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AVIVA-BERLIN.de 4/11/5778 - Beitrag vom 09.04.2010

Sonderausstellungen und Kulturprogramm des Jüdischen Museums Berlin im Mai und Juni 2010
AVIVA-Redaktion

Das Jüdische Museum Berlin bietet Sonder- und Kabinettausstellungen, Begleitprogramme zu den Ausstellungen, Konzerte, Filme, Diskussionen und Lesungen an.



Auch im Mai und Juni können BesucherInnen in die Welt der Comics eintauchen: Die am 29. April eröffnete Sonderausstellung "Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comics" spannt einen Bogen von den ersten Comicstrips über die Superhelden der dreißiger und vierziger Jahre, die Underground-Comics der sechziger Jahre bis hin zu den heutigen Graphic Novels und folgt der Spur jüdischer ZeichnerInnen, TexterInnen und VerlegerInnen der Comic-Kunst.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung wird der Kabarettist Herbert Feuerstein von seiner Zeit als Chefredakteur des Satiremagazins MAD erzählen (18. Mai) und im Museumsgarten findet ein großes Comic-Quiz statt, bei dem Comic-LiebhaberInnen ihre Kenntnisse des Mediums unter Beweis stellen können (2. Juni).

Der diesjährige Kultursommer im Jüdischen Museum Berlin eröffnet am 12. Juni mit einer Hommage von Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra an den jüdischen Jazz-Musiker Artie Shaw. Weitere Höhepunkte des Kulturprogramms sind eine Lesung mit dem israelischen Autor Eshkol Nevo und dem Schauspieler André Kaminski sowie eine szenische Lesung mit der Schauspielerin Katharina Marie Schubert, die aus dem Werk und den Briefen der Dichterin Nelly Sachs lesen wird. Die Sonderausstellung "Flucht und Verwandlung. Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin / Stockholm" ist noch bis zum 27. Juni im Jüdischen Museum zu sehen.

Sonderausstellungen

Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comics

Superman, Batman, die Fantastic Four - die großen Figuren des Comics stammen aus der Feder jüdischer ZeichnerInnen. Sie sind zwar keine jüdischen Helden, aber Belege für eine Populärkultur, an der besonders in den USA viele Juden beteiligt waren. Mit dem Ende der 70er Jahre entstehenden Comic-Roman werden schließlich explizit jüdische Themen aufgegriffen. "Maus - Die Geschichte eines Überlebenden" von Art Spiegelman stellt die bislang radikalste Auseinandersetzung mit der Erinnerung an die Shoa dar. Anhand der Werke von mehr als 40 KünstlerInnen folgt die Ausstellung der Spur jüdischer ZeichnerInnen, TexterInnen und VerlegerInnen der Comic-Kunst. Sie zeigt HeldInnen und AntiheldInnen, schlagkräftige KämpferInnen gegen Hitler und neurotische KleinbürgerInnen.
Mit mehr als 400 Objekten spannt sie einen Bogen von den ersten Comicstrips des frühen 20. Jahrhunderts über die kindlichen Superhelden der 30er und 40er Jahre, der Undergroundbewegung der 60er Jahre bis hin zu der literarisch anspruchsvollen Graphic Novel unserer Zeit. Neben Altmeistern wie Rube Goldberg, Will Eisner und Harvey Kurtzman sind auch zeitgenössische KünstlerInnen wie Art Spiegelman, Rutu Modan, Joann Sfar und Ben Katchor mit zahlreichen Originalen in der Ausstellung vertreten.
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Zusammenarbeit mit dem Musée d´art et d´histoire du Judaïsme Paris und dem Joods Historisch Museum Amsterdam.
Wo: Altbau 1. OG
Wann: 30. April bis 8. August 2010
Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro

Flucht und Verwandlung. Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin/Stockholm

