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AVIVA-BERLIN.de 2/17/5778 - Beitrag vom 09.02.2008

Kulturprogramm im Jüdischen Museum Berlin im März und April 2008
AVIVA-Redaktion

Lesungen und Vorträge von Esther Freud, Amelie Fried, Irina Liebmann und Henryk M. Broder, sowie spannende Sonderaustellungen und kulturelle Veranstaltungen erwarten Sie in diesem Frühling



Im März und April eröffnet das Jüdische Museum Berlin zwei spannende neue Sonderaustellungen. So können sich BesucherInnen ab dem 20.März 2008 in der großen Sonderausstellung "typisch! Klischees von Juden und Anderen" mit eigenen und fremden Stereotypen und deren künstlerischen Verfremdung auseinandersetzen.
Der tschechische Künstler Pavel Schmidt zeigt ab dem 18. April 2008 in der Eric F. Ross Gallery seinen Zyklus "Verschrieben und Verzeichnet". In 49 farbigen Zeichnungen beschäftigt er sich mit den Originaltexten des Schriftstellers Franz Kafka. Weiterhin zu sehen ist die Kabinettausstellung im Learning Center, die das Leben und Werk des Hamburger Schifffahrtspioniers Arnold Bernstein nachzeichnet.

Auch das Kulturprogramm verspricht unterhaltsame Lesungen und interessante Vorträge: die britische Bestsellerautorin Esther Freud, Urenkelin von Sigmund Freund, liest aus ihrem neuen Roman "Liebe fällt". Amelie Fried stellt die Geschichte ihrer Ulmer Familie während der nationalsozialistischen Verfolgung vor und die Berliner Autorin Irina Liebmann setzt sich mit der wechselhaften Biografie ihres Vaters auseinander. Außerdem stehen Vorträge der Historikerin Atina Grossmann und des Publizisten Henryk M. Broder auf dem Programm.


Sonderausstellungen

"typisch! Klischees von Juden und Anderen"

Sind Schwarze die besseren Athleten? Haben Schwule einen ausgeprägten Sinn für Kunst? Sind PfeifenraucherInnen gemütlich und haben Juden lange Nasen?
Diese Ausstellung zeigt Gegenstände, Fotografien und audiovisuelle Objekte, die Menschen darstellen, und untersucht, wie populärkulturelle Objekte, Nippes und historische Sammlerstücke stereotype Botschaften verbreiten. Im Zentrum der Ausstellung steht das Phänomen, dass Stereotype und Klischees alle Bereiche des Lebens durchdringen und immer wieder aufs Neue affirmiert und popularisiert werden. Die Ausstellung konfrontiert Kunst, die selbst zur Typenbildung beiträgt, mit Objekten aus der Trivialkultur. Sie stellt ihnen Arbeiten gegenüber, die sich kritisch mit den dargestellten Themen auseinandersetzen. "typisch! Klischees von Juden und Anderen" sollen die BesucherInnen zum Hinschauen und zum Nachdenken über eigene Denkmuster anregen, sollen für deren alltägliche Gegenwart sensibilisieren, aber auch für ihre Brutalität. Denn nicht zuletzt sind Stereotype ein Nährboden für Rassismus und Menschenfeindlichkeit.
Wann: 20.März bis 03. August 2008
Wo: Altbau, 1.OG
Eintritt: 4 Euro / 2 Euro
Gruppenführungen nach Terminabsprache unter: Tel. 030 / 259 933 05 oder fuehrungen@jmberlin.de

Pavel Schmidt: "Franz Kafka – Verschrieben und Verzeichnet"
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Auseinandersetzung des Malers, Zeichners und Installationskünstlers Pavel Schmidt mit dem Schriftsteller Franz Kafka. Pavel Schmidt beschäftigt sich in seinem aus 49 farbigen Zeichnungen bestehenden Zyklus mit Originalfragmenten aus Kafkas Nachlass. Auf sehr persönliche Weise nähert er sich dem rätselhaften Werk Kafkas – die bisweilen provokanten Zeichnungen eröffnen assoziative Bildwelten, denen in der Ausstellung unveröffentlichte Texte von Franz Kafka zugeordnet sind.
Wann: 18. April bis 03. August 2008
Wo: Eric F. Ross Gallery, Libeskind-Bau EG
Eintritt: (mit dem Ticket der Dauerausstellung) 5 Euro / 2,50 Euro

Im Wechsel der Gezeiten - Der Reeder Arnold Bernstein
Die Kabinettausstellung widmet sich dem Leben und Schaffen des Hamburger Reeders, dessen Nachlass dem Jüdischen Museum im vergangenen Jahr von seinem Sohn gestiftet wurde. Der 1888 geborene Arnold Bernstein war ein Pionier in der Fracht- und Passagierschifffahrt und einer der erfolgreichsten deutschen Privatreeder. Doch seine beispielhafte Karriere endete, als die Nationalsozialisten ihn 1937 festnahmen und enteigneten. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges konnte er in die USA emigrieren, wo er sich zwar eine neue Existenz aufbauen, jedoch nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen konnte. Anhand eines Schiffsmodells, Fotografien, Dokumenten und anderen dreidimensionalen Objekten aus dem Nachlass Arnold Bernsteins wird das Leben des innovativen Unternehmers nachgezeichnet.
Wann: 31. Januar bis 15. Juni 2008
Wo: Rafael Roth Learning Center, Liebeskind-Bau, UG
Eintritt: (mit dem Ticket der Dauerausstellung) 5 Euro / 2,50 Euro


