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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 04.07.2012

Interview mit Ulrike Anna Bleier, Stipendiatin der Autorinnenvereinigung 2012
Dana Strohscheer

Anlässlich der Internationalen Gespräche im Literarischen Colloquium Berlin verlieh die Jury das Projektstipendium 2012. Unter mehr als einhundert Einsendungen wurde die Kölnerin für ihr Werk mit...



... dem aktuellen Arbeitstitel "Schwarze Wasser" ausgezeichnet. Der Preis soll zugleich Ansporn und Bestätigung für die Autorin sein, um ihr Buchprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

AVIVA-Berlin traf Ulrike Anna Bleier anlässlich der feierlichen Preisverleihung am 30. Juni 2012 in Berlin zum Interview:

AVIVA-Berlin: Guten Tag Frau Bleier, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Projektstipendium der Autorinnenvereinigung 2012! Was haben Sie gerade gemacht, als Sie von der Entscheidung der Jury erfahren haben? Was war Ihr erster Gedanke?
Ulrike Anna Bleier: Vielen Dank. Meine Reaktion: ein kurzes kräftig ausgestoßenes "Ja!". Wie wenn beim Fußball die richtige Mannschaft ein Tor schießt. Es war um 23.10 Uhr und ich befand mich vor einem großen Gebäude aus Glas, das ich soeben verlassen hatte.

AVIVA-Berlin: Zuerst wurden Sie ja für die Shortlist der Autorinnenvereinigung nominiert. Hatten Sie da schon eine leise Ahnung, dass es mit dem Gewinn etwas werden könnte?
Ulrike Anna Bleier: Nein. Ich hatte mich schon so über die Nominierung gefreut, über mehr habe ich gar nicht nachgedacht.

AVIVA-Berlin: Sie veröffentlichen ja bereits seit über zehn Jahren Beiträge in verschiedenen Literaturmagazinen, beispielsweise in der Zeitschrift "erostepost" oder vor einiger Zeit im LIMA Literaturmagazin. Unter Anderem waren sie 2010 für den Nettetaler Literaturpreis nominiert. Werden Sie mit der Zeit souveräner im Umgang mit dem Prozedere des Einreichens von Beiträgen an eine Jury? Schließlich ist es ja auch immer eine sehr persönliche Angelegenheit, Manuskripte wildfremden Menschen zukommen zu lassen. Können Sie da bei sich eine Entwicklung feststellen und wenn ja, welche?
Ulrike Anna Bleier: Nein. Ich betrachte meine Texte gar nicht als etwas Persönliches, deshalb habe ich da gar keine Scheu, sie herauszugeben.

AVIVA-Berlin: Ihr Episodenroman "Schwarze Wasser" ist ein Projekt, das von seiner Grundkonzeption her überrascht: Die Episoden innerhalb der Kapitel folgen keinem chronologischen Ablauf , womit Sie die LeserInnen zum Lesen in unterschiedlicher Reihenfolge einladen. Wie kamen Sie auf diese Idee und wie haben Sie sie weiterentwickelt?
Ulrike Anna Bleier: Die Idee kam zu mir, um Rainald Grebe zu zitieren...
Aber im Ernst: Eine Chronologie ist eine zufällige Ordnung, sie hat genauso viel und genauso wenig Berechtigung wie jede andere Ordnung auch.
Jeder Mensch lebt in der selben Unordnung, im selben Chaos, aber jeder gestaltet daraus etwas Eigenes, indem er eine eigene Ordnung herstellt. Diese Ordnung mag dumm oder klug, langlebig oder kurzlebig, sympathisch oder unsympathisch sein - sie ist auf jeden Fall existentiell für den, der sich durch das Chaos bewegen muss. Die Ich-Erzählerin Luise, die durch die Schwarzen Wasser führt, macht genau dasselbe. Sie erinnert sich, sie erlebt, sie überdenkt, und dies sprunghaft und unchronologisch, eigentlich zufällig. Dennoch schafft sie es am Ende, das Rätsel zu lösen, aus dem Chaos etwas herauszulesen, was aber nicht heißt, dass sie damit eine endgültige Ordnung hergestellt hat. Der Leser kann nun Luises Logik folgen, er kann aber auch eine andere Ordnung herstellen, indem er quer und gegen Luises An-Ordnung liest. Es gibt sogar eine chronologische Version am Schluss des Romans, so dass der Leser auch ganz konventionell lesen kann, wenn er das bevorzugt. Ich möchte da eigentlich so wenig wie möglich vorgeben.

