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AVIVA-BERLIN.de 2/17/5778 - Beitrag vom 29.06.2009

Gilad Shalit seit 3 Jahren in Gefangenschaft der Hamas
AVIVA-Redaktion

Am 25.06.2006 wurde der Soldat Gilad Shalit von der Hamas entführt und verschleppt. 1.183 LäuferInnen nehmen an der Aktion "Run4me", einer Initiative Ron Segals, beim diesjährigen Berlin Marathon...



... teil und setzen sich damit für die Freilassung Shalits und für die Wahrung von Menschenrechten in aller Welt ein.

Gilad Shalit: Ein geliebter Mensch, ein junger Mann, ein Sohn, ein Bruder ...
Gilad Shalit wurde am 28.8.1986 in Nahariya geboren. Er ist der Sohn von Aviva und Noam Shalit und der Bruder von Yoel (23) und Hadas (16) Shalit. Die Familie lebt in Mitzpe Hilla im westlichen Galiläa, wo Gilad aufwuchs und die Manor-Kabri-Schule mit Erfolg abschloss: Gilad liebt Mathematik und Sport. Er spielt nicht nur seit seiner Kindheit Basketball, sondern kennt sich mit allen Turnieren und Meisterschaften aller Sportarten weltweit aus. Er wird als höflicher, ruhiger, introvertierter junger Mann beschrieben, dessen Gesicht jedoch oft "ein schüchternes Lächeln erhellt".
Er ist ein hilfsbereiter Mensch, der in seiner freien Zeit während des Militärdienstes auch immer seine Eltern in ihrem "Bed & Breakfast" unterstützte.
Im Alter von 11 Jahren schrieb Shalit eine Geschichte des Friedens, der Freundschaft und des Vertrauens, die gerade in Hinblick des alltäglichen Terrors in Israel und in der Welt von einer unglaublichen Hoffnung zeugt:

Die Geschichte "Als der Hai und der Fisch sich zum ersten Mal trafen" von Gilad Shalit

Inmitten des Stillen Ozeans schwamm ein kleiner, zahmer Fisch. Plötzlich sah der Fisch einen Hai, der ihn verschlingen wollte. Da begann er schnell zu schwimmen, so auch der Hai. Plötzlich hielt der Fisch an und rief dem Hai zu: "Warum willst Du mich auffressen? Wir könnten doch auch zusammen spielen!"
Da dachte der Hai nach, dachte und dachte und sagte dann: "Ok, gut, lass uns Verstecken spielen." Der Hai und der Fisch spielten den ganzen Tag zusammen bis die Sonne unterging. Am Abend kehrte der Hai nach Hause zurück. Seine Mutter fragte ihn: "Wie war es heute, lieber Hai? Wie viele Tiere hast Du heute verschlungen?" Der Hai antwortete: "Heute habe ich keine Tiere verschlungen, ich habe mit einem Tier namens Fisch gespielt."
"Fisch ist ein Tier, das wir essen. Spiel nicht mit ihm!" sagte die Mutter zum Hai.
Im Haus des Fisches passierte genau das Gleiche. "Wie geht es dir, kleiner Fisch, wie war es heute im Meer?", fragte die Mutter den Fisch.
Der Fisch antwortete: "Heute habe ich mit einem Tier namens Hai gespielt."
"Hai ist das Tier, welches Deinen Vater und Deinen Bruder getötet hat, spiel nicht mit diesem Tier!", antwortete die Mutter.
Am nächsten Tag waren weder der Hai noch der Fisch im Ozean. Viele Tage trafen sie sich nicht, Wochen und Monate vergingen. Dann, eines Tages, trafen sie sich wieder. Schnell flüchtete ein jeder zurück zu seiner Mutter. Und so trafen sie sich wieder tagelang nicht, Wochen und Monate vergingen.
Nach einem ganzen Jahr zog der Hai zu einem gemütlichen Bad hinaus, so auch der Fisch. Sie trafen sich zum dritten Mal und dann sagte der Hai:
"Du bist mein Feind, aber vielleicht können wir Frieden schließen?"
Der Fisch sagte: "In Ordnung.". Heimlich spielten sie tagelang, Wochen und Monate bis eines Tages der Hai und der Fisch zur Mutter des Fisches kamen und zusammen mit ihr sprachen. So taten sie es auch mit der Mutter des Hais.
Und seit diesem Tag leben Haie und Fische in Frieden.

(geschrieben von Gilad Shalit, in der 5. Klasse der Ma´´alei Hagalil Schule)

Gilad Shalit war eingesetzt, die Sicherheit der israelischen Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens zu gewährleisten.

Anlässlich des dritten Jahrestages seiner Entführung lasen am 25. Juni 2009 Menschen weltweit diese Geschichte in ihren Sprachen. So haben dies in Berlin auch Charlyn, Leeor und Renate getan. Die drei Clips finden Sie auf der Facebook-Seite der Botschaft des Staates Israel:
Botschaft des Staates Israels-Facebook Diese sowie weitere Clips aus anderen Ländern sind auch bei youtube zu finden: Lesen für Gilad auf youtube.com

Einige Monate vor seiner Entführung schloss Gilad Shalit seinen IDF-Trainingskurs (Israel Defense Forces) ab, den er in der Kampfeinheit mit hoher Motivation und Erfolg absolvierte. Er wurde während seines Armeedienstes auf der israelischen Seite des Gaza-Streifens bei Kerem Shalom entführt, in den Gazastreifen verschleppt und befindet sich seitdem in Geiselhaft der Hamas.
Bei diesem Angriff wurden außerdem zwei israelische Soldaten getötet und vier Soldaten verletzt.

