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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.11.2005

Enthüllung der Gedenktafel für Lisa Holländer
Sarah Ross

Zu Ehren der mutigen Berlinerin wurde am 9. November 2005 in Wilmersdorf eine Gedächtnistafel eingeweiht, die an die Rettung der Jüdin Inge Deutschkron und ihrer Mutter vor der Deportation erinnert.



Die Berlinerin Lisa Holländer war eine von denjenigen Menschen, die während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft nicht nur an ihr eigenes Wohl dachten. In ihrem Haus in der Sächsischen Strasse 26, in 10707 Berlin-Wilmersdorf, versteckte sie die Jüdin Inge Deutschkron und ihre Mutter, und rettete sie somit vor der Deportation und dem sicheren Tod durch die Nationalsozialisten. Mit dieser Tat riskierte Lisa Holländer auch ihr eigenes Leben.

Am 9. November 2005 wurde vom Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin, Staatssekretär André Schmitz, an eben diesem Haus eine Gedenktafel enthüllt, die an Lisa Holländer und an das, was sie tat, erinnert. Die Inschrift der Tafel: "In diesem Haus lebte Lisa Holländer (24.12.1890 - 22.4.1986). Sie riskierte ihr Leben, um eine Jüdin und deren Tochter vor der Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten zu bewahren."

Schmitz erklärte, dass: "Lisa Holländer […] eine jener Stillen ‚Heldinnen und Helden´ [war], die während der braunen Diktatur die Courage aufbrachten, menschlich zu handeln und jüdisches Leben zu retten. Vollzogen haben sich solche Rettungstaten inmitten der anonymen Großstadt Berlin, eben auch in dem Mietshaus in der Sächsischen Straße 26 in Wilmersdorf". Daher soll mittels dieser Gedenktafel Lisa Holländer aus der Anonymität des Vergessens herausgeführt werden, und ihr somit ein Platz in unserer gemeinsamen Erinnerung gegeben werden. Schmitz sagte weiterhin, dass mit ihr stellvertretend alle diese ‚Stillen Helden´ geehrt werden - die mutigen, selbstlosen Menschen, denen wir im Gedenken an die Zeit der NS-Gewaltherrschaft vielleicht mehr Aufmerksamkeit schenken sollten als bisher.

Anschließend an die Grußworte von André Schmitz erzählte Inge Deutschkron über ihre Zeit in dem Haus und über ihr persönliches Verhältnis zu Lisa Holländer. In ihrem Buch "Ich trug den gelben Stern" hat ihr Inge Deutschkron einen Abschnitt mit der Überschrift "Tante Lisa" gewidmet. Frau Deutschkron und die EigentümerInnen des Hauses haben die Herstellung der KPM-Gedenktafel selber finanziert. Gemeinsam mit Horst Schwiegershausen hat Inge Deutschkron die Tafel enthüllt.

Im Rahmen der Enthüllung der Gedächtnistafel für Lisa Holländer haben die Schülerinnen und Schüler der unmittelbar benachbarten Robert-Jungk-Oberschule eigene Programmpunkte ausgearbeitet, wie zum Beispiel die Vorführung von kurzen dokumentarischen Filmen, die die SchülerInnen selber produziert haben. Die musikalische Gestaltung der Veranstaltung übernahm das Orchester des Grips Theaters. Dabei trug Renate Reiche vom Grips Theater den Monolog der Lisa Holländer aus dem Theaterstück "Ab heute heißt du Sara" vor. Dieses Theaterstück basiert auf dem Buch von Inge Deutschkron und behandelt das Schicksal des jüdischen Mädchens. Zudem sprach auch der Stadtrat für Bürgerdienste, Wohnen
und Personal des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Joachim Krüger, ein Grußwort.

(Quelle: Landespressedienst vom 07.11.05)

Interviews Beitrag vom 10.11.2005 Sarah Ross 

   




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