AVIVA-Berlin: Haben Sie in diesem Zusammenhang eine bestimmte Auffassung von Zeitabläufen, auch im realen Leben?
Ulrike Anna Bleier: Ja, ich mag die Unordnung, ich habe kein großes Bedürfnis nach Ordnung, deshalb bin ich auch dem Paradigma der Zeit gegenüber skeptisch. Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass alles auf einmal passiert. Dass Zeit nur ein Raster ist, um die Dinge besser einordnen zu können - übrigens ein sehr hilfreiches Raster. Wie ein Wecker ein sehr hilfreiches Instrument ist, um einen Alltag zu bewältigen. Und dennoch wäre ein Alltag, der nur mit einem Wecker bewältigt werden kann, etwas eindimensional.

AVIVA-Berlin: Immer wieder sprechen die ProtagonistInnen in Ihrem Roman in unterschiedlichen Mundarten bzw. verwenden Sie mundartliche Redewendungen oder Begriffe. Welche Bedeutung hat Dialekt für Sie? Spielt der Begriff Heimat in Ihren Arbeiten öfter eine Rolle?
Ulrike Anna Bleier: Tatsächlich hat Dialekt eine sehr große Bedeutung für mich. Ich habe das Bayrische fast vollständig aus meinem Sprechen eliminiert und jahrelang gar nicht gemerkt, dass mir etwas Wichtiges fehlt, und dass aus diesem Mangel mein ständiges und sehr starkes Heimweh stammt. Das Bayrische ist etymologisch gesehen dem Hochdeutschen natürlich sehr verwandt, aber es ist eine ganz andere Sprache im poetischen Sinne.

Ja, Heimat, Heimweh, Heimatlosigkeit, auch das Verlassensein spielt in vielen anderen Geschichten von mir eine Rolle, zum Beispiel in der Geschichte "Zuhause sein", für die ich 2007 in Wien einen der Exil-Literaturpreise erhalten habe. Aber "Schwarze Wasser" ist tatsächlich die erste Geschichte, die mundartliche Redewendungen und auch explizit die süddeutsche Grammatik verwendet.

AVIVA-Berlin: Wenn Sie ihre Figuren entwickeln, so ist der Eindruck, folgen diese einem eigenen Muster. Was ist bei ihren Arbeiten zuerst da, die Handlung an sich oder entsteht die Figur vor Ihrem inneren Auge, die sich dann unweigerlich auf eine Reise begibt?
Ulrike Anna Bleier: Zuerst ist immer eine Stimme da. Aus dieser erzählt sich eine Figur oder erzählen sich mehrere Figuren. Die Stimme geht von einem ganz bestimmten Ort aus, der für fast alle meine Geschichten ebenfalls wichtig ist. Aus den Figuren an diesem Ort, aus ihren Dialogen, Beziehungen, Gefühlen und Interaktionen entsteht dann die Handlung - ich habe gar nicht das Gefühl, dass ich eine Handlung erfinde, sondern dass ich in meiner Rolle als Autorin die Handlung nur soweit aufräume, dass sie erzählbar wird.

