesehen eine positive Einrichtung. Sie hat zwar hammerharte drakonische Regeln für ihr Badehaus aufgestellt, und achtet penetrant darauf, dass sie eingehalten werden. Andererseits ist sie selbst auch zuverlässig und berechenbar.
Ebenso sind andere Phantome in dem Film mehrdeutig: so sind zum Beispiel die Susuwataris, die niedlichen Helfergeisterlein im Hochofentrakt, gleichzeitig auch ein wenig bedrohlich: sie geben deutlich zu verstehen, dass sie in der Lage sind, einem Feind das Leben gewaltig zur Hölle zu machen.

Chihiros Reise wurde 2001 als bester asiatischer Film des Jahres ausgezeichnet, 2002 bekam er den goldenen Bären der Berlinale, 2003 erhielt er den Oscar als bester Animationsfilm

Ab dem 19. Juni in Deutschland in den Kinos

Gewinnspiele Beitrag vom 02.07.2003 Gerlinde Behrendt 

   




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