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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 28.04.2009

Interview mit der neuen Weltranglisten-Ersten Dinara Safina
Sylvia Rochow

Seit dem 20. April 2009 steht die Russin an der Spitze der Tenniswelt. Der Porsche Tennis Grand Prix ist das erste Turnier, bei dem sie als Nummer Eins antritt. AVIVA-Berlin sprach in Stuttgart ...



... an ihrem 23. Geburtstag mit ihr.

AVIVA-Berlin: Dinara, Sie haben heute doppelten Grund zur Freude: Sie schlagen nicht nur als neue Nummer 1 beim Porsche Tennis Grand Prix auf, sondern feiern heute au├čerdem ihren 23. Geburtstag. Herzlichen Gl├╝ckwunsch!
Dinara Safina: Vielen Dank!

AVIVA-Berlin: Sie haben von der Turnierleitung heute schon eine riesige Torte ├╝berreicht bekommen ÔÇô aber k├Ânnen Sie als Profispielerin davon ├╝berhaupt kosten?
Dinara Safina: Ja, doch. Nat├╝rlich habe ich in den letzten Monaten gerade besonders viel f├╝r meine Fitness getan und habe auch meine Ern├Ąhrung umgestellt. Aber an solch einem Tag belohne ich mich dann auch mal f├╝r das, was ich erreicht habe und g├Ânne mir ein St├╝ck vom Geburtstagskuchen. (lacht)

AVIVA-Berlin: Wie f├╝hlt es sich an, als Weltranglisten-1. zu einem Turnier zu kommen?
Dinara Safina: In erster Linie motiviert mich das noch mehr, gut zu spielen. Aber insgesamt ist es einfach ein tolles Gef├╝hl, morgens aufzuwachen und zu wissen, dass Du die beste Tennisspielerin der Welt bist.

AVIVA-Berlin: Welche Bedeutung hat es f├╝r Ihre Karriere, die Spitzenposition der Weltrangliste erreicht zu haben?
Dinara Safina: Ich wollte immer ganz nach oben, wollte ber├╝hmt sein und die Aufmerksamkeit der Leute bekommen. Nat├╝rlich genie├če ich dieses Gef├╝hl jetzt, aber ich bleibe trotzdem mit beiden Beinen auf dem Boden. Tennis ist weiterhin meine Leidenschaft, es ist immer noch das Sch├Ânste, was ich mir vorstellen kann. Das ist wichtig, denn meine Mission ist noch lange nicht zu Ende.

AVIVA-Berlin: Was ist der n├Ąchste Schritt, um Ihre eigene Mission irgendwann zu erf├╝llen?
Dinara Safina: Ganz klar, einen Grand Slam-Titel zu gewinnen. Das ist mein n├Ąchstes gro├čes Ziel.

AVIVA-Berlin: Wie erkl├Ąren Sie sich selbst Ihren Sprung, den Sie im Verlauf des vorigen Jahres geschafft haben, aus den Top 20 ganz nach oben?
Dinara Safina: Vor allem durch meine Trainer, Zeljko Krajan. Wir arbeiten seit Ende 2007 zusammen, und er hat mit von Anfang an gesagt: Eigentlich musst Du ├╝berhaupt nichts an Deinem Spiel ├Ąndern, Du verf├╝gst schon ├╝ber alle Schl├Ąge. Du brauchst nur Geduld und den Glauben an Dich selbst. Er hat mir mit seiner Einstellung sozusagen die Augen ge├Âffnet.
Ich wusste eigentlich schon immer, dass noch mehr in mir steckt, als unter den Top 15 oder Top 5 zu stehen ÔÇô mir war nur nicht klar, wie ich es anstellen soll.

AVIVA-Berlin: Im vergangenen Jahr haben Sie die German Open in Berlin gewonnen und diesen ersten Tier I-Titel danach immer wieder als Wendepunkt f├╝r Ihre Karriere bezeichnet. Normalerweise kehren Spielerinnen ja gerne zu den Turnieren zur├╝ck, die sie mal gewonnen haben. Das geht nun in Ihrem Fall nicht ÔÇô das Turnier wurde gestrichen.
Dinara Safina: Das ist richtig, und ich finde es wirklich sehr schade, dass es die German Open nicht mehr gibt. Ich mochte das Turnier immer sehr gerne, nicht erst, seit ich es gewonnen habe. Ich kann nur sagen, dass die Leute in Berlin jedes Jahr gro├čartige Arbeit geleistet haben, und ich w├Ąre sehr gerne dorthin zur├╝ckgekehrt. Aber nun bin ich immerhin auch bei Turnier in Deutschland, wenn auch in einer anderen Stadt. Jetzt muss ich versuchen, hier in Stuttgart erfolgreich zu sein, um diesen Wendepunkt, von dem ich gesprochen habe, weiterzuf├╝hren (l├Ąchelt). Ich kann nur noch einmal betonen: Berlin hat f├╝r mich einfach alles ver├Ąndert. Ohne diesen Turniersieg w├Ąre ich vermutlich heute irgendwo, auf Platz 20, vielleicht. Stattdessen bin ich die Nummer 1.

AVIVA-Berlin: Das klingt, als w├Ąren Sie zurzeit rundum zufrieden?
Dinara Safina: Ja, auf jeden Fall. Ich genie├če das Tennisspielen und bin gl├╝cklich, dass meine Familie und meine Freunde mich unterst├╝tzen, wo sie nur k├Ânnen. Trotzdem bin auch ich nat├╝rlich mal schlecht gelaunt. Wenn ich gerade ein Match verloren habe, sage ich auch oft: Ich hasse Tennis. Aber so bald ich mich etwas beruhigt habe sehe ich alles schon wieder viel entspannter und will so schnell wie m├Âglich wieder auf den Platz.

AVIVA-Berlin: Vielen Dank f├╝r das Interview und viel Erfolg (lacht)!


Weitere Infos unter: www.dsafina.com und www.porsche-tennis.de


Interviews Beitrag vom 28.04.2009 Sylvia Rochow 

   




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