Jüdische Volkshochschule Berlin - Kulturprogramm im 3. Trimester 2009 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de 2/16/5778 - Beitrag vom 20.08.2009

Jüdische Volkshochschule Berlin - Kulturprogramm im 3. Trimester 2009
AVIVA-Redaktion

Hier finden Sie das vollständige Programm zu Lesungen, Konzerten, Podiumsdiskussion, Performances und Filmen der jüdischen Volkshochschule für das 3. Trimester vom 12. Oktober bis 13. Dezember 2009.



Einzelveranstaltungen:

Ivan Sándor – Spurensuche. Lesung und Autorengespräch, Do, 22. Okt 2009, 20:00 Uhr
Der 14-jährige Iván flieht im Winter 1944/45 mit seiner Freundin Vera vor den Deportationen im belagerten Budapest. Carl Lutz, der Schweizer Vizekonsul, ist ebenfalls auf den unter Beschuss liegenden Straßen unterwegs: Wie der weitaus bekanntere Raoul Wallenberg stellt er sich mutig den Anordnungen der Nationalsozialisten entgegen und wird zum Retter von über 60.000 Juden. Auch die beiden Jugendlichen begegnen dem Diplomaten, doch Iván Sándor erfährt erst Jahre später, wen er damals vor sich hatte. Mit dramaturgischer Raffinesse verknüpft er seine persönlichen Erinnerungen mit der Geschichte von Carl Lutz, dessen furchtloses Handeln ihn zu einem Vorbild für Zivilcourage und Humanität werden ließ.
Iván Sándor, geboren 1930 in Budapest, gehört zu den renommiertesten Schriftstellern Ungarns. Sein Werk umfasst Romane sowie Essays und Dramen. Er wurde mit den wichtigsten Literaturpreisen des Landes ausgezeichnet, darunter mit dem József-Attila-Preis (1985) und dem Márai-Sándor-Preis (2000). 2005 erhielt er für sein Lebenswerk den Kossuth-Preis. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Roman "Geliebte Liv".
Übersetzung und Moderation: Gábor Szász. Der gebürtige Ungar studierte Philosophie und Sprachen in Budapest.
Den deutschen Text liest György Dalos, 1943 in Budapest geboren, Schriftsteller, Historiker und Übersetzer.
In Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin und dem Collegium Hungaricum Berlin.
Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin
Fasanenstr. 23
10719 Berlin
Reservierungshotline: 030 - 88 91 59 98
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


The Forgotten Refugees (Film), So 25. Okt 2009, 20:00 Uhr
Ein Film von Michael Grynszpan IL, H 2008, 49 Minuten
Vom Davidproject Center for Jewish Leadership und Isra TV produziert, beleuchtet der Film die Geschichte und Kultur der Juden aus dem Nahen Osten und den nordafrikanischen jüdischen Gemeinden, sowie deren erzwungenen Exodus in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Juden aus Ägypten, dem Jemen, Libyen, dem Irak und Marokko legen Zeugnis ab. Der Film verknüpft persönliche Geschichten mit dramatischem dokumentarischem Filmmaterial der Rettungsaktionen der Juden aus den arabischen Ländern. Analysen zeitgenössischer Historiker liefern den Hintergrund für den Rückgang der jüdischen Population in den arabischen Ländern des Nahen Ostens und Nord Afrikas von einer Million im Jahre 1945 auf einige Tausende heutzutage. "The Forgotten Refugees" erhielt den Warsaw Jewish Filmfestival Preis 2006 und wurde Sieger als bester Dokumentarfilm des Marbella International Film Festivals 2007 prämiert. Die Intention dieses Filmes ist es, diese Periode in der jüdischen Geschichte, die bislang von den Medien und der Weltpolitik weitgehend ignoriert wurde, wieder ins Bewusstsein zu holen.
Im Anschluss an den Film wird die Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der israelischen Botschaft in Berlin, Frau Sultan-Dadon, für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.
Veranstaltungsort: Kino "Die Kurbel"
Giesebrechtstr. 4
10629 Berlin
Reservierungshotline: 030 - 88 91 59 98
Eintritt: 7,00 Euro (erm. 4,00 Euro)


