Holocaust-Gedenktag am 27. Januar - Veranstaltungen 2010 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de 4/11/5778 - Beitrag vom 13.01.2010

Holocaust-Gedenktag am 27. Januar - Veranstaltungen 2010
Claire Horst

Seit 1996 wird am 27. Januar in Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. An diesem nationalen Gedenktag wird an die Menschen erinnert, die dem Regime zum Opfer fielen: Jüdinnen und ...



... Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, ZwangsarbeiterInnen und andere.

Das Datum des Gedenktages wurde in Erinnerung an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gewählt. Sie waren am 27. Januar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit worden. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte den 27. Januar im Jahr 2005 zum "Internationalen Holocaustgedenktag". An diesem Tag werden Flaggen auf Halbmast gesetzt und in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen die Erinnerung wachgehalten.

Hier finden Sie eine Auswahl von Veranstaltungen in Berlin.

Bereits am Sonntag, 24. Januar um 19:30 Uhr spielt im Centrum Judaicum der italienische Sänger, Schauspieler, Komponist und Autor Moni Ovadia mit dem Arkè String Quartet. Unter dem Titel "Kavanàh" werden Geschichten und Lieder jüdischer Spiritualität präsentiert.
Moni Ovadia gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunst- und Kulturszene in Italien. Seine Stimme erhebt er immer auch dort, wo es um Menschenrechte und Frieden geht. Seine Vielseitigkeit und zugleich die Einzigartigkeit seines an der jiddischen Kultur inspirierten Musiktheaters machen ihn zu einem herausragenden Künstler. Kavanàh entstand nach der intensiven Beschäftigung mit den Gesängen der jüdischen Spiritualität, die Ovadia in seinen Kompositionen auf sehr persönliche Weise interpretiert.
Eine Veranstaltung des Italienischen Kulturinstitutes Berlin in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und PromoMusic anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Veranstaltungsort:
Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28-30
10117 Berlin
Eintritt: 10, ermäßigt 8 Euro, Einlass ab 18.30 Uhr
Karten und Informationen unter: Tel. 030 - 880 28 316 oder s.kuznicki@centrumjudaicum.ce

Ebenfalls schon am Sonntag, 24. Januar um 18.30 Uhr findet eine Gedenkveranstaltung innerhalb der Ausstellung "Wir waren Nachbarn - 126 Biografien jüdischer Zeitzeugen" im Rathaus Schöneberg statt. Mit ihr wird die Ausstellung neu eröffnet. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt im Jahr 2010 auf dem Thema jüdische Schulen und SchülerInnen.
Die Gedenkveranstaltung ist eine Kooperation des Kunstamtes Tempelhof-Schöneberg mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Staatssekretär André Schmitz und die Vorsitzenden der GCJZ und DIG werden die Grußworte halten. Der Kammerchor der John-F.-Kennedy-Schule unter der Leitung von Dr. Joseph Curtes trägt Musik bei.
Veranstaltungsort: Rathaus Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin
Tel.: 030 - 90277-2310/-6281
Weitere Informationen unter: www.berlin.de

Im Jüdischen Museum Berlin findet am Mittwoch, 27. Januar um 18 Uhr ein Symposium zum Thema "Der Holocaust in der visuellen Kultur" statt. Die Auseinandersetzung mit der Vernichtung der europäischen JüdInnen in Film, Theater und Kunst soll in Vorträgen und einer Diskussion mit Kathrin Hoffmann-Curtius, Sabine Horn und Mirjam Wenzel und der Moderatin Cilly Kugelmann untersucht werden.
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Altbau EG, Auditorium
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin
Eintritt: 3/ ermäßigt 2 Euro
Kartenreservierung: Tel: 030 - 259 93 488, E-Mail: reservierung@jmberlin.de
www.juedisches-museum-berlin.de

Im Jüdischen Gemeindehaus wird am 27. Januar um 19.30 Uhr ein Kammerkonzert mit Werken von Szymon Laks anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus gegeben.
Programm:
Szymon Laks: 5. Streichquartett
Szymon Laks: Lieder zu jüdischen, französischen und polnischen Texten von A. Słonimski u.a.
Szymon Laks: Klavierquintett
Mitwirkende:
Anna Węgrzyn - Solistin der Staatsoper Hannover
Ewa Tomaszewska - Klavier
KWARTET POLSKI : (Mitglieder des Orchesters der Deutschen Oper Berlin)
Tomasz Tomaszewski - Erste Geige (Konzertmeister der Deutschen Oper Berlin)
Piotr Prysiażnik - Zweite Geige
Sebastian Sokół - Bratsche
Maryjka Pstrokońska-Nawratil – Violoncello
Moderation: Dr. Antoni Buchner
In Zusammenarbeit mit der Botschaft des Staates Israel, der Botschaft der Republik Polen, Stowarzyszenie Akademia Wilanowska und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Gefördert durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.
Eine Veranstaltung des Bundesverbands Polnisches Forum in Deutschland e.V.
Eintritt frei
Veranstaltungsort: Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Tel.: 030-88 02 8-206
www.jg-berlin.org

