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AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 25.04.2017

Interview mit Roberta Vinci, der Gegnerin von Maria Sharapova nach ihrer Doping-Sperre
Sylvia Rochow

Nach insgesamt 110 Wochen an der Spitze der Doppel-Weltrangliste sorgte die italienische Tennisspielerin Roberta Vinci bei den US Open 2015 auch im Einzel f├╝r Schlagzeilen und bezwang im Halbfinale Serena Williams.



Neben bislang f├╝nf Grand Slam-Titeln im Doppel gewann Vinci unter anderem auch bereits vier Mal den Fed Cup mit Italien. Vor ihrem ersten Match in Stuttgart traf sich AVIVA mit der 34-J├Ąhrigen zum Gespr├Ąch.

AVIVA-Berlin: Jetzt wurde schon so viel ├╝ber das erste Match von Maria Sharapova nach ihrer Doping-Sperre gesprochen ÔÇô Sie werden die Gegnerin sein. Sind Sie zufrieden mit dieser Auslosung?

Roberta Vinci: Ja, ich bin eigentlich ganz gl├╝cklich damit. Es wird bestimmt ein interessantes Match in der ersten Runde, aber nat├╝rlich auch ein schwieriges, kniffliges Match. Das ist aber auch kein Wunder, bei einem so stark besetzten Turnier wie dem Porsche Tennis Grand Prix. Trotzdem, ich bin zufrieden.

AVIVA-Berlin: Wie gehen Sie pers├Ânlich mit dem ganzen Rummel um, den das Sharapova-Comeback ausgel├Âst hat?

Roberta Vinci: Wow, ja, ich habe mich schon gewundert, warum hier so viele Presseleute sitzen ÔÇô verstehe ich gar nicht. (lacht) Das wird am Mittwoch mit Sicherheit ein riesiges Event ÔÇô f├╝r Maria, f├╝r den Tennissport, ganz allgemein. F├╝r mich dagegen ist es ein normales Erstrunden-Match bei einem normalen Turnier. Ich bereite mich genauso vor, wie ich es immer tue und versuche, nicht zu viel dar├╝ber nachzudenken, gegen wen ich da antrete.

AVIVA-Berlin: Zahlreiche Spielerinnen haben in den vergangenen Wochen kritisiert, dass Maria Sharapova nicht sozusagen wieder bei null anfangen und sich in der Rangliste nach oben arbeiten muss, sondern eine Wild Card unter anderem hier in Stuttgart sowie f├╝r die Turniere in Madrid und Rom erh├Ąlt. Wie stehen Sie zu dieser Regelung?

Roberta Vinci: Meine ganz pers├Ânliche Meinung ist, dass ich es nicht gut finde, dass Maria diese Wild Cards erhalten kann. Keine Frage, sie ist eine gro├čartige Spielerin und ich habe auch gar nichts gegen sie als Person, dennoch finde ich es keine sch├Âne Situation, dass sie nun wahrscheinlich nach ein paar Turnieren, an denen sie aufgrund der Wild Cards teilnehmen darf, direkt wieder in den Top 30 der Weltrangliste stehen wird. Mir ist bewusst, dass Maria f├╝r die WTA-Tour wichtig ist und nat├╝rlich hat sie f├╝r ihren Fehler bezahlt ÔÇô wenn auch durch die Verk├╝rzung der Sperre etwas weniger, was soll┬┤s ÔÇô, aber meiner Ansicht nach w├Ąre es besser, sie w├╝rde ohne irgendwelche Hilfe wieder einsteigen.

AVIVA-Berlin: Was war dann Ihr erster Gedanke, als Sie mitbekommen haben, dass ausgerechnet Sie es sind, gegen die Maria Sharapova ihr erstes Match nach der Sperre bestreitet?

