15. Jewish Film Festival Berlin vom 3. - 17. Mai 2009 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de 3/18/5778 - Beitrag vom 10.04.2009

15. Jewish Film Festival Berlin vom 3. - 17. Mai 2009
Sharon Adler

23 Filme, darunter 1 Europa-Premiere und 13 Deutschlandpremieren. Neben Filmen aus Israel kommen Festivalbeiträge aus Frankreich, den USA, Großbritannien, Belgien, Kasachstan, Norwegen, Deutschland.



NEWS vom 14.05.2009Vom 03. - 14. Mai konnten Filmbegeisterte zum 15. mal das Beste vom jüdischen und israelischen Kino weltweit in Berlin erleben, an dieser Stelle freuen wir uns, Ihnen die Preisträger in den drei Kategorien des Jewish Film Festival Berlin präsentieren zu dürfen.

Der mit 2.000 Euro dotierte Gerhard-Klein-Publikumspreis 2009 geht an:

The Gift to Stalin von Rustem Abdrashav

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis für den besten Israelischen Film geht an den Spielfilm:

Valentina´s Mother von Matti Haraari

Der Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik des Jahres 2008, dotiert mit 2.000 Euro, geht an:

Menschliches Versagen von Michael Verhoeven

Nach einer Ansprache von Lala Süsskind, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, nahm Michael Verhoeven seinen Preis persönlich entgegen.
Das Preisgeld im Wert von 7.000 Euro wurde von der Familie Klein gestiftet in Gedenken an Gerhard Klein (1920 - 1999).




Highlights im Programm des 15. Jewish Film Festival Berlin vom 03. bis 17. Mai 2009 in Berlin

Seit das Jewish Film Festival Berlin 1995 gleich in seinem ersten Jahr die Deutschlandpremiere des Films "Freud Leaving Home" der inzwischen international bekannten dänischen Regisseurin Susanne Bier präsentierte, ist viel geschehen: Sei es der Umzug des Festivals mit der Festivalspielstätte, dem Kino Arsenal, ins Sony Center am Potsdamer Platz im Jahre 2000, die Ausweitung auf das Filmmuseum Potsdam seit dem Jahr 2004 und damit ein erster Schritt über die Stadtgrenzen Berlins hinaus, sei es die Eröffnungsveranstaltung im Berliner Rathaus 2005 mit dem Film "Don´t call it Heimweh" unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Wowereit oder gar ein Eröffnungskonzert des Pianisten Christoph Israel, der Kantorin Roslyn Barak und der Sängerin Jocelyn B. Smith im Berliner Ensemble im Jahr 2006 – das Jewish Film Festival Berlin hat es – neben der Präsentation großartiger Filme, die in Deutschland zumeist nur hier auf der großen Leinwand zu sehen waren - verstanden, auch mit seinem Rahmenprogramm Akzente zu setzen, die es zu einem der Schätze im hauptstädtischen Kulturkalender haben werden lassen.

Das 15. Jewish Film Festival Berlin wird auch in diesem Jahr den Festival-BesucherInnen ein herausragendes und facettenreiches Programm präsentieren:
Die Deutschlandpremiere von von Mark Herman nach dem Roman von John Boynes bewegendem Drama "Der Junge Im Gestreiften Pyjama" wird das diesjährige Jewish Film Festival Berlin am 3. Mai 2009 im Delphi Filmpalast eröffnen.

Hier ein erster Ausblick auf weitere Beiträge im Festival-Programm:

"Hello Goodbye" – Spielfilm – Frankreich 2008 – R: Graham Guit - Deutschlandpremiere

Die Frage der jüdischen Identität wird in dieser wunderbaren französischen Komödie aufs Korn genommen. In den Hauptrollen Gérard Depardieu und Fanny Ardant als jüdisches Paar, das nach Israel immigriert. Die israelischen Stars Lior Ashkenazi aus "Walk on Water" und Sosson Gabai aus "The Band´s Visit" sind in Nebenrollen zu sehen.

"God On Trial" – Spielfilm – Großbritannien 2008 - R: Andy DeEmmony - Deutschlandpremiere
Konfrontiert mit der schrecklichen Gewissheit, dass eine Selektion für Arbeitseinsatz oder Gaskammer bevorsteht, stellen Häftlinge des Vernichtungslagers Auschwitz ein Rabbinats-Gericht zusammen: der Angeklagte: Gott! Die Anklage: Gott hat den Bund mit dem auserwählten Volk und somit sein Versprechen den Juden gegenüber gebrochen. Das Skript verfasste der gefeierte Drehbuchautor Frank Cottrell Boyce, die Auftritte von Anthony Sher, Rupert Graves, Stellan Skarsgard und Stephen Dillane sind großartig.

"The Wedding Song" – Spielfilm – Frankreich/Tunesien 2008 – R: Karin Albou -
Deutschlandpremiere

Die Freundschaft zwischen der Muslimin Nour und der Jüdin Myriam wird durch die Okkupation Tunesiens durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg auf eine schwere Belastungsprobe gestellt. Wie bereits in La petite Jerusalem (gezeigt im JFFB 2007) schildert Karin Albou eindringlich die Situation sephardisch-jüdischer Frauen inmitten von religiösen Auseinandersetzungen.

