#Babel 21. Migration und jüdische Gemeinschaft - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de 4/8/5778 - Beitrag vom 05.09.2017

#Babel 21. Migration und jüdische Gemeinschaft
AVIVA-Redaktion

In den Ausstellungsräumen der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum finden neben der Dauerausstellung "Tuet auf die Pforten" regelmäßig Wechselausstellungen statt. Vom 13. September bis 26. Oktober 2017 präsentiert das Centrum Judaicum zusammen mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk die Ausstellung #Babel 21. Migration und Jüdische Gemeinschaft.



Die Ausstellung porträtiert zwölf junge Menschen mit ihren vielfältigen, internationalen Migrationsbiographien. Die Porträtierten erzählen von ihren unterschiedlichen Herkünften und Identitäten und reflektieren zugleich ihr jüdisches Selbstverständnis – in Deutschland und in Europa. Die Ausstellung gruppiert sich mit zahlreichen Texten und Bildern um die fünf Gedankenräume Familie, Migration, Heimat, Religion und Vielfalt.

So etwa Akiva Weingarten, der in einer streng orthodoxen chassidischen Familie in New York aufgewachsen ist, Greta Zelener, die mit sechs Jahren von Odessa nach Berlin zog oder Channah Trzebiner Schmidt, die der dritten Generation von Shoah-Überlebenden angehört und in Frankfurt am Main geboren wurde - einer Stadt, in der ihre Großeltern nur "zufällig" und eigentlich "vorübergehend" als Displaced Persons lebten. Sie alle spiegeln die Pluralität und Vielfalt einer neuen jüdischen Gemeinschaft in Deutschland wider, die aufgrund der Immigration von einer knappen Viertelmillion Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion sowie der Einwanderung einiger Tausend Israelis in den letzten Jahren entstanden ist. Diese neue jüdische Gemeinschaft wird im Spiegel der neuen Migrationsgesellschaft gezeigt.

Die Ausstellung #Babel 21. Migration und jüdische Gemeinschaft wurde federführend vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk in Kooperation mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien Osnabrück konzipiert.
Es ist geplant, dass die Ausstellung auch in anderen Städten gezeigt wird.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Stiftung Mercator, die Leo Baeck Foundation, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Szloma Albam Stiftung und die Alfred Toepfer Stiftung haben die Ausstellung unterstützt.

Buch zur Ausstellung

"#Babel 21. Migration und jüdische Gemeinschaft", hrsg. von Dmitrij Belkin, 60 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Band 2 der Schriftenreihe des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, hrsg. von Walter Homolka und Jo Frank, Hentrich & Hentrich Verlag Berlin, ISBN 978-3-95565-240-1, 12,90 Euro

Zum Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES)

Das 2009 gegründete Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der dreizehn Begabtenförderungswerke, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt werden. Mit der gezielten Förderung begabter jüdischer Studierender und Promovierender leistet das Studienwerk einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung einer neuen jüdischen Intellektualität in Deutschland und Europa. ELES steht für ein traditionsbewusstes, pluralistisches, weltoffenes und selbstbewusstes Judentum. ELES fördert Jüdinnen und Juden aller Denominationen – von orthodox bis liberal, von masorti bis säkular. Dieses Zusammenkommen aller religiösen und auch nicht-religiösen Strömungen des Judentums ist einmalig, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Mit dem Programm "Dialogperspektiven: Religionen und Weltanschauungen im Gespräch", der Künstler_innenförderung "DAGESH. KunstLAB ELES", den Schwerpunktreihen "Erinnerung" und "Migration", deren Ergebnisse bisher in einer im Hentrich & Hentrich Verlag Berlin erscheinenden Schriftenreihe und in der Ausstellung "#Babel 21. Migration und jüdische Gemeinschaft" vorgelegt wurden, nimmt ELES aktiv an gesellschaftlichen Diskursen teil, greift sie auf und führt sie weiter.

Zur Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum

Die Stiftung des öffentlichen Rechts mit einem Mandat gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit ist keine religiöse oder weltanschauliche Einrichtung, sondern eine kulturelle Institution der Bildung, Sammlung und Forschung. Gleichzeitig ist sie ein Museum, das eine Dauerausstellung zur Geschichte der Neuen Synagoge unterhält und mit mehreren temporären Ausstellungen pro Jahr innovative Themen aufgreift, oft mit aktuellem Bezug. Sie unterhält das bedeutendste Archiv zur deutsch-jüdischen Geschichte außerhalb von Israel und den USA und ist ein kulturelles Zentrum, das Buchlesungen, Vorträge und andere kulturelle Abende veranstaltet. Darüber hinaus ist die Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum Ort wissenschaftlicher Forschung mit über die Jahre hinweg bedeutenden Projekten und Publikationen zur deutsch-jüdischen und vor allem Berliner jüdischen Geschichte.

Veranstaltungsort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28–30
10117 Berlin
Öffnungszeiten: September: Montag bis Freitag 10 – 18 Uhr, Sonntag 10 –19 Uhr Oktober: Sonntag bis Donnerstag 10 –18 Uhr, Freitag 10 –15 Uhr

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Begleitveranstaltungen finden Sie unter:

www.centrumjudaicum.de

www.eles-studienwerk.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 05.09.2017 AVIVA-Redaktion 

   




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