Nelly Sachs erhielt 1966 als erste deutsche Dichterin den Nobelpreis für Literatur. Damals war die jüdische Lyrikerin deutscher Abstammung 75 Jahre alt und hatte fast dreißig Jahre im Exil verbracht. Mit einer der letzten Passagiermaschinen war sie 1940 gemeinsam mit ihrer Mutter aus Berlin nach Stockholm geflohen. In allerletzter Minute - den Befehl für den Abtransport in ein Konzentrationslager hatte sie schon erhalten. Das dichterische Werk Nelly Sachs´ wird erstmals umfassend in einer großen Wanderausstellung gewürdigt. Sie zeigt anhand einer Fülle von bisher unveröffentlichtem Material die Radikalität ihres Werkes und den kulturhistorischen Kontext seiner Entstehung. Fotos und Manuskripte aus dem Nachlass sowie unbekannte Ton- und Bildaufnahmen dokumentieren ihre Freundschaft mit AutorInnen wie Paul Celan, Gunnar Ekelöf, Hans Magnus Enzensberger und Selma Lagerlöf und geben Einblick in das private Leben der Lyrikerin.
Eine Ausstellung von Aris Fioretos und gewerk design in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin, dem Jüdischen Theater Stockholm, der Königlichen Bibliothek Stockholm, der Schwedischen Botschaft und dem Suhrkamp Verlag.
Wo: Eric F. Ross Gallery EG Neubau
Wann: 25. März bis 27. Juni 2010
Eintritt: mit dem Museumsticket (5 Euro, erm. 2,50 Euro)

Kabinettausstellung

Heiligtümer, Papyri und geflügelte Göttinnen. Der Archäologe Otto Rubensohn (1867-1964)
Als Leiter des Papyrusunternehmens der Königlichen Museen zu Berlin (1901 bis 1907) entdeckte und erwarb Rubensohn unzählige wichtige Papyri, die den Grundstock der bedeutenden Sammlung des Berliner Ägyptischen Museum bildeten - darunter aramäische Zeugnisse der jüdischen Militärkolonie auf der Insel Elephantine.
Bekannt wurde Rubensohn auch durch seine Grabungen und Forschungen zu den antiken Heiligtümern der griechischen Insel Paros. Er leitete später das renommierte Pelizaeus-Museum in Hildesheim, das über eine der weltweit bedeutendsten Ägyptensammlungen verfügt. Der Nachlass des 1939 in die Schweiz geflüchteten Forschers bietet zusammen mit seinen bedeutendsten Fundstücken nun erstmalig einen Überblick über Leben und Werk des jüdischen Archäologen.
Wo: Rafael Roth Learning Center in der Dauerausstellung
Wann: 18. Februar bis 15. August 2010
Eintritt: mit dem Museumsticket (5 Euro, erm. 2,50 Euro)

Kulturprogramm

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Helden, Freaks und Superrabis"

Das vernünftigste Magazin der Welt. Herbert Feuerstein erzählt von seiner Zeit bei MAD
Er ist der Macher des deutschen MAD und Erfinder einer der subversivsten Unterhaltungssendungen Deutschlands: Mit "Schmidteinander" wurde Herbert Feuerstein berühmt, doch seine größte Leidenschaft war das Magazin MAD, das er bis 1992 über zwanzig Jahre lang als Chefredakteur leitete. Aus Amerika importiert, wurde MAD unter Feuerstein zum erfolgreichsten Satiremagazin Deutschlands und beeinflusste ganze SchülerInnengenerationen.
Herbert Feuerstein spricht in seinem Vortrag über seine Bekanntschaft mit KünstlerInnen und VerlegerInnen, die in den USA den legendären Stil von MAD geprägt haben, und geht der Frage nach, was deutsche Satire ausmacht.
Wo: Großer Saal 2. OG
Wann: Dienstag, 18. Mai um 19.30 Uhr
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de

Das große Comic-Quiz
In Zusammenarbeit mit zittyBerlin
Vierzig Fragen und große Chancen für KennerInnen und ComicleserInnen mit solidem Halbwissen. Wer die Farbe von Supermans Umhang kennt oder weiß, dass es Didi Glitz herzlich egal ist, ob ihr Wodka Martini geschüttelt oder gerührt ist, sollte dabei sein. In vier Runden gilt es, einfache und abseitige Rätsel aus der Welt des Comics zu lösen. Die Themen reichen von den Klassikern über die Anti-Helden des Undergrounds bis zu den Verfilmungen von heute, von Yellow Kid bis Bart Simpson. Mitmachen können Gruppen bis zu sechs Personen, die sich auch noch spontan zusammenfinden können. Getränke gibt es an der Bar und ab 20 Uhr stellt der Moderator die Fragen. Den GewinnerInnen des Abends winken neben Ruhm und Ehre selbstverständlich auch Preise.
Wo: Glashof EG und Museumsgarten
Wann: Mittwoch, 2. Juni um 19.30 Uhr
Eintritt frei. Feste Gruppen können sich unter info@jmberlin.de anmelden.

