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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.12.2004

Lo mir singen - Jiddische Liebeslieder
Julia Richter

Das im Melzer Verlag erschienene Buch "Di faierdike Libe" regt zum Nachsingen bekannter und unbekannter jiddischer Liebeslieder an. AVIVA-Berlin verlost 3 Exemplare.



Dr. Peter Gradenwitz hat aus der F├╝lle ├╝berlieferter Texte und Melodien von jiddischen Liebesliedern eine Sammlung zusammengetragen, die in die unwiederbringlich verlorene Shtetl-Welt des jiddisch sprechenden osteurop├Ąischen Judentums f├╝hrt.

Die Lieder erz├Ąhlen von erf├╝llter Liebe, von gebrochenen Herzen, heimlicher Sehnsucht. Traurige, romantische und humorvolle Lieder legen Zeugnis ab von den Schicksalen der Verliebten und den Konventionen, die j├╝dische Gesellschaften ausmachten.

Die Melodien und Texte entstammen Sammlungen, die zum Teil vor hundert Jahren in der europ├Ąischen Diaspora, aber auch in den USA und in Israel erschienen sind. Das Buch erhebt nicht den Anspruch, eine wissenschaftlich fundierte historische Rekonstruktion der Lieder vorzulegen. Die Intention von Peter Gradenwitz war hingegen, die Noten vor der Vergessenheit zu bewahren.

Unter den ├╝ber 100 St├╝cken finden sich auch die Lieder "R├Âsele", "Berele" und "Der Ziegenhirt" des Polen Mordechai Gebirtig, der im Krakauer Ghetto umkam. Seine Lieder erfreuten sich vor allem in seiner Heimat, aber auch in den USA gro├čer Beliebtheit und bereits zu seinen Lebzeiten erschienen zahlreiche B├╝cher ├╝ber Gebirtigs Musik. Peter Gradenwitz hat aber auch noch andere bekannte Lieder wie "Die Mutter ging nach Kohlen / Di Mame is gegangen in Mark arain" oder "Die Liebe - eine Krankheit / A Liebe is a krenk" zusammengetragen:

Man sagt, dass verliebt sein hei├čt krank sein
Liebe sei ein Ungl├╝ck auch f├╝r den, dem sie gef├Ąllt
Sie macht krank jedes Herz und jede Lunge
Und sie setzt nur viele Kinder in die Welt.
Me sogt, as a libe is a krenk, wie is mir
A libe is an umglik oif der welt,
Von a libe krigt men a lungen-feler
Durch der Liebe geien kinder fun der welt.

Zum Autor:
Der mit 91 Jahren in Tel Aviv verstorbene Musikwissenschaftler Peter Gradenwitzist bereits 1936 nach Israel emigriert. Die Auseinandersetzung mit der Musik des 20. Jahrhunderts, vorzugsweise mit den Kompositionen Arnold Sch├Ânbergs, bildete einen Schwerpunkt seines Schaffens. Unter den vielen Publikationen des angesehenen Musikologen erregten besonders die Monografie ├╝ber Leonard Bernstein Aufsehen sowie der Band "Musik zwischen Orient und Okzident" (1977).

Mehr ├╝ber die jiddische Sprache k├Ânnen Sie in dem Buch "Jiddisch. Eine kleine Enzyklop├Ądie von Leo Roosten" erfahren.


AVIVA-Berlin verlost 3x dieses wunderbare Buch aus dem Melzer Verlag. Bitte nennen Sie uns den Titel zweier ber├╝hmter K├╝nstler-Biographien, die Peter Gradenwitz verfasst hat. Senden Sie bis zum 20.01.05 eine eMail an folgende Adresse: gewinnspiel@aviva-berlin.de





Di faierdike Liebe -Jiddische Liebeslieder - Texte und Noten
Von Peter Gradenwitz. Mit Illustrationen von E. M. Lilien.

Erschienen im Melzer Verlag, 2004
ISBN: 3-937389-40-7
19.95 EUR
Format 15,5 x 23,5cm
Broschur, 240 Seiten200675250075"

Gewinnspiele Beitrag vom 30.12.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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