Kulturprogramm

Esther Freud "Liebe fällt"

Die Autorin schaffte den großen Durchbruch gleich mit ihrem ersten halbbiografischen Roman "Marrakesch", der mit Kate Winslet verfilmt wurde. Mit jedem weiteren Werk bestätigt sie erneut, dass sie zu den großen Talenten der englischen Gegenwartsliteratur gehört, so auch mit "Das Haus am Meer" Ihr aktueller, sechster Roman "Liebe fällt" wurde in England bereits hoch gelobt. Er behandelt auf kluge und sensible Weise das Thema Erwachsenwerden.
Die Lesung wird von Dorothee Grisebach (Bloomsbury Verlag) moderiert, die deutsche Fassung liest Ana Kerezovic.
Wann: Mittwoch, 5. März 2008, 19:00 Uhr
Wo: Bildungsraum, Altbau 1. OG
Kartenreservierung: 030 / 259 934 88 oder reservierung@jmberlin.de

Eröffnung der Dependance der Wiener Library
Im Herbst 2007 wurde im Jüdischen Museum eine Dependance der Wiener Library, der weltweit ältesten Institution zur Dokumentation der Epoche des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen, eingerichtet. Gegründet 1933 von Alfred Wiener als Jewish Central Information Office in seinem Zufluchtsort Amsterdam, besteht die Einrichtung seit 1939 in London. Im Jüdischen Museum werden nun erstmals auf dem europäischen Festland Bestände der Wiener Library zu einem breiten Spektrum von Themen der Forschung zur Verfügung stehen. Den Festvortrag hält Dan Diner, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und Professor für Neuere Geschichte an der Hebrew University, Jerusalem. Die Tochter und EnkelInnen von Alfred Wiener werden anwesend sein.
Wann: Sonntag, 16. März um 11 Uhr
Wo: Auditorium, Altbau EG
Eintritt: frei
Anmeldung unter: Tel. 030 / 259 934 88 oder reservierung@jmberlin.de

Amelie Fried: "Schuhhaus Pallas"
Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte

Als Jude, der in Ulm das Schuhhaus Pallas besaß, gerät Amelie Frieds Großvater nach 1933 ins Visier der Nazis. Das Schuhhaus kommt auf die Liste der zu boykottierenden Geschäfte. Es beginnt der Kampf der Frieds um ihre Existenz und ihr Leben. Der Großvater selbst überlebt durch einen Zufall. Nach dem Krieg führt die Familie wieder ihr gutbürgerliches Leben. Amelie Frieds Vater, der große Ulmer Zeitungsverleger und Mann des Wortes, schweigt ein Leben lang über die Nazizeit. Die Tochter sucht nach Gründen und erzählt ihre Familiengeschichte. Amelie Fried stellt das Buch gemeinsam mit dem Drehbuchautor Peter Probst vor.
Wann: Montag, 17. März 2008, 19.30 Uhr
Wo: Auditorium, Altbau EG
Eintritt: 7 Euro, 5 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 / 882 4 250

Atina Grossmann: "Jews, Germans, and Allies"
Atina Grossmann beschreibt die chaotischen Nachkriegsjahre, in denen die besiegten Deutschen begannen, ihr Leben neu zu organisieren. Unter ihnen waren mehr als eine viertel Million jüdischer Überlebender. In ihrem Vortrag schildert sie die Geschichten der Überlebenden aus den DP-Lagern und jenen, die als "Illegale" einen Unterschlupf in München, Berlin oder Frankfurt gefunden haben. Sie untersucht die Kommunikation von Deutschen und Juden und ihr Verhältnis zu der US-amerikanischen Armeeverwaltung.
Wann: Dienstag, 18. März 2008, 19 Uhr
Wo: Auditorium, Altbau EG
Eintritt: frei

Irina Liebmann: Wäre es schön? Es wäre schön!
Rudolf Herrnstadt (1903-1966) stammte aus einer bürgerlichen jüdischen Familie im oberschlesischen Industrierevier. Den aufziehenden Faschismus erkannte er früh und beschloss, Kommunist zu werden. Irina Liebmann entdeckt ihren Vater als Akteur der Zeitgeschichte und zeichnet die Spannweite seines Lebens. Er wurde der sprachgewaltigste und bekannteste Pressemann der Ostzone und der frühen DDR, bevor seine Hingabe für die Sache des Kommunismus tragisch endete.
Wann: Montag, 31. März um 19.30 Uhr
Wo: Auditorium EG
Eintritt: 7 Euro, 5 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 88 24 250

Henryk M. Broder: Jüdischer Selbsthass von Marx bis heute
"Besonders im vergangenen Jahr scheint sich eine andere Vorhersage der Antisemiten im gefährlichen Ausmaß zu bewahrheiten. Ich meine den Mythos - und bis vor kurzem war es ein solcher - die Juden hätten es auf die Weltherrschaft abgesehen." Dieser Satz stammt von einem Juden, der den Holocaust überlebt hat und heute von einem "Ende des Judentums" phantasiert. Den Begriff "jüdischer Selbsthass" hat Theodor Lessing 1930 geprägt. Er wurde von jüdischen Intellektuellen wie Karl Marx, Karl Kraus und Otto Weininger verkörpert. Henryk M. Broder rekapituliert die Geschichte des jüdischen Selbsthasses und führt aktuelle Fälle vor.
Wann: Montag, 14. April um 19.30 Uhr
Wo: Konzertsaal 2. OG
Eintritt: 7 Euro, 5 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 / 882 4 250

Weitere Infos unter: www.jmberlin.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 09.02.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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