Montagskino zur Sonderausstellung "Helden, Freaks und Superrabbis"

Comic Book Confidential
Documentary, USA 1988, duration 85 min., directed by Ron Mann (original English version)
Wann: Montag, 7. Juni um 19.30 Uhr

Waltz with Bashir
Mit einer Einführung von Margret Kampmeyer, Projektleiterin der Ausstellung.
Dokumentarischer Animationsfilm, IL/D/F 2008, Dauer: 87 Min., Regie: Ari Folman, FSK ab 12 Jahren
Wann: Montag, 14. Juni um 19.30 Uhr

Crumb
Documentary, USA 1994, duration 119 min., directed by Terry Zwigoff (original English version)
Wann: Montag, 21. Juni um 19.30 Uhr

American Splendor
Biografischer Animationsfilm, USA 2003, Dauer: 96 Min., Regie: Robert Pulcini, Shari Springer Berman
Wann: Montag, 28. Juni um 19.30 Uhr

Für alle Veranstaltungen in der Reihe "Montagskino" gilt:
Eintritt frei. Einlass nur mit Platzkarte (an der Kasse erhältlich). Reservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.
Wo: Bildungsraum, Altbau 1. OG

Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Flucht und Verwandlung"

Diese nächtliche Dimension
Szenische Lesung mit der Schauspielerin Katharina Marie Schubert
Dramaturgie: Vera Teichmann, Regie: Harald Krewer (speak low)
Wenn das Tagewerk getan und das Licht erloschen war, begann Nelly Sachs zu schreiben. Die Schauspielerin Katharina Marie Schubert liest aus dem Werk und Briefen der Dichterin im Dialog mit zugespielten Originaltönen. Projektionen von Bildmaterial aus dem Nachlass von Nelly Sachs, verwoben mit dem Sounddesign des Musikers Christian Mevs, lassen ein audiovisuelles Portrait der Schriftstellerin entstehen.
Wo: Großer Saal 2. OG
Wann: Donnerstag, 6. Mai um 19.30 Uhr
Eintritt: 12 Euro, erm. 8 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Flucht und Verwandlung
Vortrag von Aris Fioretos, Kurator der Ausstellung
Anhand einer Fülle von bisher unbekannten Fotos und Dokumenten stellt der Autor Aris Fioretos das Leben und Werk der Schriftstellerin vor.
Wo: Auditorium EG
Wann: Donnerstag, 20. Mai um 18.30 Uhr
Eintritt frei. Einlass nur mit Platzkarte (an der Kasse erhältlich).
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Weitere Kulturveranstaltungen

Ingeborg Bachmann: Kriegstagebuch
Buchpräsentation mit dem Herausgeber Hans Höller und Heinz Bachmann, dem Bruder Ingeborg Bachmanns.
"Das ist der schönste Sommer meines Lebens... Vom Frieden merkt man nicht viel, sagen alle, aber für mich ist Frieden, Frieden!" Dies notiert die 18jährige Ingeborg Bachmann 1945, unmittelbar nach Kriegsende, in ihr Tagebuch. Man spürt die große Erleichterung über das Ende der Nazi-Herrschaft. Aber der euphorische Ton hat noch einen anderen Grund: Ingeborg Bachmann hat sich in den britischen Besatzungssoldaten Jack Hamesh verliebt, einen Wiener Juden, dem 1938 die Emigration gelang.
Zum ersten Mal wird Ingeborg Bachmanns "Kriegstagebuch" von dem Germanisten Hans Höller vollständig aus dem Nachlass herausgegeben. Darin enthalten sind auch sämtliche Briefe von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann.
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung.
Wo: Großer Saal 2. OG
Wann: Montag, 3. Mai um 19.30 Uhr
Eintritt: 9 Euro, erm. 7 Euro
Kartenreservierung bei der Literaturhandlung unter Tel. 030 - 8824 250

