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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 30.09.2008

Interview mit Olympiasiegerin Elena Dementieva
Sylvia Rochow

Mit dem Goldmedaillengewinn in Peking erfüllte sich die 26-jährige Russin im Sommer 2008 ihren größten Traum. Bevor sie in den Porsche Tennis Grand Prix eingriff, sprach AVIVA-Berlin mit ihr.



Elena Dementieva ist zur Zeit die Nummer Vier der WTA-Weltrangliste, dies ist gleichzeitig ihre beste Platzierung überhaupt. Sie wurde am 15. Oktober 1981 in Moskau geboren, wo sie auch heute noch lebt. Dementieva begann im Alter von sieben Jahren mit dem Tennisspielen. 1998 wurde sie Profi und stand bereits ein Jahr später unter den Top 100 der Welt.
Trainiert wird die 26-Jährige von ihrer Mutter Vera, die sie auch zu allen Turnieren begleitet.
Neben Russisch und Englisch spricht Elena Dementieva auch fließend Französisch, bereits mit 17 Jahren schloss sie eine Sprachenschule ab.

AVIVA-Berlin: Wie würden Sie Ihre Saison bis zum jetzigen Zeitpunkt beschreiben? Sie hatten immer wieder mit Verletzungen zutun, auf der anderen Seite sind Sie in Peking Olympiasiegerin geworden!
Elena Dementieva: Das ist richtig, aber die Verletzungen haben mich vor allem bei den Grand Slam-Turnieren gehandicapt. Für mich steht in diesem Jahr im Vordergrund, dass ich bei Olympia gewonnen habe.

AVIVA-Berlin: Aber man hört von den meisten Spielerinnen immer, dass es ihr größter Traum ist, einmal ein Grand Slam-Turnier zu gewinnen.
Elena Dementieva: Nein, das war bei mir wirklich anders. Ich habe immer davon geträumt, bei den Olympischen Spielen eine Goldmedaille zu gewinnen. Vielleicht hängt das auch mit meiner Herkunft zusammen. In Russland sind wir quasi damit aufgewachsen, Olympia zu gucken. Olympische Spiele sind durch nichts zu toppen, ein sehr emotionales Erlebnis. Es ist einfach großartig, sein Land dort repräsentieren zu können. Als ich dann die Goldmedaille gewonnen hatte, war ich überwältigt.

AVIVA-Berlin: Welche Erfahrungen haben Sie neben dem Tennis in Peking gemacht? Konnten Sie andere Sportarten verfolgen?
Elena Dementieva: Nein, leider überhaupt nicht. Wir hatten ja beim Olympischen Tennisturnier durch die widrigen Witterungsbedingungen solch einen verrückten Spielplan, dass wir uns immer den kompletten Tag bereithalten mussten. Das einzige, das ich auf meinem Zimmer im Fernsehen gucken konnte, waren Tischtennis und Badminton – und ständig haben die Chinesen Goldmedaillen gewonnen (lacht).

AVIVA-Berlin: Waren Sie enttäuscht, dass Sie nicht mehr sehen konnten?
Elena Dementieva: Nein, nein, ganz und gar nicht. Ich konnte doch nicht enttäuscht sein. Ich war sehr froh, dass ich so gut gespielt habe.
© Fotos: Sylvia Rochow


AVIVA-Berlin: Haben Sie im Olympischen Dorf gewohnt?
Elena Dementieva: Nein, ich war wegen des Wetters auch nicht bei der Eröffnungsfeier. Aber ich habe versucht, trotzdem so viel wie möglich von der besonderen Atmosphäre mitzubekommen. Die Eröffnungsfeier habe ich mir zum Beispiel im Fernsehen angeguckt, und allein das war schon sehr beeindruckend. Es war eine tolle Feier. Ich bin auch öfter im Olympischen Dorf gewesen und habe mich dort mit anderen russischen Sportlerinnen und Sportlern getroffen.

AVIVA-Berlin: Seit der ersten Qualifikation im Jahr 2000 waren Sie bereits siebenmal beim Saisonabschluss, den Year End Championships (YEC), dabei. Auch diesmal haben Sie sich Ihren Startplatz schon frühzeitig gesichert. Diese Konstanz haben nur wenige gezeigt.
Elena Dementieva: Dass ich wieder bei den Championships dabei bin, ist großartig und eine tolle Bestätigung meiner Leistung 2008. Natürlich ist es in jeder Saison mein klares Ziel, bei den YEC zu spielen. Im vergangenen Jahr hat es leider nicht geklappt, sodass ich mich umso mehr freue, Anfang November in Doha aufschlagen zu dürfen.

AVIVA-Berlin: Welche Ziele wollen Sie nun als nächstes angehen?
Elena Dementieva: Den Olympiasieg habe ich jetzt. Der nächste Punkt auf meiner Liste ist, die Nummer 1 der Welt zu werden.

AVIVA-Berlin: Wie verbringen Sie bei den Turnieren die Zeit, wenn Sie mal nicht auf dem Platz stehen?
Elena Dementieva: Ich versuche immer, so viel wie möglich von der Stadt zu sehen, in der ich gerade bin. Ich empfinde es als großes Privileg, dass wir durch die Tour die Gelegenheit haben, viel von der Welt zu sehen. Ich finde, man muss diese Möglichkeit nutzen, wenn man sie hat, und schließlich gibt es überall Neues zu entdecken. Das ist doch toll. Heute werde ich mich hier auf jeden Fall auch noch ein bisschen umgucken.

AVIVA-Berlin: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!

Weitere Infos unter: www.porsche-tennis.de

Interviews Beitrag vom 30.09.2008 Sylvia Rochow 

   




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