Gedenkstein zur Erinnerung an die aus Berlin deportierten und ermordeten Berliner Juden in Minsk eingeweiht - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de 2/10/5778 - Beitrag vom 23.06.2009

Gedenkstein zur Erinnerung an die aus Berlin deportierten und ermordeten Berliner Juden in Minsk eingeweiht
AVIVA-Redaktion

Am 25. Juni 2009 wurde am Rande des ehemaligen Minsker Ghettos, auf dem früheren jüdischen Friedhof, vom Land Berlin und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ein gemeinsam ...



... gestifteter Gedenkstein eingeweiht. Dieser erinnert an die aus Berlin deportierten und von deutschen Einheiten ermordeten Berliner Juden.

Tausende Deportierte – ein Überlebender

Am 14. November 1941 verließ in Berlin ein Transport mit ca. 1.000 Juden und Jüdinnen Berlin und machte sich auf den Weg in Richtung des Minsker Ghettos. Nur ein einziger Überlebender dieses Transportes und der anschließenden Vernichtungsaktion ist bekannt - Dr. Karl Loewenstein.
Ein zweiter Transport verließ Berlin im Juni 1942 in Richtung Malyj Trostenez, dem vor den Toren der Stadt Minsk gelegenen Todeslager.

Die besondere Verantwortung der Stadt Berlin

Die Enthüllung des Denkmals erfolgte durch VertreterInnen der Senatskanzlei, VertreterInnen der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, die Leiter des Centrum Judaicums und des Instituts für Antisemitismusforschung der TU, das ein Forschungsprojekt zur Ghetto- und Lagergeschichte in Zusammenarbeit mit der Minsker Geschichtswerkstatt realisiert.

Stellvertretend für die ermordeten Juden und Jüdinnen wurde mit der Cora-Berliner-Straße am Denkmal eine der Jüdinnen, die in Minsk ermordet wurden, geehrt.

Der Kulturstaatssekretär André Schmitz betonte in einer Stellungnahme, die besondere Verantwortung, der sich die Stadt wie auch das Land Berlin stellen muss:
"Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Herzen der deutschen Hauptstadt erinnert an die Millionen Juden, die außerhalb der deutschen Grenzen vor allem in Mittel- und Osteuropa dem Naziterror zum Opfergefallen sind. Mit der Cora-Berliner-Straße am Denkmal ehren wir stellvertretend eine der Jüdinnen, die in Minsk ermordet wurden. Der Gedenkstein in Minsk selbst soll ein Zeichen an dem Ort setzen, wo Berliner Juden und Tausende andere in deutschem Namen umgebracht wurden. Berlin steht als Stadt mit der größten jüdischen Gemeinde in Deutschland damals wie heute in einer besonderen Verantwortung und bekennt sich dazu. Wir sind dankbar und geehrt, dass uns Gelegenheit gegeben wird, mit dem Gedenkstein an diesem Ort schwerster Verbrechen ein Zeichen setzen zu dürfen. Gerade Weißrussland ist ein Land vieler Weltkriegsopfer, zahlreicher Konzentrationslager und Vernichtungsorte, was im öffentlichen Bewusstsein noch zu wenig verankert ist."

Weitere Informationen finden Sie im Netz unter:

www.holocaust-mahnmal.de
www.senwisskult.berlin.de


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Orte erinnern - Spuren des NS-Terrors in Berlin - Ein Wegweiser

Jüdisches Leben Beitrag vom 23.06.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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