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AVIVA-BERLIN.de 2/14/5778 - Beitrag vom 06.03.2008

Jüdische Newcomerinnen erobern die Download-Charts
Kristina Tencic

Lauren Rose erzielt Erfolge mit der Neuinterpretation von "Hava Nagila" und auch Yael Naim bewegt sich erfolgreich zwischen Folklore und Pop – warum sie unverwechselbar sind, lesen Sie hier.



Auf den ersten Blick gleichen sich die zwei Sängerinnen sehr: beide sind jung, haben dunkles langes Haar, beide verbinden traditionellen jüdischen Folk mit modernem Pop und möchten ihr Leben der Musik widmen. Die Zwei haben bereits einen langen Weg der musikalischen Ausbildung hinter sich: Die 30-jährige Yael Naim hat eine umfangreiche Ausbildung am klassischen Klavierabsolviert, die erst 17-jährige Lauren Rose besuchte schon im Alter von 4 Jahren die "Italia Conti performing arts school" in London. Während Yael Naim ihre Songs selbst komponiert, schreibt Lauren Rose in Zusammenarbeit mit anderen SongwriterInnen.


Lauren Rose zeigt mit ihrer Interpretation von "Hava Nagila", dass Folklore aus zionistischen Zeiten nicht ´out´ ist, da sie aus dem 100 Jahre alten dynamischen Lied einen gute-Laune-Pop-Song gemacht hat, der sich großer Beliebtheit erfreut. Angefangen hat ihre Sängerinnen-Karriere, als sie zum 15. Geburtstag eine Studio-Aufnahme geschenkt bekam. Als der Produzent Ryan Laubscher Lauren sah, war er hellauf begeistert und nahm ein Album mit ihr auf. Zwei Jahre später steht "Here I am" als iTune zum Download bereit. Wenn der Song oft genug aus dem Internet heruntergeladen wird, wird er auch auf CD produziert - die Chancen dafür stehen aber angesichts einer BesucherInnenzahl von über 130.000 Menschen ihrer Myspace-Seite durchaus gut. Auch auf Youtube ist sie mit einem Live-Auftritt ihres jüdischen Pop-Songs zu finden, bei dem eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen sehr ausgelassen zu ihrem "feel-good-pop" tanzt.

Die Schule besucht Lauren Rose vorerst nicht mehr, denn sie möchte für immer singen. Ihr Vater Mark Goldberg soll laut "The Sun" seine Arbeit als Chef des Bromley Football Clubs aufgegeben haben, um die Karriere seiner Tochter zu managen. Böse Zungen beim britischen "Guardian" behaupten, dass der Millionär sich die Karriere seiner Tochter einfach erkauft hat. Sicher ist, dass Lauren Rose im Dezember 2007 einen steilen Einstieg in die UK-Charts gelungen ist.


Die 1978 in Paris geborene Yael Naim zog mit vier Jahren mit ihrer Familie nach Israel, in die Nähe Tel Avivs, wo sie, inspiriert von dem Film "Amadeus", Klavier spielen lernte und anfing, eigene Songs zu schreiben.. Nachdem ihr erstes Album, "In a Man´s Womb" (2001), keine großen Erfolge erzielte, stürzte Yael in eine Krise und verlor das Selbstvertrauen in ihre Musik.

Erneuten Mut zu einer ausschließlichen MusikerInnenkarriere fasste Yael, als sie 2004 den vielseitig talentierten Musiker David Donatien traf. Ihm ist es auch zu verdanken, dass Yael neben englisch nun auch hebräisch singt. Ihre träumerisch verspielte Musik auf dem neuen Album "Yael Naim" wurde von dem Computergiganten Apple entdeckt und das Lied "New Soul" klingt nun in einem Werbespot an. Dem großen Erfolg der passionierten Sängerin steht somit wohl nichts mehr im Wege, was sich auch an ihrem Einzug in die Top Ten der amerikanischen Billboard Charts und der Wahl ihres jüngsten Albums zum Album des Jahres in der Kategorie Weltmusik in Frankreich feststellen lässt.

Lesen Sie auch unsere Rezension zu Yael Naims Album "Yael Naim".

AVIVA-Tipp: Die beiden Künstlerinnen sind trotz ihres gemeinsamen Anliegens, die jüdische Folklore wieder chartfähig zu machen, grundverschieden, was sich beim Vergleich ihrer Webseiten bereits auf den ersten Blick feststellen lässt. Die intime, liebevolle Aufmachung der Seite Yael Naims steht der unübersichtlichen, unpersönlichen von Lauren Rose gegenüber, was nicht die Musik, aber zumindest das Musikerinwesen treffend beschreibt. Lauren Rose erinnert in Stil und Erscheinung an die frühe Britney Spears, wohingegen Yael Naims Lieder einen eigenen Charakter haben und außergewöhnlich sind. Einfach in die Musik mit Seele reinhören.

Offizielle Homepages der Newcomerinnen:

Yael Naim: www.yaelweb.com
Lauren Rose: www.lauren-rose.com

(Quellen: yaelweb.com, lauren-rose.com, Haaretz, The Guardian, myspace.com, youtube.com)

Jüdisches Leben Beitrag vom 06.03.2008 Kristina Tencic 

   




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