In der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa findet am 27. Januar um 18:00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema "Warum soll ich trauern? Motive und Formen der Erinnerung im neuen Europa" statt. Die Diskussionsrunde zum 65. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wird sich mit Fragen der Erinnerungspolitik beschäftigen, etwa: Wie kann man an die Opfer erinnern, wie über die Täter informieren und durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus emotionales Engagement entwickeln, wie daraus das Verständnis für Demokratie fördern, wenn demnächst auch die letzten ZeitzeugInnen verstorben sind? Nötig ist eine alternative, zeitgemäße Form des Erinnerns, mit der wir der oft als verordnet empfundenen Trauer- und Erinnerungsarbeit entgegentreten können. Welche Bilder aber halten die Erinnerung wach?
Es diskutieren
Prof. Dr. Andreas Nachama, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin, Historiker, Rabbiner, Publizist und Dekan des Fachbereichs Jewish Studies/Holocaust Studies am Touro College Berlin,
Prof. Dr. Viktoria Hertling, Dozentin für Holocaust- und Exilforschung am Touro College,
Lisa König-Hauff, Absolventin des Studienganges "Holocaust Communication and Tolerance" und Mitarbeiterin der Stiftung Topographie des Terrors.
Veranstaltungsort: Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, Konferenzraum
Sophienstraße 28-29
10178 Berlin
Anmeldung per Fax: 030 - 280 95 150, per Mail: anmeldung@schwarzkopf-stiftung.de oder online unter www.schwarzkopfstiftung.de

In der Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen wird am 27. Januar um 18.30 Uhr eine Ausstellung zum Lebenswerk des belarussischen Künstlers und Gedenkstätten-Architekten Leonid Lewin eröffnet. Staatssekretär Michael Mertes eröffnet die Ausstellung. Lewin, 73, Träger des Leninpreises der Sowjetunion und des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, hat mehr als 20 preisgekrönte Gedenkstätten in Belarus und anderen Staaten der GUS gestaltet. Sein künstlerisches Wirken gilt vielen als Basis einer europäischen Erinnerungskultur. Lewin ist in Belarus Vorsitzender des Verbandes der jüdischen Gemeinden.
Veranstaltungsort: Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund Hiroshimastraße 12 –16
10785 Berlin
Weitere Informationen unter: www.ibb-d.de

Ab dem 27. Januar wird in Berlin und Potsdam der neue Dokumentarfilm "Die Unwertigen" der Filmmacherin Renate Günther-Greene insgesamt fünf Mal aufgeführt. Der Film behandelt die Schicksale Jugendlicher, welche im Dritten Reich als "nicht wertig" aussortiert wurden - persönliche Schicksale, die keineswegs 1945 zu Ende waren.
Der Film zeigt ein Kind, das im Alter von zweieinhalb Jahren der unverheirateten Mutter entrissen wird und schon mit vier Jahren Zwangsarbeit leisten muss, einen Jugendlichen, dessen Liebe für die Swingmusik ihn als "asozial" brandmarkt und ihn ins Jugend-KZ bringt. Vier Geschwister, die zu politischen Waisen werden, weil ihre Mutter Hitler als "Schwein" tituliert. Ein Mädchen, das im Alter von sechs Jahren etwa 1937 wegen einer Schreib- und Leseschwäche einkaserniert wird - für 35 Jahre.
Auch nach dem Krieg ist das Leid für einige der Betroffenen nicht vorbei. Sie bleiben wertlos und werden in den Kinderheimen der 50er und 60er Jahre misshandelt und zur Arbeit gezwungen.
Der Zeitzeuge Richard Sucker wird bei den Vorführungen anwesend sein.
Alle fünf Vorstellungen werden vom AK Marginalisierte - gestern und heute veranstaltet.
Die Termine
Mittwoch, 27. Januar, 17:00 Uhr, Kino CineMotion, Wartenberger Straße 174, 13051 Berlin
Moderation: Herr Günter Saatho, Stiftung EVZ
Schirmherrin: Evrim Baba, MdA Berlin für DIE LINKE und stellv. Bezirksvorsitzende DIE LINKE Lichtenberg
Donnerstag, 28. Januar, 16:00 Uhr, Kino in der Kulturfabrik Moabit, Lehrter Str. 35, 10557 Berlin
Moderation: Dietrich Kalkan, AK "Marginalisierte - gestern und heute"
Mit Unterstützung der AIM und der Berliner VVNBdA
Freitag, 29. Januar, 18:00 Uhr
Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Straße 130, 10999 Berlin
Moderation: Dirk Stegemann, AK "Marginalisierte - gestern und heute"
Mit Unterstützung der IG Metall Jugend Berlin-Brandenburg-Sachsen und Ver.di Berlin
Samstag, 30. Januar, 19:00 Uhr, Kino Toni, Max-Steinke-Str. 43 / Antonplatz, 13086 Berlin
Moderation: Filmemacherin Jeannette Eggert
Mit Unterstützung des Filmverbands Brandenburg, Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft"
Sonntag, 31. Januar, 18:00 Uhr, Studentisches Kulturzentrum (KuZe), Hermann-Elflein-Str. 10, 14467 Potsdam
Moderation: Dirk Stegemann, s.o.

