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AVIVA-BERLIN.de 2/14/5778 - Beitrag vom 01.03.2010

Sonderausstellungen und Kulturprogramm des Jüdischen Museums Berlin im März und April 2010
AVIVA-Redaktion

In den Frühlingsmonaten bietet das jüdische Museum Berlin Sonder- und Kabinettausstellungen, Begleitprogramme zu den Ausstellungen, Konzerte, choreografische Installationen und Lesungen an.



Im März eröffnet im Jüdischen Museum Berlin die Sonderausstellung "Flucht und Verwandlung", die das Leben und Werk der ersten deutschsprachigen Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs beleuchtet. Jugendliche TänzerInnen entwickeln zusammen mit der Choreografin Sabine Zahn ein Projekt, das sich dem Werk Nelly Sachs tänzerisch nähert. Das Stück wird im Rahmen des Begleitprogramms aufgeführt.
Die Sonderausstellung "Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comics" spannt einen Bogen von den ersten, frühen Comicstrips über die Superhelden der dreißiger und vierziger Jahre, die Underground-Comics der sechziger Jahre bis hin zu den heutigen Graphic Novels und folgt dabei den Spuren der jüdischen KünstlerInnen, ZeichnerInnen, TexterInnen und VerlegerInnen. Die Ausstellung eröffnet am 29. April 2010.

Im Rahmen des Kulturprogramms präsentieren die Schriftsteller Mira Magén und Meir Shalev ihre neuen Bücher sowie Sigrid Bauschinger den Briefwechsel zwischen Rainer Maria Rilke und Eva Cassirer. Außerdem tritt im Rahmen der Konzertreihe "Im buntesten Chaos" das Ensemble Alkan zusammen mit dem Jazz-Ensemble String Trio of New York auf. Ergänzt wird das Musikprogramm durch den A-Capella-Chor Magevet von der Yale-Universität, deren Repertoire von sefardischen Liedern bis zu aktuellem Pop aus Israel reicht.

Sonderausstellungen

Flucht und Verwandlung
Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm
Nelly Sachs erhielt 1966 als erste deutschsprachige Dichterin den Nobelpreis für Literatur. Damals war die jüdische Lyrikerin 75 Jahre alt und hatte fast dreißig Jahre im Exil verbracht. Mit einer der letzten Passagiermaschinen war sie 1940 gemeinsam mit ihrer Mutter aus Berlin nach Stockholm geflohen. In allerletzter Minute - den Befehl für den Abtransport in ein Konzentrationslager hatte sie schon erhalten. Das dichterische Werk Nelly Sachs´ wird erstmals umfassend in einer großen Wanderausstellung gewürdigt. Sie zeigt anhand einer Fülle von bisher unveröffentlichtem Material die Radikalität ihres Werkes und den kulturhistorischen Kontext seiner Entstehung. Fotos und Manuskripte aus dem Nachlass sowie unbekannte Ton- und Bildaufnahmen dokumentieren ihre Freundschaft mit AutorInnen wie Paul Celan, Gunnar Ekelöf, Hans Magnus Enzensberger und Selma Lagerlöf und geben Einblick in das private Leben der Lyrikerin.
Wann: 25. März 2010 bis 27. Juni 2010
Wo: Eric F. Ross Gallery EG Neubau
Eintritt: 5 Euro, erm. 2,50 Euro
Eine Ausstellung von Aris Fioretos und gewerk design in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin, dem Jüdischen Theater Stockholm, der Königlichen Bibliothek Stockholm, der Schwedischen Botschaft und dem Suhrkamp Verlag.