Podiumsdiskussion: "Antisemitismus und Verfolgung der Bahai in der Islamischen Republik Iran". Do, 29. Okt 2009, 20:00 Uhr
Seit Beginn der islamischen Diktatur im Iran ist die Diskriminierung und Verfolgung religiöser Gruppen, die nicht dem schiitischen Islam in der Auslegung der Machthaber angehören, ein fester Teil des Staatsterrors. Die zentrale Bedeutung und Gefahr der antisemitischen und bahaifeindlichen Ideologie des Regimes zeigt sich besonders in der aktuellen Krisensituation. Nicht nur wird durch Regimemedien und Milizen eine Pogromstimmung geschürt, auch die iranische Freiheitsbewegung gegen das Regime wird als "zionistisch" oder "von Bahai gelenkt" denunziert und brutal verfolgt.
PodiumsteilnehmerInnen:
Javad Asadian, ist Politikwissenschaftler und Schriftsteller. Er ist Mitglied und ehemaliger Präsident des exiliranischen PEN. Asadian hat sich kritisch mit der Rolle des Antiamerikanismus in der iranischen Linken auseinandergesetzt. Er beschäftigt sich speziell mit der Auslegung des shiitischen Islam im Iran und mit dem Mahdi-Glauben von Präsident Ahmadinedschad.
Isabel Schayani studierte Islamwissenschaft, Geschichte und Völkerrecht. Sie moderierte Hörfunksendungen sowie die ZDF-Kindernachrichten "Logo". Anschließend war sie Redakteurin im ARD-Morgenmagazin und schrieb für Faz und SZ. Bis 2006 moderierte sie "Cosmo-TV", das migrationspolitische Magazin im WDR. Seit 2005 arbeitet sie als Redakteurin bei MONITOR.
Gesprächsleitung: Jörg Rensmann, geb. 1961, Politikwissenschaftler und freier Autor. Er ist Vorstandsmitglied des Mideast Freedom Forum Berlin sowie der deutschen Sektion von Scholars for Peace in the Middle East.
Eine Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Mideast Freedom Forum Berlin und der Kampagne Stop the Bomb.
Veranstaltungsort: Filmbühne am Steinplatz
Hardenbergstr. 12
10623 Berlin
Eintritt: Euro 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


Vortrag von Micha Brumlik: Jüdische Identität im 21. Jahrhundert - Wie erziehen wir unsere Kinder jüdisch? Do 05. Nov 2009 | 20:00 Uhr
Die Frage nach der Bildung jüdischer Identität von jüdischen Kindern setzt zunächst eine Entscheidung der Eltern darüber voraus, was sie selbst unter Judentum verstehen: Religion, Ethnizität, Bezug auf den Staat Israel, die Bedeutung der Shoah etc. Erst eine ehrliche Selbstvergewisserung darüber ermöglicht es dann in einem zweiten Schritt, zu überlegen, wie diese Identitätsgesichtspunkte Kindern altersgerecht vermittelt werden können.
Micha Brumlik, als Kind jüdischer Flüchtlinge 1947 in der Schweiz geboren, lebt seit 1952 in Deutschland. Nach zweijährigem Aufenthalt in Israel studierte er Pädagogik und Philosophie. Von 1981 bis 2000 lehrte er Erziehungswissenschaft an der Universität Heidelberg. Von 2000 bis 2005 leitete er das Fritz Bauer Institut in Frankfurt, ein Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung der Shoah. Seit ist er 2000 Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität in Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt "Theorie der Erziehung und Bildung".
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