Auch im Fernsehen wird es Sendungen zum Gedenktag geben. Das Bayerische Fernsehen zeigt vier Spielfilme und einen Dokumentarfilm zum Thema Holocaust.
Termine:
Mittwoch, 27.01.2010, 21:45 Uhr:
Ein Geheimnis (Un secret)
Spielfilm, Frankreich/Deutschland 2007
Regie: Claude Miller
Mittwoch, 27.01.2010, 23:50 Uhr: Birkenau und Rosenfeld
Fernsehspiel, Frankreich/Deutschland/Polen 2003
Regie: Marceline Loridan-Ivens
Samstag, 30.01.2010, 20:15 Uhr: Die Hetzjagd (La traque)
Spielfilm, Frankreich/Deutschland 2008
Regie: Laurent Jaoui
Samstag, 30.01.2010 , 21:55 Uhr:
Der weiße Rabe - Max Mannheimer
Dokumentarfilm, Deutschland, 2009
Regie: Carolin Otto
Mit Max Mannheimer, der am 6. Februar seinen 90. Geburtstag feiert.
Samstag, 30.01.2010, 23:20 Uhr: Unbesiegbar – Invincible (Invincible)
Spielfilm, Großbritannien/Deutschland 2001
Regie: Werner Herzog
Das Programm im Netz: www.br-online.de