Helden, Freaks und Superrabbis
Die jüdische Farbe des Comics

Superman, Batman, die Fantastic Four - die großen Figuren des Comics stammen aus der Feder jüdischer ZeichnerInnen. Sie sind zwar keine jüdischen Helden, aber Belege für eine Populärkultur, an der besonders in den USA viele Juden beteiligt waren. Mit dem Ende der 70er Jahre entstehenden Comic-Roman werden schließlich explizit jüdische Themen aufgegriffen. "Maus - Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman stellt die bislang radikalste Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Shoa dar. Anhand der Werke von mehr als 40 KünstlerInnen folgt die Ausstellung der Spur jüdischer ZeichnerInnen, TexterInnen und VerlegerInnen der Comic-Kunst. Sie zeigt HeldInnen und AntiheldInnen, schlagkräftige Kämpfer gegen Hitler und neurotische Kleinbürger.
Mit mehr als 400 Objekten spannt sie einen Bogen von den ersten Comicstrips des frühen 20. Jahrhunderts über die kindlichen Superhelden der 30er und 40er Jahre, der Undergroundbewegung der 60er Jahre bis hin zu der literarisch anspruchsvollen Graphic Novel unserer Zeit.
Neben Altmeistern wie Rube Goldberg, Will Eisner und Harvey Kurtzman sind auch zeitgenössische KünstlerInnen wie Art Spiegelman, Rutu Modan, Joann Sfar und Ben Katchor mit zahlreichen Originalen in der Ausstellung vertreten.
Wann: 30. April bis 8. August 2010
Wo: Altbau 1. OG
Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit
mit dem Musée d'art et d'histoire du Judaïsme Paris und dem Joods Historisch Museum Amsterdam.

Kabinettausstellungen

Heiligtümer, Papyri und geflügelte Göttinnen
Der Archäologe Otto Rubensohn (1867-1964)

Als Leiter des Papyrusunternehmens der Königlichen Museen zu Berlin (1901 bis 1907) entdeckte und erwarb Rubensohn unzählige wichtige Papyri, die den Grundstock der bedeutenden Sammlung des Berliner Ägyptischen Museum bildeten - darunter aramäische Zeugnisse der jüdischen Militärkolonie auf der Insel Elephantine.
Bekannt wurde Rubensohn auch durch seine Grabungen und Forschungen zu den antiken Heiligtümern der griechischen Insel Paros. Er leitete später das renommierte Pelizaeus-Museum in Hildesheim, das über eine der weltweit bedeutendsten Ägyptensammlungen verfügt. Der Nachlass des 1939 in die Schweiz geflüchteten Forschers bietet zusammen mit seinen bedeutendsten Fundstücken nun erstmalig einen Überblick über Leben und Werk des jüdischen Archäologen.
Wann: 18. Februar bis 15. August 2010
Wo: Rafael Roth Learning Center in der Dauerausstellung
Eintritt: 5 Euro, erm. 2,50 Euro

Tag der Archive 2010

"Dem Verborgenen auf der Spur"
Zum 5. Tag der Archive öffnen landesweit Archive aller Fachgruppen einem interessierten Publikum ihre Türen. Das Archiv des Jüdischen Museums Berlin lädt dazu ein, deutsch-jüdische Lebensgeschichten aus dem 19. und 20. Jahrhundert zu erforschen. In offenen Workshops begeben die TeilnehmerInnen sich anhand von Originaldokumenten auf die Spurensuche und recherchieren selbst verschiedene Lebenswege deutscher Juden - etwa die Geschichte einer Arztfamilie über mehrere Generationen oder die Emigration eines Rechtsanwalts Ende der dreißiger Jahre.
Wann: Sonntag, 7. März 2010 von 11 bis 16 Uhr (Beginn jeweils zur vollen Stunde)
Wo: Auditorium, Altbau EG
Eintritt frei

Kulturprogramm

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Flucht und Verwandlung"