Adina Ben-Chorin, Vortrag in englischer Sprache. Do 12. Nov 2009, 20.00 Uhr, What is in a name? Three nameless Biblical heroines
Ref:II Buch Mose, Kap 2, 1- 10
Richter, Kap 13, 2– 25
II Koenige, Kap 4, 8- 37
Some questions: Is it accidental or meaningful that they are nameless?
What do these three women and their stories have in common?
Is namelessness common in the Bible? When? Where?
Texts will be provided in English, Hebrew, German and Russian but please make an effort to read these stories in advance.
Adina Ben-Chorin wurde 1939 in den USA geboren. Sie studierte u.a. an der University of Cincinnati, an der sie ihren Magisterabschluss in Gemeindeplanung erwarb. 1965 wanderte sie nach Israel aus. Sie ist verheiratet mit Tovia Ben-Chorin, dem derzeitigen liberalen Gemeinderabbiner der Berliner Jüdischen Gemeinde. Sie arbeitet als Übersetzerin und unterrichtet als Dozentin Judentum mit dem Schwerpunkt Thora und der Rolle der Frau.
Mrs. Ben-Chorin was born 1939. Studied in Pennsylvania and Cincinnati, Second degree in Urban planning Hebrew Studies at Jewish Theological Seminary New York and at Grath College Pennsylvania Diploma in Translation - Judaica
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Kleiner Saal
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


20 Jahre Mauerfall - Die jüdische Wiedervereinigung, Lesung, Film und Podiumsdiskussion, So 22. Nov 2009, 19.00 Uhr
Im Herbst 2009 jährt sich der Fall der Mauer zum 20. Mal. Aus diesem Anlass sollen das Leben in der Jüdischen Gemeinde Ost, der Wiederaufbau der Synagoge Oranienburger Strasse und ihre neue Funktion als Centrum Judaicum und der Prozess der "Wiedervereinigung" der beiden Berliner Jüdischen Gemeinden beleuchtet werden. Im Gespräch sind Dr. Hermann Simon, ehemaliger Gemeindevertreter der Jüdischen Gemeinde (Ost), Dr. Roman Skoblo, der dem damaligen Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (West) angehörte, die Dokumentarfilmerin Róza Berger-Fiedler und ihr Bruder, der Autor und Wissenschaftler Gabriel Berger, sowie Lara Dämmig, die die jüngere Generation der Ostberliner jüdischen Gemeinde repräsentierte.
Dr. Hermann Simon, geb. 1949 in Berlin. Studium der Geschichte und Orientalia. Seit September 1981 stimmberechtigter Gemeindevertreter der Jüdischen Gemeinde Berlin (Ost), ist er seit 1988 Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin- Centrum Judaicum. Neben zahlreichen Veröffentlichungen ist er Herausgeber der Reihen "Jüdische Miniaturen", "Jüdische Memoiren" und der Schriftenreihe des Centrum Judaicum.
Dr. Roman M. Skoblo, war von 1984 bis 1996 Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Als Vorsitzender des Haupt-, Rechts- und Personalausschusses trug er die Verantwortung für die Vereinigung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin mit der Jüdischen Gemeinde von Berlin. In diesem Zusammenhang war ihm auch die Verantwortung über das Centrum Judaicum übertragen worden.
Róza Berger-Fiedler, geb.1940 in Frankreich lebt und arbeitet in Berlin als Dokumentarfilmerin, Regisseurin und Produzentin. Sie ist Geschäftsführerin der BABEL film und produziert das gleichnamige Magazin Babel TV, das einmal wöchentlich ausgestrahlt wird.
Gabriel Berger, geb. 1944 in Frankreich, Studium der Physik an der TU in Dresden. Anschließend war er als Wissenschaftler am Zentralinstitut für Kernforschung tätig. 1976-1977 Politische Haft wegen Staatsverleumdung. Seit 1977 lebt er in der Bundesrepublik Deutschland. Gabriel Berger liest aus seinem Buch "Ich protestiere also bin ich".
Lara Dämmig, geb.1964, studierte Bibliothekswissenschaft. Als Jugendliche engagierte sie sich in der Ostberliner Jüdischen Gemeinde, Mitbegründerin der jüdischen Fraueninitiative Bet Debora, die die erste Tagung europäischer Rabbinerinnen, Kantorinnen, rabbinisch gelehrter und interessierter Jüdinnen und Juden 1999 in Berlin organisierte.
Veranstaltungsort: Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28-30
10117 Berlin
Großer Saal
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


