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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 24.08.2005

Napola - Die Elite für den Führer
Brigita Bosotin

Regisseur Gansel offenbart anschaulich wie die Ideologie der Nazis an junge Zöglinge weitergegeben wurde. AVIVA-Berlin verlost 3 DVDs



Napola handelt vom Arbeitsohn Friedrich Weimer. Er ist gerade 17 und weiß, dass er Boxer werden will. Durch einen Zufall erhält er die Möglichkeit sein Talent an einer Eliteschule auszubauen. Ihm ist bewusst, dass aufgrund seiner sozialen Herkunft, seine Aufstiegsmöglichkeiten gering sind. Deshalb nimmt er am Aufnahmetest für die Napola in Allenstein teil und besteht. Die Eliteanstalt bietet ihm die Möglichkeit Profiboxer zu werden und aus dem Mief des Arbeiterbezirks Wedding zu entfliehen.
Voller Vorfreude erzählt er seinen Eltern von seiner Leistung, doch sein Vater will von alledem nichts wissen. Er ist strikt dagegen, dass Friedrich diese Schule besucht und verbietet es ihm. Er hat ganz andere Pläne für ihn. Doch Friedrich, der seine Chance nutzen will und seine Zukunft im Boxen sieht, büxt aus der elterlichen Wohnung aus und macht sich auf den Weg in die Erziehungsanstalt.

Das Regime ist 1942 auf seinem Höhepunkt. In den Erziehungsanstalten des Deutschen Reiches soll die Elite für den Führer herangezüchtet werden.
Sie dienten dem Regime als Kaderschmiede und Indoktrinationsstätte für Jugendliche. Das wichtigste Kriterium für die Aufnahme in einer nationalsozialistische Eliteschule war die "rassische Eignung". Diese erfüllten die Schüler, wenn sie "arische Abstammung, einwandfreie Charaktereigenschaften, volle körperliche Leistungsfähigkeit (keine Brillenträger), mindestens durchschnittliche geistige Begabung" nachweisbar war. (Quelle: http://www.geschichte.schleswig-holstein.de/vonabisz/napola.htm)

Regisseur Dennis Gansel beschreibt das Leben auf einer solchen Eliteschmiede und zeigt auf, welche Werte an die Jünglinge vermittelt wurden. Friedrich sieht in seiner jugendlichen Naivität nicht die Skrupellosigkeit hinter der Ideologie. Er will nur die Gelegenheit nutzen, aus dem sozialen Hintertreffen zu kommen. Er begreift erst im Laufe der Zeit, in was er sich da hinein begeben hat. Die jungen Menschen werden nach einem bestimmten Ideal geformt und gedrillt. Die Erziehung folgt dem sozialdarwinistischen Vorbild, in der Schwäche keine Chance hat. Das Individuum an sich hat keinerlei Bedeutung, was zählt ist die Gruppe und die Opferbereitschaft für die Gruppe. Friedrich macht anfangs das Spiel mit und erkennt nicht die Gewalttätigkeit dahinter. Erst als er durchschaut, welche Macht diese Erziehung auf die Jugendlichen ausübt, beginnt er sich Gedanken zu machen. Eines Abends werden die Zöglinge aus dem Bett gepfiffen und sollen der SS helfen Gefangene einzufangen und zu töten. Friedrich und sein Freund Albrecht fangen an zu zweifeln, inwieweit ein solches Handeln richtig ist.

Gansel gelingt es in schönen Kamerafahrten und gut eingefangenen Bildern das Szenario einer solchen Schule darzustellen. Er debütierte mit dem Kinohit "Mädchen, Mädchen" und sich mit seinem zweiten Werk gleich an einen schweren Stoff gewagt.

AVIVA-Tipp: Napola ist ohne weiteres zu empfehlen. Der Film zeigt die menschenverachtende Haltung, die hinter solchen Erziehungsanstalten stand.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter: www.napola.film.de


AVIVA-Berlin verlost 3x "Napola - Die Elite für den Führer". Bitte nennen Sie uns einen weiteren Filmtitel des Regisseurs Dennis Gansel und senden Sie bis zum 20.09.05 eine eMail folgende Adresse: gewinnspiel@aviva-berlin.de


Napola - Elite für den Führer
Drama
Deutschland 2004
Regie: Dennis Gansel
FSK ab 12 Jahren
110 Min
Verleih: Constantin Film
DVD VÖ: 25.08.2005

ISBN/EAN-4011976827986
DVD-Infos: Bildformat: 2,35:1 in 16:9, Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Persönliche Begrüßung von Dennis Gansel, FSK: ab 12 Jahren, Länge: ca. 110 Min., voraussichtlicher EVP: DVD 19,99 Euro.
DVD-Extras: Videotagebuch von Regisseur Dennis Gansel (ca. 39 Min.), Deleted Scenes (ca. 17 Min.), Interviews (ca. 10 Min.) mit Max Riemelt (Friedrich Weimer), Tom Schilling (Albrecht Stein), Devid Striesow (Heinrich Vogler), Dennis Gansel (Regie), Viola Jäger (Produzentin), Storyboard Vergleich (ca. 2 Min.), Darsteller-Infos (Textseiten).100014504827"

Gewinnspiele Beitrag vom 24.08.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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