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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 15.09.2011

Plattform für Berliner Kunstschaffende - berlinprojekt ist online
AVIVA-Redaktion

Das Netzwerk auf Initiative der Berliner Schauspielerin Malah Helman will Freischaffende aller Kunstsparten unter- und miteinander verbinden. "berlinprojekt", wie sie die Plattform nennt, ...



... ist eine Termin-, Informations- und Vernetzungsdatenbank für alle KünstlerInnen, die in Berlin frei arbeiten.

Das Projekt ist kostenlos und funktioniert per Selbsteintrag, das heißt, Profile können eigenständig angelegt und Termine gepostet werden. Ein Blog, der abonniert werden kann, informiert dabei über die freie Szene mit Kritiken und Infos zu Arbeitsbedingungen. Das Publikum kann detailliert nach Sparten, Veranstaltungsorten und Arten, wie Vernissagen, Ausstellungen, Filmvorführungen und Workshops suchen.

AVIVA-Berlin: Wie kamst Du auf die Idee?
Malah Helman: Ich habe seit 2006 an der Idee gearbeitet. Das Projekt hat eine lange Entwicklungsphase gehabt. Zunächst ist es für freie KünstlerInnen und Projekte in Berlin sehr schwer, ihre Arbeit in der Öffentlichkeit darzustellen. Ein anderes Thema, das mich beschäftigt, ist die prekäre Situation, in der wir arbeiten. Herausgekommen ist, nach einem zunächst einfachen Blog unter dem Namen berlin-off.de, 2011 das berlinprojekt, eine website, die eine Terminübersicht über die vielen Veranstaltungen im freien Bereich bietet und mit einem Blog nicht über die freie Szene informiert, sondern diese auch vernetzt. Das berlinprojekt ist also ein Selbsthilfe-Tool. JedeR kann ihre/seine Daten jederzeit überarbeiten oder löschen.

AVIVA-Berlin: Wie finanziert Ihr Euch?
Malah Helman: berlinprojekt wird von mir finanziert. Sehr dankbar bin ich Hannes Diedrich von Intrasocial. Ohne ihn hätte ich das Projekt nicht realisieren können. Er hat die Webseiten programmiert und mein Anliegen kompetent umgesetzt. Er spielt als Jazzmusiker in verschiedenen Berliner Formationen und hat daher ein Feeling für die Belange der Kunstschaffenden. Er hat sich weit über der Norm für das Projekt engagiert.

AVIVA-Berlin: berlinprojekt ist also, wie vieles in der Kultur, dem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken?
Malah Helman: Ja, es war mir sehr wichtig, erst einmal jenseits aller finanziellen Aspekte zu sehen, wie ich das Projekt gestalten möchte. Im Prinzip gilt hier dasselbe wie in meiner eigenen künstlerischen Arbeit: ich brauche Zeit und Freiheit, um Inhalte zu entwickeln. Ich möchte mich auch nicht dem Vermarktungsstress aussetzen, zumal es ja gerade darum geht, anders als üblich zu arbeiten. Das ist ein ziemlicher Luxus im Zeitalter der Rendite. Ich denke, in Zukunft wird es sowieso um ungewöhnliche Ideen gehen. Aber zurück zur Ausgangsfrage, ich arbeite an einer Finanzierungsidee, spannend ist hier für mich, ein Finanzierungsmodell zu entwickeln, das die Seite kostenlos und werbefrei hält, die Bedürfnisse der Kunstschaffenden berücksichtigt und sie mit dem Publikum zusammenbringt. Ich möchte trotzdem an dieser Stelle erwähnen, dass ich grundsätzlich - und das betrifft zum Beispiel meine Arbeit in der Kulturellen Bildung - den Trend, künstlerische Arbeit wie ein Ehrenamt zu vergüten, problematisch finde. Der gesellschaftliche Mehrwert von Kultur muss endlich gewürdigt werden und zwar auch finanziell. Die Forderung des Landesverbands der freien Theaterschaffenden und des TanzRaumBerlin nach einer Honoraruntergrenze im öffentlichen Fördersystem und des Berufsverbands Bildender Künstler Berlin nach Ausstellungshonoraren ist absolut zu unterstützen. Solche Infos finden sich selbstverständlich auch in dem Blog. Angemessene Arbeitsbedingungen sind gerade für freie Kunstschaffende ein wichtiges Thema.

AVIVA-Berlin: Was findet mensch alles auf berlinprojekt?
Malah Helman: berlinprojekt bildet alle in Berlin frei arbeitenden KünstlerInnen und Projekte mit einem Profil ab. Diese und auch die Termineinträge sind nach Kunstsparten und Veranstaltungsart sortierbar. Es kann auch nach Stichwörtern, wie z.B. Berufen, die im Profil erwähnt sind gesucht werden, da es ja auch darum geht, sich untereinander zu vernetzen. Electronic Arts ist genauso vertreten wie Weltmusik. Kunst und künstlerische Prozesse sind vielfältig. Die Galerie "Savvy Contemporary" in Neukölln widmet sich zum Beispiel dem Diskurs zwischen westlicher und nicht-westlicher Kunst, ein in der Gesellschaft der Multitude wichtiger Ansatz. Die Initiative "tanzfähig" arbeitet ebenfalls an einer gesellschaftlichen Schnittstelle. Sie bietet Workshops im zeitgenössischen Tanz an, die sich gleichermaßen an Menschen mit und ohne Behinderungen richten. Ich bin fasziniert von den Ideen der KünstlerInnen und freue mich, dass ich sie und ihre Projekte hosten kann. Das Publikum möchte ich auffordern, Berlin abseits des Mainstream zu entdecken. Ich hoffe, mit diesem Projekt die Kunst in die Mitte der Gesellschaft holen. Sinnliche Wahrnehmung und kreative Prozesse entwickeln das erweiterte Bewusstsein: eine Qualität, die in der gesellschaftlichen Zukunft eine wichtige Rolle spielt. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie direkt auf der Plattform, unter:

www.berlin-projekt.org

Weitere Links:

Malah Helman
www.malah-helman.de

Landesverband freier Theaterschaffender
www.laft-berlin.de

TanzRaumBerlin
www.tanzraumberlin.de

Berufsverband Bildender Künstler
www.bbk-berlin.de

Savvy Contemporary
www.berlin-projekt.org

tanzfähig
www.berlin-projekt.org

Copyright Foto von Malah Helman: Sharon Adler

Interviews Beitrag vom 15.09.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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