Anat Manor, "Ein Biss voller Glück, der mich bis heute begleitet..." - die Challah: künstlerische Annäherungen an das Schabbat-Brot, Film, Performance und Vortrag, So 22. Nov 2009, 11.00 Uhr
Die israelische Künstlerin Anat Manor stellt einen besonderen Ritus der jüdischen Tradition vor: Das Backen und Genießen des frisch duftenden Schabbat-Brotes "Challah" - ein Fest der Sinne. Anat Manor demonstriert, dass der Schabbat als Zentrum jüdischen Lebens weiblich geprägt ist. Die geflochtene Challah gilt als die "goldene Krone" des Schabbat. Das Challah-Backen gehört zu den drei wichtigsten Mitzwoth (Gebote), die die jüdische Frau erfüllen soll. Manche meinen, dass sich die Einhaltung dieses Rituals positiv auf die persönlichen Lebensumstände auswirkt.
In ihrem jüngsten Videofilm zeigt Anat Manor eindrucksvolle Beispiele des sephardischen und aschkenasischen Challah-Backens in Israel und Deutschland. Die Assoziationen und "Images" der Challah verbinden Juden unterschiedlichster Herkunft und Strömungen miteinander. Ihre Rituale, in der religiöse und sinnliche Dimensionen miteinander verflochten sind, stoßen in den letzten Jahren auf eine wachsende Resonanz.
Anat Manor, geboren in Israel. Studium der Bildenden Kunst am Avni-Institut Tel Aviv sowie an der Universität der Künste Berlin (Master-Abschluss "Art in Context"), Arbeitsstipendium im Jüdischen Museum Rendsburg. Seit 1990 hat sie zahlreiche Projekte und Ausstellungen in Israel, Deutschland, Frankreich und Litauen realisiert. Einige ihrer Arbeiten sind dauerhafte Bestandteile öffentlicher und privater Kunstsammlungen.
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Kleiner Saal
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


Dr. Elvira Grözinger, "Nicht nur die Aschkenasim!" Sephardische Stimmen in der modernen israelischen Literatur, Vortrag, Do 03. Dez 2009, 20.00 Uhr
Als JudInnen aus den arabischen Ländern 1948 nach Israel einwanderten, waren die wichtigen Positionen in der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon besetzt. Die Sephardim fühlten sich benachteiligt, gehörten mehrheitlich der "unteren" sozialen Schicht an. Bis heute sind sephardische JudInnen in politischen Ämtern, Führungspositionen und in der Literatur des Landes unterrepräsentiert. Doch langsam gewinnt diese gesellschaftliche Gruppierung an Beachtung, selbstbewusst erobert sie neue Positionen, und wie alles im israelischen Alltag, so spiegelt sich auch diese Entwicklung in der heute spannenden Literatur des Landes wider.
Dr. Elvira Grözinger ist Literaturwissenschaftlerin und Publizistin. Sie wurde in Polen geboren und wuchs in Israel auf. Nach Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem, in Heidelberg und in Frankfurt am Main, promovierte sie an der Freien Universität Berlin, wo sie, wie auch an der Universität Potsdam, unterrichtet. Ihre Bücher und Aufsätze handeln von jüdischen Literaturen in vielen Sprachen, unter anderem in Jiddisch und Hebräisch.
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Kleiner Saal
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


Musik als geistiger Widerstand - Jüdische Komponisten in nationalsozialistischen Konzentrationslagern und im Gulag, Sprechkonzert, So 06. Dez 2009, 11.00 Uhr
Das Programm enthält Klavierwerke von herausragenden jüdischen KomponistInnen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Opfer des Nationalsozialismus und des Stalinismus wurden. Unter unmenschlichen Bedingungen in Konzentrationslagern und im Gulag fanden sie die Kraft, Musik zu komponieren. Viele ihrer Werke sind verloren gegangen oder wurden vorsätzlich vernichtet. Die erhalten gebliebene Musik ist nicht nur von außerordentlich hoher künstlerischer Qualität, sie zeugt auch von Mut und Geistesstärke ihrer Schöpfer. Der Pianist Jasha Nemtsov wird das Konzert mit lebendigen Erklärungen begleiten.
Dr. Jasha Nemtsov, 1963 in Magadan (Russland) geboren, ist ein international renommierter Pianist und Musikwissenschaftler. Seit 2002 ist er Mitglied des Instituts für Jüdische Studien an der Universität Potsdam. Er promovierte 2004 und wurde 2007 habilitiert. Neben dem klassisch-romantischen Klavierrepertoire widmete Nemtsov mehrere Konzertprogramme Werken jüdischer KomponistInnen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Viele seiner Einspielungen wurden international ausgezeichnet, u.a. als "Audiophile Reference - The Best of 2001", "Klassik heute Empfehlung", "CHOC - Le Monde de la Musique" sowie mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2007.
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Großer Saal
Eintritt: 8,00 Euro (erm. 5,00 Euro)


