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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 26.05.2006

Ruth Gay ist gestorben
Agnes Winklarz

Die New Yorker Historikerin und Autorin beschäftigte sich in ihren Werken mit jüdischer Geschichte und der Situation jüdischer Flüchtlinge in Amerika.



Ruth Gay wurde 1922 als Kind ostjüdischer Einwanderer in New York geboren. Sie selbst gehörte der Generation der Kinder an, deren Eltern den Pogromen Europas entflohen, um sich in Amerika eine neue Existenz zu schaffen.
Ausgehend von ihren eigenen Kindheitserinnerungen richtete sie ihr Augenmerk auf jüdisches Leben in Europa und den USA.

In ihrem Buch "Narrele, was lachst du?" erzählte sie Alltagsgeschichten ostjüdischer Einwanderer in Amerika und berichtet von der Koexistenz der Alten und Neuen Welt. Diese war für die jungen Einwanderer neu und fremd, und doch waren sie voller Hoffnung auf ein besseres und friedlicheres Leben.
Die Flüchtlinge arbeiteten hart und erlebten zugleich erstmals, die vorindustrielle Welt ihrer Herkunft im Gedächtnis, den Luxus von fließendem Wasser und Zentralheizung, von erleuchteten und gepflasterten Straßen und elektrischen Geräten.
Doch trotz all des technischen Fortschritts bewahrten sie sich ihre traditionelle jüdische Lebensweise, mit ihren Riten, ihrer Sprache und ihren Liedern, etablierten sich so ihr eigenes Amerika.

Aber nicht nur jüdische ImmigrantInnen standen im Mittelpunkt der Werke von Ruth Gay, wie man der Website www.perlentaucher.de entnehmen kann.
Auch über das jüdische Leben in Deutschland zwischen 1945-1948 schrieb sie.
"Das Undenkbare tun - Juden in Deutschland nach 1945" so der Titel des Buches, das sich mit der Situation der 12.000 verbliebenen Juden im Nachkriegs-Deutschland beschäftigt.

Ruth Gay schilderte, warum die Menschen blieben, warum sie zurückkehrten, wie sie lebten, wie sie sich in der ihnen neuen Welt zurechtfanden und wie die in Deutschland geborene und erzogene zweite Generation mit der Vergangenheit ihrer Eltern und der Gegenwart, in der sie aufwachsen, umging.
Ruth Gay lebte mit ihrem Mann Peter Gay in New York und Hamden. Neben ihrer journalistischen Arbeit widmete sie sich auch der Archiv- und Forschungstätigkeit.
Für ihr Buch "Unfinished People" wurde sie mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet.


Ruth Gay: Narrele, was lachst du?
Ostjuden in Amerika.

Berliner Taschenbuch Verlag, erschienen März 2003
Übersetzt von Christian Wiese.
Kartoniert - 285 Seiten. Mit zahlreiche Abbildungen.
ISBN: 3833302143
EAN: 9783833302145
Libri: 9299130
9,90 Euro?artiId=1313203&nav=5081"


Interviews Beitrag vom 26.05.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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