"Noch vor dem Wort"
Eine choreografische Installation in der Sonderausstellung

"Mein höchster Wunsch als Kind war: Tänzerin zu werden. Der Tanz war meine Art des Ausdrucks noch vor dem Wort. Mein innerstes Element." schreibt Nelly Sachs 1959 einem Freund. Jugendliche TänzerInnen haben sich mit der Berliner Choreografin Sabine Zahn in einem einwöchigen Intensivprojekt den Gefühlswelten und Innenansichten der Gedichte von Nelly Sachs gewidmet. Text wird Bewegung, Bewegung wird Raum. Begleitet von Klangcollagen und in starkem Bezug zu den Ausstellungssegmenten entstanden choreografische Miniaturen, die die ZuschauerInnen in einen Raum der "inneren Elemente" führen.
Wann: Samstag, 17. April um 16 und 18 Uhr
Wo: Eric F. Ross Galerie EG
Dauer: 20 Minuten

Weitere Kulturveranstaltungen

Mira Magén: "Die Zeit wird es zeigen"
Buchpräsentation mit der Autorin und Sunnyi Melles

Anna steht auf der Strandterrasse und wartet. Vergessen sind ihre motorischen Störungen, vergessen alle Vorsicht. Sie entwendet ein am Geländer lehnendes Fahrrad. Ein kurzer Moment rauschhaften Glücks überfällt sie. Auf ihrer ersten Fahrradfahrt packt sie ihren jubelnden kleinen Bruder auf den Gepäckträger. Doch Anna stürzt, der kleine Bruder schlägt mit dem Kopf auf und fällt ins Koma. Anna verschweigt den tatsächlichen Hergang. Fortan verändert sich alles für sie. Aus dem neuen Roman der israelischen Bestsellerautorin Mira Magén liest die renommierte Theater- und Filmschauspielerin Sunnyi Melles.
Wann: Montag, 15. März 2010 um 19.30 Uhr
Wo: Großer Saal, Altbau 2. OG
Eintritt: 9 Euro, erm. 7 Euro
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung. Kartenreservierung bei der Literaturhandlung unter Tel. 030-8824 250

Konzert des Ensembles "Magevet"
Studenten der Universität Yale präsentieren in ihrer A-cappella-Aufführung jüdische Musikstücke aus aller Welt. Das Repertoire des jungen Ensembles reicht von opulenten liturgischen Stücken der Renaissance über sefardische Lieder bis zu aktuellem Rock und Pop aus Israel. Mit der beeindruckenden Vielseitigkeit dieses musikalischen Abends besingt "Magevet" den Facettenreichtum jüdischer Musiktradition und bekundet zugleich Respekt für die verschiedenen Kulturen des Judentums weltweit.
Wann: Dienstag, 16. März 2010 um 19 Uhr
Wo: Glashof EG
Eintritt frei
Kartenreservierung unter Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Meir Shalev: "Aller Anfang"
Buchpräsentation mit dem Autor und André Kaminski

Die erste Liebe, das erste Lachen, der erste Traum und andere erste Male in der Bibel - mit psychologischem Gespür, Witz, aber auch Respekt vor dem Text hat Meir Shalev in der Bibel den "ersten Malen" nachgespürt.
Wer gab wem den ersten Kuss? Worüber wurde zum ersten Mal gelacht, zum ersten Mal geweint? Wer empfand den ersten Hass? Geistreich porträtiert Meir Shalev die Menschen, die das Glück oder Unglück hatten, diese ersten Male zu erleben.
Der in Jerusalem lebende Autor begeisterte bereits mit dem Roman "Judiths Liebe" ein großes deutsches Publikum. Aus seinem neuen Buch liest der Schauspieler André Kaminski, bekannt aus der TV-Serie "Alles was zählt".
Lesung in deutscher und hebräischer Sprache.
Wann: Montag, 22. März 2010 um 19.30 Uhr
Wo: Großer Saal, Altbau 2. OG
Eintritt: 9 Euro, erm. 7 Euro
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung. Kartenreservierung bei der Literaturhandlung unter Tel. 030-8824 250