(K)ein Ende in Sicht? - Unterstützung für Gilad Shalit und seine Familie

Nach wie vor kämpfen weltweit Menschen für die Freilassung des jungen Soldaten und für einen dauerhaften Frieden in Nahost, wie auf der ganzen Welt. In Israel wird die Hoffnung auf einen positiven Ausgang und die Freilassung Gilad Shalits nicht aufgegeben!
"Wir sind verpflichtet, Gilad lebend und gesund nach Hause zu holen, und wir werden auf verschiedenen Kanälen jedwede Anstrengung unternehmen", so Ministerpräsident Netanyahu vor einigen Tagen in Ägypten.
"Israel erwartet als Lebensbeweis einen Antwortbrief von Gilad an seine Eltern Noam und Aviva."

Außerdem wurden zahlreiche Internetseiten ins Leben gerufen, die sich für die Freilassung von entführten Soldaten einsetzen. Neben umfangreichen Informationen finden sich dort auch Hinweise auf Unterstützungsmöglichkeiten wie Petitionen, Demonstrationen und Aktionen, sowie die Adressen des ICRC (Internationales Komitee des Roten Kreuzes), dem noch immer der Zugang zu Gilad von der Hamas verwehrt wird.
Seit seiner Entführung wurden nur zwei Briefe von Gilad an seine Eltern übermittelt und am ersten Jahrestag seiner Entführung hat die Hamas eine Tonaufnahme von Gilad Shalit an seine Familie veröffentlicht, die das erste Lebenszeichen darstellte: www.habanim.org

In der Absicht, auf die Hamas Druck auszuüben, damit dem Roten Kreuz Zugang zu Gilad gewährt wird, versuchten vor einigen Tagen ProtestantInnen, die zur"Free Gilad Shalit"-Bewegung, der Kibbutz-Bewegung und "Im Tirzu"-Studentenbewegung gehören, die drei Übergänge Erez, Karni und Kerem Shalom in den Gaza-Streifen zu blockieren. Sie wurden von der Armee jedoch evakuiert, als Informationen bekannt wurden, dass die Hamas Raketen auf diese Ziele richtete.

Auch Noam Shalit, der Vater Gilads, kam zu den Protesten und dankte für die Unterstützung, die nicht selbstverständlich für ihn ist: "Seit drei Jahren ist er ohne jegliche Menschenrechte in Gefangenschaft, die Menschen hier halten diese Situation auch nicht mehr aus."

Am Donnerstagabend fand eine große Kundgebung in Tel Aviv statt. Es sprachen die Familie Shalit, der ehemalige Oberrabbiner Israel Meir Lau, ein früherer Gefangener, Hezi Shai, sowie Karnit Goldwasser, die Witwe des von der Hisbollah entführten Soldaten Ehud Goldwasser.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat vor einigen Tagen eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der die unverzügliche Freilassung des entführten israelischen Unteroffiziers Gilad Shalit gefordert wird. Darin heißt es:
"Die Geschichte der Entführung von Gilad Shalit zeigt die ganze Unmenschlichkeit der Hamas-Terroristen. In der langen Zeit seiner Gefangenschaft hat die vom Iran unterstützte terroristische Hamas kaum Beweise dafür geliefert, dass Gilad Shalit noch am Leben ist. Unter völliger Missachtung der Grundsätze der Genfer Konvention verweigerten die Terroristen dem Roten Kreuz Zugang zu dem verwundeten Soldaten. Am 14. Dezember 2008 führte die Hamas in Gaza eine Parade durch, bei der sie Gilad Shalit öffentlich auf unerträgliche Weise verhöhnte und seine Familie verspottete."

Um der Forderung nach Freilassung von Gilad Shalit Nachdruck zu verleihen und dessen Schicksal nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde am 25.6.2009, diesem traurigen Jahrestag, eine Menschenkette um das Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel, organisiert. Diese Aktion wurde vom Präsidenten des Comité de Coordination des Organisations Juives de Belgique (CCOJB), Joël Rubinfeld, dem Europäischen Jüdischen Kongress und dem Zentralrat der Juden in Deutschland unterstützt.

"Would you run a marathon to save a life?"

Auch in Berlin setzen sich zahlreiche Menschen für die Freilassung Gilad Shalits und für die Wahrung der Menschenrechte in aller Welt ein.
Einer von ihnen ist der in Berlin lebende Israeli und Filmemacher Ron Segal. Dieser hat eine ganz besondere Initiative "Run4me" in Kooperation mit zahlreichen Projektpartnern ins Leben gerufen:

Im Rahmen des diesjährigen Berlin-Marathons, am 20. September 2009, sollen 1.183 LäuferInnen für die Freilassung Gilad Shalits und die Wahrung von Menschenrechten in aller Welt am größten Laufevent Deutschlands teilnehmen. Die Zahl der LäuferInnen soll daran erinnern, dass sich Gilad Shalit am Tag des Berlin-Marathons möglicherweise seit 1183 Tagen in Gefangenschaft befinden wird.

InteressentInnen können sich im Internet über die Aktion "Run4me" informieren: www.run4me.com.

Weitere Informationen zu Gilad Shalit finden Sie im Netz unter:

Juedische Gemeinde zu Berlin - Marathon-fuer-Gilad-Shalit-und-Menschenrechte
www.habanim.org
Zentralrat der Juden in Deutschland zu Gilad Shalit
Free Gilad Shalit

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin.de:

Enough is enough - Tzipi Livnis Hoffnung auf Frieden

My letter to my Israeli Soldier

Trauer über den Tod von Ehud Goldwasser und Eldad Regev

(Quellen: Botschaft des Staates Israel, Juedische Gemeinde zu Berlin, Zentralrat der Juden in Deutschland)

Jüdisches Leben Beitrag vom 29.06.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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