Weitere Fernsehsendungen zum Holocaust-Gedenktag

Mittwoch, 27. Januar, 20.15 Uhr
Shoah (2) (arte)
Mittwoch, 27. Januar, 20.15 Uhr
Brennpunkt: Das Mordschloss (3sat)
Schloss Hartheim bei Linz - Vernichtungsanstalt für "unwertes Leben"
Hinter den Mauern von Schloss Hartheim bei Linz lief eine der grässlichsten Vernichtungsmaschinerien des "Dritten Reichs". Die Opfer: Psychiatriepatienten, Alte, Kranke, Waisen, schwer erziehbare Kinder, Zwangsarbeiter, Juden und KZ-Häftlinge aus Mauthausen und Dachau. - Der Film rollt die Geschichte des Mordschlosses und der Familien, die dort ihre Angehörigen verloren haben, auf.
Mittwoch, 27. Januar, 21.45 Uhr
Ein Geheimnis(BR
Mittwoch, 27. Januar, 22.15 Uhr
Über Leben in Auschwitz(rbb)
Dokumentation
Auschwitz ist zu einer Chiffre geworden für millionenfachen Mord. Menschenmord nicht nur im "industriellen" Maßstab, sondern auch mit industriellen Mitteln - in Todesfabriken der Nationalsozialisten. Auschwitz ist eine solche Todesfabrik, ein Vernichtungslager. Was hier geschah, ist nicht greifbar und nicht begreifbar. Elie Wiesel, Auschwitz-Überlebender und späterer Friedensnobelpreisträger, hat ein Problem, das hieraus folgt, so formuliert: "Wie kann man eine Geschichte erzählen, die man nicht erzählen kann, die man aber erzählen muss?" Die Ratlosigkeit bleibt auch nach 60 Jahren bei denen, die sich dem Thema annähern.
Mittwoch, 27. Januar, 23.30 Uhr
Gabriel Bach - der Ankläger und der Eichmann-Prozess(Das Erste)
Dokumentation
BRD, 2010
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit. Die dort und in anderen Vernichtungslagern begangenen Morde an Millionen Juden waren jedoch über lange Jahre kein Gegenstand der juristischen Strafverfolgung. Und selbst in Israel, dem 1948 gegründeten Staat der Juden, blieb das Thema Holocaust über mehr als ein Jahrzehnt überwiegend Gegenstand des Schweigens. Das änderte sich mit der Festnahme Adolf Eichmanns. Für Israel dürfte es kaum ein bedeutsameres Ereignis für sein Selbstverständnis gegeben haben als den Prozess gegen den Organisator der Judenvernichtung, der am 11. April 1961 in Jerusalem begann. Eine der Hauptpersonen des Prozesses war der Ankläger Gabriel Bach, ein junger Jurist, dessen Familie dem Holocaust durch die Flucht aus Deutschland in letzter Minute entgangen war. Eine Konstellation von historischer Tragweite - und von einer persönlichen Wucht, die bis heute das Leben Bachs prägt. Gabriel Bach, 1927 in Halberstadt geboren, erlebte schon als Kind den Judenhass und die Judenverfolgung der Nazis. 1940 konnte die Familie Bach nach Palästina entkommen. Bald nach Kriegsende begann Gabriel Bach ein Jura-Studium in London. 1960 wurde er beauftragt, als Verantwortlicher und juristischer Berater der ermittelnden Polizeibehörde die Untersuchung gegen Adolf Eichmann zu leiten. Bach war im gleichen Gefängniskomplex untergebracht und für Eichmann direkter Ansprechpartner. In dem acht Monate andauernden Verfahren war er stellvertretender Chefankläger. Das hatte eine besondere Symbolik: Ein Jude aus Deutschland repräsentiert die Gerichtsbarkeit und damit Handlungsfähigkeit des Staates Israel. Bis heute ist und bleibt der Eichmann-Prozess das wichtigste Ereignis in seinem Leben, wie Gabriel Bach sagt. Zahlreiche Angehörige und Weggefährten erzählen zusammen mit Gabriel Bach von einem deutschen Lebensweg, der ein besonderes Licht auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts wirft.
Mittwoch, 27. Januar, 23.50 Uhr
Birkenau und Rosenfeld (BR)
Geschichtsdrama
BRD, F, PL, 2003
Die erfolgreiche Filmemacherin und Reporterin Myriam Rosenfeld kommt von New York nach Paris, um an einem Treffen von KZ-Überlebenden teilzunehmen. Myriam hat sich ihr Leben lang geweigert, die Orte des Schreckens noch einmal zu besuchen. Als sie jedoch bei einer Tombola ein Fahrrad und ein Flugticket nach Krakau gewinnt, beschließt die inzwischen 70-Jährige, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Myriam reist nach Krakau. Sie besucht die Wohnung, in der sie aufwuchs. Myriams Reise in das KZ Birkenau wird zu einer Heimkehr, die längst verdrängte Schmerzen wieder aufleben lässt. Als die durch das riesige Gelände von Birkenau streift, wird sie von dem jungen Deutschen Oskar fotografiert, dessen Großvater Nazi war. Oskar kam nach Birkenau, um "das Unsichtbare zu zeigen". Er bittet Myriam, ihm bei seiner Spurensuche zu helfen. Zunächst ist Myriam empört, doch als sie gemeinsam das KZ besichtigen, entsteht inzwischen den beiden trotz unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft ein inniges Vertrauen. Myriam gesteht Oskar ein bisher sorgsam gehütetes Geheimnis ihres Lebens. Sie war an der Aushebung von Gruben beteiligt, in denen Leichen verbrannt wurden, als die Öfen nicht ausreichten. Myriams Erinnerung an dieses Ereignis ist jedoch lückenhaft... Mit Anouk Aimée (Myriam), August Diehl (Oskar), Marilu Marini (Suzanne), Zbigniew Zamachowski (Gutek), Elise Otzenberger (Sarah), Claire Maurier (Ginette), Monique Couturier (Rachel), Keren Marciano (Mourith), Mireille Perrier (Frau in Auschwitz)