Steven Bloom: "Stellt mir eine Frage"
Lesung mit Steven und David Bloom

Spielerisch leicht und herrlich selbstironisch erzählt Steven Bloom von Archie Feinstein, Meyer Woolf, Izzy und noch ein paar anderen New Yorker Juden aus dem Brooklyner Viertel Brownsville der fünfziger Jahre. Die Schrecken antisemitischer Verfolgung haben sie ins amerikanische Exil getrieben. Dem Schlimmsten sind sie damit entgangen, tragen aber doch an ihrer Vergangenheit. So amerikanisch sie sich geben, so wenig selbstverständlich ist ihnen vieles. Fast täglich treffen sie sich beim Kaffee und debattieren über Gott und die Welt: Liebe, Ehe, Eifersucht, Alltagssorgen, Koreakrieg, Rassismus und manches mehr. Einig sind sie sich selten. Und zu jedem Thema weiß eine/r einen Witz.
Lesung in deutscher und englischer Sprache.
Wann: Donnerstag, 25. März 2010 um 19.30 Uhr
Wo: Auditorium, Altbau EG
Eintritt frei
In Kooperation mit dem Wallstein Verlag und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Kartenreservierung unter Tel. 030-25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Rainer Maria Rilke und Eva Cassirer: Briefwechsel
Buchpräsentation mit der Herausgeberin Sigrid Bauschinger

Der von vielen GönnerInnen gehegte Dichter Rilke fand in Eva Cassirer seine wohl großzügigste Wohltäterin, sie in ihm einen Mentor. Ihre aus den Kriegsjahren 1914/1915 erhaltenen Briefe an Rilke, ihre Notizen über das letzte Treffen kurz vor seinem Tod und ihre eigene Biographie zeigen die diskrete Mäzenin als singuläre Erscheinung in seinem Freundeskreis. Weder Aristokratin oder Künstlerin noch Geliebte des Dichters, war sie eine Repräsentantin jenes jüdischen Mäzenatentums, ohne das die deutsche Kunst und Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht zu denken ist. Zugleich wirft der von Sigrid Bauschinger herausgegebene und kommentierte Briefwechsel ein neues Licht auf den Dichter.
Wann: Montag, 19. April 2010 um 19.30 Uhr
Wo: Auditorium, Altbau EG
Eintritt: 9 Euro, erm. 7 Euro
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung. Kartenreservierung bei der Literaturhandlung unter Tel. 030-8824 250

Konzertreihe: Im buntesten Chaos
"Das schöne neue Leben"

1948 stieß Dimitri Schostakowitsch in einem Moskauer Antiquariat auf eine ins Russische übersetzte Sammlung jüdischer Volksgedichte. Obwohl er selbst Nichtjude war, bezauberte ihn die Fantasie dieser poetischen Erzählungen. Seine Vertonung zu einem Liederzyklus ist das wohl persönlichste Werk des russischen Komponisten, zudem eine meisterhafte Bearbeitung aschkenasischer Volkskultur. Noch im selben Jahr entdeckte Schostakowitsch in New York den Jazz, dessen zwanglose Interpretationsformen er ebenso bewunderte wie die Freimütigkeit in der slawischen Volksmusiktradition. Gemeinsam mit dem Jazz-Ensemble String Trio of New York schafft das Ensemble Alkan einen spannenden Dialog zwischen gewachsenen und spontan kreierten Musikformen, zwischen der alten und der neuen Welt.
Wann: Samstag, 24. April um 19 Uhr
Wo: Glashof EG
Eintritt: 10 Euro, erm. 7 Euro
In Zusammenarbeit mit Klassikwerkstatt e.V.
Kartenreservierung unter Tel. 030-25993 488 und reservierung@jmberlin.de

Jüdisches Museum Berlin
Zwei Jahrtausende Deutsch-Jüdische Geschichte

Lindenstraße 9 – 14
10969 Berlin
Weitere Informationen finden Sie unter: www.jmberlin.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 01.03.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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