Michel Bergmann: Die Teilacher
Lesung mit dem Autor
In seinem ersten Roman schreibt der Drehbuchautor Michel Bergmann von jüdischen Überlebenden, die nach Krieg und Massenmord in Deutschland blieben und sich als Handelsvertreter (Teilacher) eine Existenz aufbauten. Gebannt lauscht der junge Alfred Kleefeld den Geschichten der alten Männer, die nach der Beerdigung seines Onkels erzählen, wie sie sich mit viel Chuzpe durch die harten Zeiten geschlagen haben. Am Ende erfährt Alfred von einer wunderbaren Liebesgeschichte in dunklen Zeiten und von einem Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Jüdischen Volkshochschule Berlin.
Wo: Auditorium EG
Wann: Montag, 10. Mai um 19.30 Uhr
Eintritt frei. Einlass nur mit Platzkarte (an der Kasse erhältlich). Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Jüdische Jugendbewegung in Deutschland
Symposium mit Ulrike Pilarczyk, Micha Brumlik, Hans Ginsburg, Stefanie Schüler-Springorum und Moshe Zuckermann
Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der Zionistischen Jugend in Deutschland (ZJD) lässt das Jüdische Museum Berlin die Geschichte der jüdischen Jugendbewegungen in Deutschland Revue passieren. Zum Auftakt des Symposiums spricht Ulrike Pilarczyk zum Thema "Das Selbstverständnis der zionistischen Jugend im Spiegel der zeitgenössischen Fotografie" über die Zeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges.
Im Anschluss analysieren und bewerten Micha Brumlik, Hans Ginsburg, Stefanie Schüler-Springorum und Moshe Zuckermann in einem Podiumsgespräch die Geschichte der ZJD vor dem Hintergrund der Nachkriegsgeschichte der Juden in Deutschland. Am Abend sind alle Interessenten eingeladen, ihre ganz persönliche Geschichte als ZJD-Mitglieder anhand eigener Fotos zu thematisieren.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg und der Jüdischen Volkshochschule Berlin.
Wo: Auditorium EG
Wann: Samstag, 22. Mai von 15 bis 19 Uhr
Eintritt frei. Einlass nur mit Platzkarte (an der Kasse erhältlich).
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Eshkol Nevo: Wir haben noch das ganze Leben
Buchpräsentation mit dem Autor und dem Schauspieler André Kaminski
Eshkol Nevos neuer Roman ist die Geschichte einer Männerfreundschaft. Alle Anfang dreißig, pflegen sie seit gemeinsamen Schultagen gleichbleibende Rituale - sie spielen Squash zusammen, gucken Fußball, quatschen, kiffen, sind füreinander da. Einer verfällt während des Endspiels der Fußball-WM 1998 auf die kuriose Idee, dass jeder auf einen Zettel drei Wünsche aufschreibt, die erst zur nächsten WM 2002 preisgegeben werden. Doch vier Jahre später ist nichts mehr, wie es war. Die Wünsche haben ihren Bezug verloren.
Eshkol Nevo stand mit seinem ersten Roman "Vier Häuser und eine Sehnsucht" in Israel über ein einhalb Jahre auf der Bestsellerliste und erhielt mehrere Preise.
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung.
Wo: Auditorium EG
Wann: Montag, 31. Mai um 19.30 Uhr
Eintritt: 9 Euro, erm. 7 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Der Jüdische Friedhof Weißensee. Momente der Geschichte
Buchpräsentation mit der Autorin Britta Wauer und der Fotografin Amélie Losier
Der Jüdische Friedhof Berlin-Weißensee ist einer der schönsten und größten jüdischen Friedhöfe in Europa. Bis heute verbindet er Menschen und Schicksale aus der ganzen Welt. Dieses Buch versammelt Fotografien und Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart eines faszinierenden Ortes und gewährt so einen einzigartigen Einblick in das jüdische Leben in Deutschland von 1880 bis heute. Britta Wauer und Amélie Losier stellen das Buch mit seinen Geschichten und Bildern vor. Zur Einführung spricht Hermann Simon, Direktor des Centrum Judaicum Berlin.
Wo: Auditorium EG
Wann: Dienstag, 8. Juni um 19 Uhr
Eintritt frei.
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