"Bart got a Room" – Spielfilm – USA 2008 – R: Brian Hecker - Europapremiere
Der unbeholfene jüdische Junge Danny Stein sucht in "Gottes Wartezimmer" (alias Florida) verzweifelt eine sexy Begleitung zur Highschool-Prom-Feier – und übersieht dabei ganz seine beste Freundin Camille, ein nettes kluges ebenfalls jüdisches Mädchen. Eine halb-autobiographische Komödie über das Erwachsenwerden mit Stephen Kaplan und William H. Macey in den Hauptrollen.

"The Beetle" – Dokumentarfilm – Israel 2007 – R: Yishai Orian - Deutschlandpremiere
Yishai Orian, der Regisseur dieses Films und Besitzer eines alten VW-Käfers, wird gerade Vater. Sein Automechaniker bezweifelt, dass der Wagen noch lange durchhält, und auch die künftige Mutter hält den Wagen nicht gerade für ein geeignetes Familienauto. So macht sich Yishai, der seinen geliebten "Beetle" behalten will, auf die Suche nach einer Reparaturwerkstatt und begibt sich auf eine farbenfrohe Reise in die Vergangenheit seines Käfers ...


Festival-Leiterin Nicola Galliner:

"Ich möchte mich hierfür herzlich bei Thomas Menne von Walt Disney Studios Motion Pictures Deutschland bedanken, dem deutschen Filmverleih der Miramax-Produktion, der uns schon so früh mit der Zusage des Eröffnungsfilms für unser Jubiläumsjahr ein wundervolles Geschenk gemacht hat. Seit nunmehr 15 Jahren bringen wir das Beste vom neuesten jüdischen und israelischen Kino nach Berlin.
2009 wollen wir nun einen Schritt weitergehen und das Jewish Film Festival Berlin von einem Berlin-Brandenburgischen Lokalereignis zu einem gesamtdeutschen Filmfestival weiter entwickeln."


Zu diesem Zweck wurde eigens ein Förderverein gegründet, wobei Organisation, Inhalt und Ziele des Festivals unberührt bleiben. Geplant ist zunächst, mit dem Jewish Film Festival Berlin in sechs weiteren Städten Deutschlands Station zu machen. Welche Städte bei dieser Tournee dabei sind, wie auch weitere Infos zum diesjährigen Festival-Programm erfahren Sie auf: www.jffb.de


Das Berliner Programm des diesjährig bundesweiten Jewish Film Festival Berlin findet zwischen dem 03. und 14. Mai 2009 statt (3. Mai – Eröffnung im Delphi Filmpalast, 4. – 14. Mai Kino Arsenal).
Danach geht es vom 15. – 17. Mai 2009 weiter ins Filmmuseum Potsdam.


Preise

Gerhard-Klein-Publikumspreis

Bereits zum achten Mal in seiner inzwischen fünfzehnjährigen Geschichte findet im Rahmen des Jewish Film Festival Berlin eine Preisverleihung statt. Gewidmet ist der Preis dem 1999 im Alter von 79 Jahren verstorbenen Gerhard Klein. In Berlin war Klein eine "Kinolegende". Das Filmkunstkino "Capitol" in der Dahlemer Thielallee 36 ist seine Schöpfung und wurde nach seiner Gründung 1956 zu einem beliebten Treffpunkt und zu einer Institution. Als Kinderdarsteller hatte Klein, aus einer gutbürgerlichen Berliner Familie stammend, selbst vor der Kamera und auf der Bühne gestanden. 1933 traf ihn das Berufsverbot der Nazis. Zusammen mit seinem Bruder gelang ihm 1939 die Flucht nach Palästina, wo er in einem Kibbuz arbeitete und das noch heute bestehende avantgardistische "Teatron Kameri" in Tel Aviv mitbegründete. Die Eltern sah er nie wieder. 1952 kehrte er nach Deutschland zurück. Für seine anspruchsvolle Programmgestaltung im Kino "Capitol" erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Der Gerhard-Klein-Publikumspreis, gestiftet von der Familie Gerhard Kleins, ist mit 2.000 Euro dotiert. Alle BesucherInnen des Jewish Film Festival Berlin sind eingeladen, nach der Vorführung durch das Einwerfen einer Postkarte, die man mit dem Kauf der Eintrittskarte an der Kasse erhält, ihren Favoriten zu benennen und damit die oder den PreisträgerIn zu bestimmen.

Preis für den Besten Israelischen Film des 15. Jewish Film Festival
Ein Großteil der beim Jewish Film Festival Berlin gezeigten Filme stammt aus Israel. Damit soll deutlich gemacht werden, über welch herausragende und vielfältige Filmproduktion dieses Land verfügt. Die VeranstalterInnen des Festivals bestimmen gemeinsam mit der Familie Klein, die auch diese Preissumme in Höhe von 3.000 Euro stiftete, wer den zum fünften Mal verliehenen Preis erhält.

Preis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik
Der Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist und ebenfalls von der Familie Klein gestiftet wurde, wird jährlich für einen im vorausgegangenen Jahr gedrehten Film verliehen.
Erstmals 2009 verliehen geht der Preis diesmal an den Regisseur Michael Verhoeven für seinen Film "Menschliches Versagen" (Deutschland 2008). Die Preisverleihung findet am 14. Mai 2009 um 20 Uhr im Kino Arsenal statt.


Weitere Informationen und auch das vollständige Festival-Programm finden Sie auf: www.jffb.de


Jüdisches Leben Beitrag vom 10.04.2009 Sharon Adler 

   




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