Die Sephardische Gemeinde in Berlin und ihre Synagoge, Vortrag, Do, 10. Dez 2009, 20.00 Uhr
Als das Volk Israel sich aufteilte zwischen den Söhnen Esaus und den Söhnen Ismaels, erhielten wir alle den Shabbat und die Feiertage, doch wir vergaßen dieselben Minhagim (Bräuche) anzunehmen. Wir sind ein Volk, das ein und dieselbe Sprache spricht und wir haben eine Thora. Aber unsere Bräuche sind verschieden. 2000 Jahre Diaspora veränderte das Leben der JudInnen und so haben wir nun Aschkenasim und Sepharadim. Was sind nun die Unterschiede und was ist erstrebenswerter, Ashkenase oder Sepharde zu sein? Was passiert wenn ein Aschkenase eine Sephardin heiratet und umgekehrt? Diesen und noch vielen anderen Fragen wird Rabbiner Reuven Yaacobov in der Sephardischen Synagoge Berlins auf den Grund gehen
Rabbiner Reuven Yaacobov wurde 1977 in Usbekistan geboren. Er hat eine Jeschiwa in Moskau und anschließend in Jerusalem besucht und wurde zum Schochet, Mohel und schließlich zum Rabbiner ausgebildet. Seit der Einrichtung der Berliner Sephardischen Synagoge in der Passauer Straße im Jahre 2006 ist er dort als Rabbiner und Religionslehrer, vor allem für die Bar/Bat Mizwa-Vorbereitung tätig. Seit 2008 ist er Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.
Veranstaltungsort: Sephardische Synagoge
Passauerstr. 4
10789 Berlin
Eintritt: 5,00 Euro (erm. 3,00 Euro)


Das Chanukka - Kantorenkonzert, Workshop und Konzert, So 13. Dez 2009, 15.00 Uhr bzw. 16.00 Uhr
Im dem zweiten Konzert aus der Reihe "Das Kantorenkonzert" stellen Kantorenstudenten des Jewish Institute of Cantorial Arts Chanukkalieder und Geschichten aus aller Welt vor. Ob bekannt oder exotisch, alt oder neu, Chazzanut oder Pop, zusammen ergibt sich ein buntes und erfrischendes Liedermosaik. Gemeinsam werden Chanukkakerzen angezündet. Im vorbereitenden Workshop werden neue Lieder interaktiv erlernt. Auch Kinder und junge Seelen sind willkommene Gäste. Es singen die KantorenstudentInnen Aviv Weinberg (Israel), Nikola David (Serbien), Isidoro Abramovicz (Argentinien) und Alexander Zakharenko (Russland-Israel). Begleitung: Mirlan Kasymaliev. Die Konzertreihe ist eine Kooperation des Jewish Institute of Cantorial Arts, der Jüdischen Volkshochschule Berlin und der Kulturabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Großer Saal
Eintritt: 8,00 Euro (erm. 5,00 Euro)

(Änderungen Vorbehalten)

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.jvhs.de

Ab sofort haben Sie die Möglichkeit das aktuelle Programmheft als PDF-Datei kostenfrei herunter zu laden unter: www.jvhs.de

Sollten Sie Interesse haben, sich in den E-Mail Verteiler aufnehmen zu lassen, schicken Sie eine kurze Mail an: jvhs-berlin@jg-berlin.org

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Das vollständige Programm sowie die Anmeldedaten zu spannenden Kursen und Seminaren der jüdischen Volkshochschule für das 3. Trimester vom 12. Oktober bis 17. Dezember 2009.

Jüdisches Leben Beitrag vom 20.08.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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