"Göttliche Tonkunst!" - Werkstatt-Konzerte
Kleine Liturgiegeschichte der himmlischen Hofmusik: Das Kol Nidre Mysterium Religion: Wenn ein Reuegebet von juristischen Formeln wimmelt, aber die beliebteste Sakralmusik inspiriert, muss das an unstillbarer Vergebungs-Sehnsucht liegen. Im Kol Nidre gipfeln alle Versöhnungs-Themen von Jom Kippur. Der Romantiker Max Bruch, den die Welt seitdem für einen Juden hält, komponierte - wie später John Zorn, die Electric Prunes u.a. - sein persönliches Kol Nidre. In der Liturgie-Reihe ihrer konzertanten Werkstattgespräche untersuchen Thomas Lackmann und Philipp Olivier Schätze synagogaler Tradition, begleitet von Studenten der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" mit Klavier, Violine und Klarinette.
Wo: Glashof EG
Wann: Donnerstag, 10. Juni um 19 Uhr
Eintritt: 10 Euro, erm. 7 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Kultursommer-Programm

Andrej Hermlin and his Swing Dance Orchestra - Eröffnung des Kultursommers
Mit einem großen Jubiläums-Konzert feiert das Jüdische Museum Berlin den 100. Geburtstag des Bandleaders, Klarinettisten und Schriftstellers Artie Shaw. Andrej Hermlin und sein Swing Dance Orchestra laden ein zu einer Hommage an den bedeutenden jüdischen Jazz-Musiker und populären Protagonisten des Swing. Star des Konzerts ist der amerikanische Klarinettist Dan Levinson. Das Konzertprogramm "Begin The Beguine" präsentiert exklusiv eine neue Sängerin: Iris Romen aus Holland, die unter anderem das seinerzeit von Billy Holiday gesungene "Any Old Time" wieder auf die Bühne bringt.
Wo: Glashof EG
Wann: Samstag, 12. Juni um 18 Uhr
Eintritt: 30 Euro, erm. 25 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Coco Schumann Quartett
Seine Liebe gilt der Musik - dem Jazz und dem Swing. Mit wunderbaren Arrangements und Klassikern entführt Coco Schumann in die Welt des traditionellen Swings. Untrennbar ist die Musik auch mit dem Leben Coco Schumanns verbunden: Als Musiker für das Wachpersonal überlebte er das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Er spielte um sein Leben, wie er es selbst beschreibt.
Wo: Glashof EG
Wann: Mittwoch, 16. Juni um 20 Uhr
Eintritt: 15 Euro, erm. 10 Euro
Kartenreservierung unter Tel. 030 - 25993 488 oder reservierung@jmberlin.de.

Jazz in the Garden: Club Boogaloo
Club Boogaloo - Der Name ist Programm: Moderner Orgeljazz, bei dem der Groove im Vordergrund steht. Die Palette reicht von Swing- und Bebop-Rhythmen bis hin zu Shuffle, Funk und Boogaloo. Hinzu kommen Blueselemente und der unverkennbar warme Sound der Hammond B 3. Mal virtuos, mal cool, mal instrumental, mal mit Gesang, jedoch immer voller Energie.
Mit Andreas Kissenbeck (Hammondorgel), Peter Weniger (Saxofon), Torsten Goods (Gitarre, Vocal), Tobias Backhaus (Drums).
Picknickkörbe können beim Restaurant Liebermanns unter Tel. 030 - 25939 760 bis 24 Stunden vorab bestellt werden.
Wo: Museumsgarten (bei schlechtem Wetter im Glashof)
Wann: Sonntag, 27. Juni von 11 bis 13 Uhr
Eintritt frei.

Jüdisches Museum Berlin
Zwei Jahrtausende Deutsch-Jüdische Geschichte

Lindenstraße 9 – 14
10969 Berlin
Weitere Informationen finden Sie unter: www.jmberlin.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 09.04.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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