Roberta Vinci: Es war Samstagnachmittag und ich gerade auf dem Stuttgarter Flughafen angekommen. Irgendjemand meinte: "Du spielst erst am Mittwoch." Da war mir klar, dass ich gegen sie spielen werde. (Anm.: Die Turnierverantwortlichen sicherten Sharapova bereits im Vorfeld zu, ihr Erstrunden-Match erst am Mittwoch, 26. April 2017, bestreiten zu m├╝ssen, da die Sperre noch bis einschlie├člich 25. April l├Ąuft.) Im Scherz meinte ich zu meinem Coach: "O.k., dann lass┬┤ uns wieder nachhause fliegen und sp├Ąter wiederkommen." Bereits vier Tage vor dem ersten Match vor Ort zu sein macht die Sache nicht unbedingt einfacher, aber so haben wir eben viel trainiert und ich spiele am Mittwoch. Das ist schon o.k.

AVIVA-Berlin: Einen Ihrer gr├Â├čten Erfolge feierten Sie 2015 bei den US Open, wo sie im Halbfinale v├Âllig ├╝berraschend die Weltranglisten-Erste und Topfavoritin Serena Williams schlugen. Sind Sie vielleicht die Frau f├╝r die besonderen Siege?

Roberta Vinci: Ich glaube, das kann man nicht vergleichen. Es ist zwar richtig, dass ich jetzt wieder die M├Âglichkeit habe, eine gro├čartige Spielerin zu schlagen, und vielleicht hilft mir da auch die Erfahrung aus New York, aber es ist doch eine ganz andere Situation. Damals war es das Halbfinale bei einem Grand Slam-Turnier, hier ist es ein Erstrunden-Match. Bei den US Open spielen wir auf Hartplatz, in Stuttgart auf Sand.

AVIVA-Berlin: Erfahrung ist ein gutes Stichwort. Wie sind Ihre Erinnerungen an den Porsche Tennis Grand Prix?

Roberta Vinci: Sehr positiv. Ich denke gerne an das vorige Jahr zur├╝ck, da habe ich hier das Viertelfinale erreicht und wie ich finde ein richtig gutes Turnier gespielt. Au├čerdem liegt mir der Sandplatz, der etwas schneller ist als es Sandpl├Ątze ├╝blicherweise sind, und in der Halle spiele ich sowieso gerne.

AVIVA-Berlin: Es hei├čt, Sie seien auch eine gute Fu├čballerin.

Roberta Vinci: Oh, na jaÔÇŽaber wenn das ├╝ber mich gesagt wird, dann ist es wohl so. (lacht)

AVIVA-Berlin: Spielen Sie nur selbst oder gucken Sie auch gerne Fu├čball?

Roberta Vinci: Nat├╝rlich beides! Fu├čball ist ein toller Sport. Ich liebe es, hin und wieder selbst zu spielen und ich finde es auch sehr interessant, Fu├čball zu gucken.

AVIVA-Berlin: Haben Sie ein Lieblingsteam?

Roberta Vinci: Nein, Fan eines bestimmten Clubs bin ich nicht, aber ich verfolge das Geschehen in der italienischen Serie A sehr genau. Bei uns finden die Spiele samstags und sonntags statt, und wenn ich da gerade mal zuhause bin, schaue ich nach M├Âglichkeit alles im Fernsehen. Wenn ich Zeit habe, gehe ich auch gerne ins Stadion.

AVIVA-Berlin: Sie wohnen in Tarent in Apulien. In welchem Stadion kann man Sie denn antreffen?

Roberta Vinci: Das ist verschieden. Entweder in Palermo oder im Stadio Olimpico in Rom, aber auch in Mailand im Stadio San Siro.

AVIVA-Berlin: Das sind ja nicht die gerade die schlechtesten!

Roberta Vinci: Nein, das stimmt. (lacht) Aber ich war noch nie in dem neuen Stadion von Juventus Turin, dem Juventus Stadium! Da muss ich auf jeden Fall mal hin.

AVIVA-Berlin: Viel Spa├č dabei, vielen Dank f├╝r das Gespr├Ąch und alles Gute f├╝rs Turnier!


Weitere Infos unter: www.twitter.com/roberta_vinci

www.facebook.com/robertavinciofficial

www.porsche-tennis.de


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Copyright Text und Foto: Sylvia Rochow

Interviews Beitrag vom 25.04.2017 Sylvia Rochow 

   




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