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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 24.03.2009

Die Preisträgerinnen der Stiftung Zurückgeben 2009
Claire Horst

Wie jedes Jahr wurden auch 2009 Projektzuschüsse in Höhe von 20.000 Euro an Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen jüdischer Religionszugehörigkeit und/oder jüdischer Herkunft, die in Deutschland...



...leben, vergeben. Die Auswahl traf eine Jury, der jüdische Frauen aus Kultur und Wissenschaft angehören.

Ein Neubeginn jüdischen Lebens in Deutschland

Nach der Schoa galt Deutschland vielen Juden und Jüdinnen als "gebranntes Land", in dem man auf gepackten Koffern saß, weil eine jüdische Zukunft hier nicht vorstellbar war. Entgegen dieser Haltung war in den 1990er-Jahren eine zunehmend selbstbewusste Generation jüdischer Nachkommen herangewachsen, die nicht mehr an Ausreise dachte. Jüdisches Leben begann zunehmend öffentlich zu florieren; Bemühungen um ein Anknüpfen an die fast zerstörte jüdische Kultur wurden sichtbar. Inzwischen hat sich eine Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland entwickelt. Diese Entwicklung will die Stiftung ZURÜCKGEBEN fördern und unterstützen.

Die Gründungsgeschichte der Stiftung

Die Stiftung wurde im Jahr 1994 in Berlin von einer Initiativgruppe jüdischer und nichtjüdischer Frauen, u. a. von Birgit Rommelspacher und Hilde Schramm, ins Leben gerufen. Sie handelten aus der Erkenntnis heraus, dass alle in der NS-Zeit zur "Volksgemeinschaft" zählenden Deutschen Vorteile aus der Entrechtung, Ausplünderung und Beraubung der Juden und Jüdinnen gezogen haben. Viele profitierten persönlich von der "Arisierung" jüdischen Besitzes oder zogen Vorteile aus den Berufsverboten und gaben die im NS-Staat verbreiteten und weniger offensichtlichen Vorteilsnahmen an die Nachgeborenen weiter.
Anliegen der Stiftung ZURÜCKGEBEN war und ist es, die ErbInnen dieser historischen Ereignisse aufzufordern, durch Spenden und Zustiftungen einen Beitrag zur Förderung jüdischen Lebens in Deutschland zu leisten.

Der Name der Stiftung

= zurückkehren, nach Hause kommen
Das hebräische Wort Shiva bedeutet sowohl "zurückgeben" als auch "Heimkehr". Vor dem Hintergrund der Entrechtung und Enteignung europäischer jüdischer BürgerInnen durch den Nationalsozialismus hat die Stiftung Zurückgeben es mit ihrem - in Deutschland einzigartigen - Konzept nicht nur geschafft, jüdischen Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen einen Teil der geraubten Lebenschancen und Entfaltungsmöglichkeiten zurückzugeben. In diesem Zusammenhang fand gleichzeitig auch eine Heimkehr jüdischen Wissens und jüdischer Kunst – geschaffen von Frauen – nach Deutschland statt.

Die Preisträgerinnen 2009

Sharon Adler. Das Online Magazin für Frauen "AVIVA-Berlin"
soll erweitert werden. Die neue Serie berichtet über jüdische Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, ihren Werdegang und ihre künstlerischen / wissenschaftlichen Arbeiten.

Elena Klyuchaeva. Im Gedenken an die Pogromnacht führt das Theater "Schule des Salomon Playr" das Stück: "Blütenlese in der Ferne – Selma Meerbaum-Eisingers Leben und Tod" auf. Es ist das einzige jüdische Theater in Sachsen.

Malin Gabriele Kundi. Das Projekt "Transformation" ist ein Foto-Ausstellungsprojekt, das auf künstlerische Weise sichtbar macht, dass alles veränderbar ist: Es ist gleichzeitig möglich, alt und jung oder männlich und weiblich zu fühlen und zu sein.

Dr. Ruth Kupermann, Anat Manor, Tanya Ury. In Kunstobjekten, Photomontagen und Videoinstallationen sollen in einer Kunstaktion und später in einer Ausstellung jüdischen Frauen Spielräume eröffnet werden, um ihre Migrationserfahrungen künstlerisch zu verarbeiten.

Ola Lewin. Eine Video- / Audioinstallation zum Thema "Schabbat" soll die Verbindung zwischen vergangenem jüdischen Geistesleben und dem aktuell stattfindenden jüdischen Leben darstellen. Das Projekt ist Teil einer Ausstellung zur Geschichte des Landjudentums im niedersächsischen Ort Bremervörde.

Yael Reuveny. Der Film: "Es war einmal" ist eine persönliche Reise an die Orte der Familienvergangenheit. Es ist der Versuch, die Vergangenheit in ihrer ganzen Komplexität in das gegenwärtige Leben zu integrieren.

Kim Seligsohn. In dem Lied: "Hymne an das Leben" werden die Namen ermordeter Juden gesungen. So soll dem "Unfassbaren" ein Klang gegeben werden. Die Konzerte sollen in Mahn- und Gedenkstätten, Museen, Kirchen und Synagogen stattfinden.

Weitere Informationen zur Stiftung unter: ZURÜCKGEBEN - Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Telefon: 0 30 - 42 02 26 45
Internet: www.stiftung-zurueckgeben.de

Interviews Beitrag vom 24.03.2009 Claire Horst 

   




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