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AVIVA-BERLIN.de 2/16/5778 - Beitrag vom 31.05.2004

Pioniere in Celluloid in der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum
Sabine Grunwald

"Juden in der frühen Filmwelt 1910 bis 1925" heißt die multimediale Ausstellung, die vom 2. Februar bis Mai 2004 zu sehen ist.
Verlängert bis zum 31. Juli 2004!



Im Mittelpunkt von Ausstellung und Begleitband stehen die Produktivität und Vielfalt der jüdischen Filmschaffenden in Berlin, zwischen 1910 und 1925.

Die Geschichte vom Aufblühen der Filmstadt Berlin und die Geschichte des deutschen Kinos ist (auch) eine jüdische Geschichte. Ob einer Jude war oder nicht, spielte in den Gründerjahren der Filmbranche keine große Rolle. Wer Unternehmungsgeist, Talent und Ideen mitbrachte, bekam seine Chance an dem Aufschwung eines neuen Mediums teilzuhaben.

Jüdische Sujets werden als Filmstoffe genauso aufgegriffen, wie andere literarische, volkstümliche oder exotische Vorlagen. Alttestamentarische Stoffe wie "Das Buch Ester" oder die Golem Sage aus dem Prager Ghetto, der "Shylock von Krakau" oder die Possen der Brüder Herrnfeld. Deren Theater in dem Kommandantenstraße ein gemischtes Publikum mit deftigen Scherzen aus dem ostjüdischen Zuwanderermilieu unterhielt.

Sie drehten Kriminalfilme, Historienschinken, phantastische Gruselfilme, exotische Abenteuer, Kammerspiele, Großstadtdramen und Komödien. Während all diese Bilder Woche für Woche über die Leinwände der Großstädte flimmerten, entwickelte die Traumfabrik der frühen Jahre auch ihren ganz eigenen Traum. Er handelt von einem Medium, dass die Schranken von Sprachen, Nationen, Bildung oder Religion im Sturm überwinden sollte, um Menschen überall auf der Welt zu unterhalten und zu informieren.
Doch der Konflikt zwischen der bunten Internationalität der Filmleute und dem Erstarken rechts-nationaler Tendenzen zieht sich durch die 20er Jahre.

Als Reaktion wurden in Berlin 1919-1923 zahlreiche Spielfilme gedreht, die das Thema Antisemitismus historisch aufgreifen. 1921 inszeniert der Regisseur Carl Dreyer "Die Gezeichneten". 600 russische und jüdische Flüchtlinge wurden als StatistInnen eingesetzt und spielten Pogromszenen von beklemmendem Realismus. Ewald A. Dupontidreht 1922 "Das Alte Gesetz" und Ernst Deutsch spielt den Rabbinersohn Baruch, zerrissen zwischen Tradition und Assimilation.

Zu den jüdischen Filmpionieren, die den Aufbau der Filmstadt Berlin und die Geschichte eines neuen Mediums entscheidend prägten, gehörte der Konfektionslehrling Ernst Lubitsch - später ein erfolgreicher Hollywoodregisseur - ebenso wie der Textilkaufmann Paul Davidson. Ab 1908 eröffnete er zahlreiche prunkvolle Lichtspielpaläste in Berlin. Zehn Jahre später war er der wichtigste Mann für Filmproduktionen in der neu gegründeten Ufa Der Exodus jüdischer Filmschaffender begann bereits 1922, der eigentlichen Blütezeit des Stummfilms, denn die finanziellen Verhältnisse in Deutschland sind drückend und Hollywood lockt mit guten Angeboten. Diejenigen, die 1933 nicht mehr zurückkehren können, ermöglichen vielen ihrer Freunde und Kollegen die Flucht und das Überleben im Exil.
Eine große Anzahl war einst in Osteuropa aufgebrochen, um in Berlin Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Autoren und Regisseure wie: Karl Grune, Carl Mayer, Robert Wiene, Joe May und E.A. Dupont mussten 1933 aus Deutschland fliehen.


Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum
Oranienburger Straße. 28-30
10117 Berlin
Tel 030-88028-307
www.cjudaicum.de
Öffnungszeiten:
Mo und So 10-18 Uhr, Di bis Do, 10-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr, Samstags geschlossen
Die Ausstellung wird um zwei Monate bis zum 31.7.2004 verlängert!
Eintritt: 2,50 Euro, erm. 1,50 Euro

Das Buch zur Ausstellung
Pioniere in Celluloid Juden in der frühen Filmwelt
Hsg. Irene Stratenwerth/Hermann Simon
Henschel Verlag, Februar 2004
24,90 Euro
ISBN 3-89487-471-6200279440375"

Filmkunsthaus Babylon
Rosa-Luxemburg-Straße 30
10178 Berlin
Fon: 030-24 085 419
www.fkh-babylon.de


Jüdisches Leben Beitrag vom 31.05.2004 Sabine Grunwald 

   




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