AVIVA-Berlin: Der kreative Schaffensprozess setzt immer eine gewisse Art von Beobachtungsgabe oder auch das Hinterfragen von Zusammenhängen voraus, die im normalen Leben oftmals nicht beachtet werden. Wie kommen Sie zu Ihren Themen? Gibt es für Sie unterschiedliche Wege, künstlerische Prozesse in Gang zu setzen?
Ulrike Anna Bleier: Ich setze eigentlich nichts absichtlich in Gang. Manche Themen sind eben einfach da, wie z.B.: das Thema Zwillinge, dann schaue ich, wie es sich und wohin es sich entwickelt. Ich sammle Geschichten, Eindrücke, Gehörtes, Gesagtes, Gelesenes zu diesem Thema, indem ich dem Thema gegenüber aufmerksam, ja wachsam bin. Verletzung, Heimat, Ordnung, Verlassenheit und Gewalt sind ebenfalls Themen, die schon da sind. Ich muss sie nur immer wieder neu zusammensetzen. Das passiert, indem ich Dinge aufeinander aufprallen lasse, so dass es in mir drinnen wahrscheinlich so aussieht wie auf einem vollbeladenen Schreibtisch, auf dem alles durcheinander liegt - und dann berühren sich zufällig zwei Akten oder Schriftstücke, die aus einem ganz anderen Zusammenhang kommen. So wie zwei Menschen manchmal zueinander finden, die, objektiv gesehen, gar nicht zueinander passen. Und auf einmal ist etwas da, das Substanz hat, das ein neues Wesen ist, und das schreibe ich dann auf. Ich kalkuliere also den Zufall bewusst mit ein, dann muss ich selbst nicht soviel erfinden.

AVIVA-Berlin: Im literarischen Betrieb gehört es heutzutage selbstverständlich dazu, sich selbst zu präsentieren. So haben sich in den vergangenen zehn Jahren in der Off-Kultur die unterschiedlichsten Lesebühnen entwickelt, oft mit großem Erfolg. Sie nehmen bzw. nahmen auch an dieser Form der Textpräsentation teil, allerdings unter dem Pseudonym "Greta von der Donau oder "Greta Donau". Wie kam es zu diesen Pseudonymen?
Ulrike Anna Bleier: Ich trete in der Regel nicht bei Poetry Slams auf, das ist einfach nicht meins, es macht mir keinen Spaß, und dem Publikum macht es auch keinen Spaß, ich bin nicht lustig genug. Manchmal bin ich auf Kleinkunstbühnen zu sehen. Man bekommt fast keine Gage, aber dafür darf man den ganzen Abend umsonst trinken, was ich manchmal irgendwie gut finde. Es ist so desperat, ein interessanter Zustand.
Das Beste daran aber ist, dass ich dort meine Texte ausprobieren kann. Was funktioniert, was funktioniert nicht? Was funktioniert vor welchem Publikum? Es entsteht eine neue Beziehung zu meinem Text, wenn ich ihn einem Publikum vorgelesen habe, das schätze ich sehr am öffentlichen Vorlesen.
"Greta von der Donau" entstand durch eine Multimedia-Show, die ich 1999 mit einem Künstler namens "Selektor Freizeit" aufgeführt habe. "Von der Donau" erklärt sich von selbst, und "Greta" ist der Name einer Tante, die in einem Kloster lebt.

AVIVA-Berlin: Oftmals sind diese scheinbar spontan vorgetragenen Texte allerdings von Männern, Frauen sind in dieser Szene immer noch eine Seltenheit. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Ulrike Anna Bleier: Ich glaube, es ist einfach zu erklären. Es geht darum, wie Sie sagen, sich selbst zu präsentieren – als Schwierigkeitsfaktor kommt die Wettkampfsituation dazu, in der Sie von einer literarischen Meute beurteilt werden. Nichts für sensible Gemüter also. Jeder, der in so einem Rahmen auftritt, tut dies natürlich in der Hoffnung, als Poet verstanden und auch ausgezeichnet zu werden. Als Frau gibt es da schon das grundlegende Problem, dass ein Großteil des Publikums Sie gar nicht als Poet verstehen will. Denn die Hälfte schaut Ihnen auf den Busen oder auf den Arsch und beurteilt ihren Auftritt danach, ob man Sie für gut genug im Bett hält. (Die andere Hälfte findet eh, dass Sie scheiße aussehen und es nicht verdient haben, Aufmerksamkeit zu bekommen.)