Regie: Marceline Loridan-Ivens
Donnerstag, 28. Januar, 23 Uhr
Nach Fahrplan in den Tod - Europas Bahnen und der Holocaust (2) (SWR)
Donnerstag, 28. Januar, 22.45 Uhr
Gerdas Schweigen (rbb)
Dokumentarfilm
2008
1967 bekommt die in Ost-Berlin lebende Familie Elstermann Besuch aus New York: "Tante" Gerda ist eigentlich eine ehemalige Nachbarin der Elstermanns, eine Jüdin, die im Berlin der Nazi-Zeit aufgewachsen und nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert ist. Der damals siebenjährige Knut Elstermann fragt Gerda nach ihrem Kind - und erntet das entsetzte Schweigen aller Anwesenden. Knut ist verwirrt und beschämt. Diesen Sonntagnachmittag wird er nie vergessen. 30 Jahre später besucht Knut Elstermann, heute ein bekannter Journalist, Gerda in New York und stellt ihr diese Frage erneut. Sie berichtet von engen Familien- und Freundschaftsbanden der Vorkriegszeit, vom Überleben jüdischer Freunde und Bekannte, aber auch von Deportation und Tod. Es ist die Geschichte einer Suche nach Wahrheit in Akten und Zeitzeugenberichten sowie in der eigenen Erinnerung.
Regie: Britta Wauer
Donnerstag, 28. Januar, 23.10 Uhr
Fateless - Roman eines Schicksallosen (mdr)
Geschichtsdrama H, BRD, GB, 2004
Budapest 1944: Die jüdische Bevölkerung hofft auf ein baldiges Ende von Verfolgung und Krieg. Der 14-jährige György Köves erlebt den Abschied seines Vaters ins "Arbeitslager", die Brandmarkung seiner Person und seiner Freunde durch den Judenstern und die quälende Frage nach dem Warum. Er erlebt die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Zeitz. Er erlebt Leid, Demütigung, Solidarität, Angst und Gleichgültigkeit - aber " ... dort bei den Schornsteinen gab es in den Pausen zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war." Der Junge überlebt. Die Lager werden befreit, der Krieg geht zu Ende. György kehrt zurück nach Budapest. Versteht man ihn? Vertraute Türen werden von Fremden geöffnet und schnell geschlossen. Kann er erzählen? Hört man ihm zu? Er kommt als Überlebender und als Fremder in seine Heimatstadt Budapest zurück.
Mit Marcell Nagy (György Köves), János Bán (Vater), György Gazsó (Herr Sütö), Judit Schell (Stiefmutter), Sára Herrer (Annamaria), György Barkó (Herr Fleischmann), Aron Dimény (Bandi Citrom), András M. Kecskés (Finn), Endre Harkány (der alte Kollmann), Daniel Craig (amerikanischer Sergeant), Miklós Benedek (Onkel Vili), Zoltán Bereczky (Darázs), Dénes Bernáth (Szegedi), Bence Bihari (Bence), György Bösze (Göz), Péter Bryja (Péter), Ádám Rajhona (Herr Steiner), József Szarvas (Polizist), Béla Dóra (rauchender Junge), Dániel Szabó (Moskovich), József Gyabronka (unglücklicher Mann), Endre Harkányi (der alte Kollmann), Áron Dimény (Bandi Citrom), Lajos Kulcsár (Blockältester)
Regie: Lajos Koltai
Freitag, 29. Januar, 20.15 Uhr
Die Wannseekonferenz (arte)
Dokumentarspiel
USA, GB, 2001
20. Januar 1942: In einer streng geheimen Konferenz in der Berliner Villa "Am Großen Wannsee" besprechen 15 hochrangige Vertreter der SS, des Reichssicherheitshauptamtes, der NSDAP und verschiedener Ministerien die Kooperation bei der geplanten Deportation und Ermordung der europäischen Juden.
Mit Kenneth Branagh (SS-Obergruppenführer General Reinhard Heydrich), Stanley Tucci (SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann), Colin Firth (Innenminister Dr. Wilhelm Stuckart), Barnaby Kay (SS-Sturmbannführer Rudolph Lange), Ben Daniels (Staatssekretär Dr. Joseph Bühler), David Threlfall (Dr. Wilhelm Kritzinger), Jonathan Coy (Dr. Erich Neumann), Brendan Coyle (Heinrich Müller), Ian MacNeice (Dr. Gerhard Klopfer), Owen Teale (Dr. Roland Freisler), Nicholas Woodeson (Otto Hoffmann), Ewan Stewart (Dr. Georg Leibbrandt), Kevin McNally (Martin Luther), Brian Pettifer (Dr. Alfred Meyer), Peter Sullivan (Karl Eberhard Schöngarth), Simon Markey (Stenograf)
Regie: Frank R. Pierson

Im Bundestag wird am 27. Januar der israelische Präsident Shimon Peres sprechen. Der 85jährige Friedensnobelpreisträger wird seine Rede auf Hebräisch halten. Zu der Feierstunde im Bundestag werden jedes Jahr die höchsten RepräsentantInnen des Staates sowie ZeitzeugInnen eingeladen.

Jüdisches Leben Beitrag vom 13.01.2010 Claire Horst 

   




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