Als Mann hört Ihnen immerhin etwa zwei Drittel des Publikums zu und beurteilt Sie nach dem, was Sie zu sagen haben, während das übrige Drittel an Sex denkt, aber nicht mit Ihnen, sondern mit der Kellnerin, die gerade die Gläser spült. Das ist natürlich überspitzt ausgedrückt, klar. Ganz so schlimm ist es sicher nicht. Was ich damit dennoch sagen will: Es ist für Männer nicht nur einfacher, sich einem Publikum zu präsentieren, sie haben in der Regel auch mehr davon.

AVIVA-Berlin: Was würden Sie Autorinnen raten, die Angst vor dem Schritt in die Öffentlichkeit haben?
Ulrike Anna Bleier: Ich würde niemanden raten, etwas gegen die eigene Angst zu tun. Es sei denn, die Angst ist irrational. Es ist aber leider ganz und gar nicht irrational, vor sexistischen Blicken und Kommentaren Angst zu haben. Sexistische Blicke verletzen und jede Verletzung lähmt einen Menschen erst einmal, bevor er die Verletzung bewältigt hat. Frauen (und auch Männer) sollten sich nur dann der Öffentlichkeit ausliefern (das gilt auch für Facebook etc.), wenn sie genügend Selbstbewusstsein haben, um abwertende Blicke oder Kommentare zu ignorieren. Generell rate ich jedem Menschen dazu, die eigene Verletzbarkeit nicht der ganzen Welt darzubieten und sich nicht so leicht zum Opfer machen zu lassen. Die meisten Menschen sind im Großen und Ganzen ja ganz nett, aber wer hat schon so viel Moralverstand, um der Versuchung zu widerstehen, ungestraft auf eine arme Seele eindreschen zu können?

AVIVA-Berlin: Neben Ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin bieten Sie unter dem Motto "Frau Bleier erzählt etwas" auch Workshops zu Themen wie "Über das Überarbeiten" an. Was genau ist darunter zu verstehen?
Ulrike Anna Bleier: Ich habe einen Lehrauftrag an der Uni Köln, und gebe Seminare für Studenten, in denen sie lernen, ihre eigenen Texte (aller Art, literarische, journalistische und wissenschaftliche) zu reflektieren und sich gegenseitig zu kritisieren. Ziel ist es, aus einem schlechten Text einen guten zu machen und aus einem guten Text einen besseren. Ziel ist es aber auch, zu akzeptieren, dass es keinen perfekten Text gibt.

AVIVA-Berlin: Abschließend eine persönliche Frage: in der diesjährigen Jury ist auch die Gewinnerin des Projektstipendiums der Autorinnenvereinigung 2010, Frau Michèle Minelli vertreten, die auch Ihre Laudatio hielt. Hatten Sie schon Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, ob Sie im nächsten auch Jahr in der Jury sein werden und wenn ja, nach welchen Kriterien Sie die eingereichten Arbeiten beurteilen würden?
Ulrike Anna Bleier: Wenn mich die Autorinnenvereinigung darum bittet, würde ich das selbstverständlich machen. Warum nicht? Meine wichtigsten Kriterien wären: eine adäquate Sprache und eine überzeugende, originelle Herangehensweise an das behandelte Thema.

AVIVA-Berlin: Wann dürfen wir mit dem Erscheinen Ihres Buches rechnen bzw. haben Sie schon einen Verlag gefunden? AVIVA wünscht Ihnen gutes Gelingen und wir würden uns freuen, Ihr Buch rezensieren zu können!
Ulrike Anna Bleier: Die erste Fassung des Buches ist fertig, ich habe jetzt nach ein paar Wochen Pause mit der Überarbeitung begonnen. Es ist jetzt eine gute Zeit, mit der Verlagssuche zu beginnen. Würde mich sehr freuen, wenn "Schwarze Wasser" irgendwann als Rezensionsexemplar auf Ihrem Schreibtisch liegen würde...Übrigens ist noch gar nicht sicher, ob es bei dem Titel "Schwarze Wasser" bleibt. Derzeit liegt der Titel "Kindsopech" ganz weit vorne....

© Barbara Dietl



Über die Stipendiumsgeberinnen

Die Autorinnenvereinigung e.V. ist ein Netzwerk, in dem sich Schriftstellerinnen aller Genres organisieren, die in deutscher Sprache schreiben und publizieren. Gegründet 1995 hat sie heute über 130 Mitglieder und veranstaltet im deutschsprachigen Raum regionale Autorinnentreffen, Diskussionen und Lesungen. Darüber hinaus bietet sie Autorinnen rechtliche Beratung an und organisiert Projekte mit Institutionen, die sich für die Interessen der Autorinnen einsetzen.

Seit 2010 vergibt der Verein ein Projektstipendium an Künstlerinnen für unfertige Romane, Hörspiele, Erzählungen oder Theaterstücke. Die erste Preisträgerin war Michèle Minelli, die für ihr Buchfragment "Zugunruhe" ausgezeichnet wurde. In diesem Frühjahr erschien der fertige Roman unter dem Titel "Die Ruhelosen" im Aufbau-Verlag (Rezension auf AVIVA-Berlin.de folgt). Damit ist auch schon ein Anliegen der Vereinigung umrissen: das Projektstipendium soll dazu dienen "Zeit zu kaufen", damit Autorinnen ihre Projekte zu Ende bringen können. Für Lyrik und Prosa wird ebenfalls jährlich das "Goldstaub"-Stipendium ausgelobt.

Doch das Netzwerk hat auch einen politischen Anspruch. Die Vereinsvorsitzende Dr. Jay Monika Walther beschreibt die Zustände im Literaturbetrieb so: "Schriftstellerinnen bekommen natürlich Stipendien und Preise, aber immer etwas die kleineren Dinge die kleinen Körner." Hier sieht sich die Vereinigung in der Pflicht, gezielte Lobbyarbeit zu betreiben.

Gleichzeitig ist eines der Hauptanliegen, den Schriftstellerinnen Rückhalt zu bieten: "Wir müssen sehen, dass wir das Selbstbewusstsein und den Wert schriftstellerischer Arbeit in Deutschland stärken." Damit ist auch die Diskussion um das Urheberrecht gemeint, die durch das Internet eine völlig neue Dimension erreicht hat. Elisabeth Roters-Ullrich, langjährig aktiv im Verein meint dazu: "Was nützt es mir, wenn ich bekannt bin, aber nicht davon leben kann?" Gerade junge Bloggerinnen seien am Anfang sehr begeistert, wenn viele Leute ihre Artikel lesen. Doch je erfolgreicher so ein Blog, umso zeitaufwendiger wird er. In den seltensten Fällen folgt dann ein Buch daraus. Deshalb soll jungen und unerfahrenen Autorinnen Selbstbewusstsein mit auf den Weg gegeben werden: "Nein, ich lese nicht umsonst. Ich verlange für eine Lesung ein Honorar in Höhe von...." Hier sieht sich die Autorinnenvereinigung in der Pflicht – zum Wohle der Schriftstellerinnen heute und denen, die es werden wollen.

Weitere Informationen

www.autorinnenvereinigung.de

www.bleier-online.de

www.moerderische-schwestern.eu

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Michèle Minelli erhält erstes Projektstipendium der Autorinnenvereinigung e.V.

Vereine und Organisationen im Netz

Seiten für Ihren beruflichen Erfolg

KAUSA Medienpreis 2012 ausgeschrieben - Deadline 20. Juli 2012



(Quellen: Autorinnenvereinigung e.V., Interview mit Vorstand von Autorinnenvereinigung e.V. und Ulrike Anna Bleier am 30.06.2012 in Berlin)

Interviews Beitrag vom 04.07.2012 Dana Strohscheer 

   




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