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AVIVA-BERLIN.de 2/16/5778 - Beitrag vom 14.01.2005

Call for Papers. Familiengeschichte(n).
AVIVA-Redaktion

Erfahrungen und Verarbeitung von Exil und Verfolgung im Leben der Töchter. Beiträge für internationale Tagung in Berlin vom 28.-30. Oktober 2005 gesucht. Die Deadline für Vortragsangebote 1.02.2005



Die Arbeitsgemeinschaft "Frauen im Exil" in der Gesellschaft für Exilforschung e.V. plant, ihre 15. interdisziplinäre, internationale Tagung in Kooperation mit der Alice-Salomon-Fachhochschule in Berlin vom 28.-30. Oktober 2005 zum Thema "Familiengeschichte(n). Erfahrungen und Verarbeitung von Exil und Verfolgung im Leben der Töchter" zu veranstalten.

Die Tagung will Bedeutung und Gewicht der Erfahrungen von Verfolgung und Exil thematisieren, die den Töchtern über die Geschichte ihrer engsten Angehörigen (das können die biologischen Eltern gewesen sein, aber auch hinzugekommene Pflege- und Adoptiveltern oder andere enge soziale Bindungen aus der Kindheit und Jugend) bewusst und unbewusst weitergegeben wurden und ihr Leben entscheidend geprägt haben. Damit verbunden ist die Frage der Art und Weise, wie dieses Erfahrungswissen vermittelt wurde. Denn dieses "Erbe", das die Biographie der Töchter bereichert oder auch belastet haben kann, kann in Gesprächen, Interviews und lebensgeschichtlichen Dokumenten festgehalten sein, es kann seine Wirkungskraft aber auch als Quelle künstlerischer Kreativität und Auseinandersetzung (etwa in Romanen, Autobiographien, Objektkunst, Filmen etc.) oder in einer lebenslangen Disposition zu bestimmten Thematiken entfaltet haben.

Auf der Grundlage dieser Überlegungen sollten angebotene Tagungsbeiträge, die eine solche Erinnerungsarbeit der Töchtergeneration ins Zentrum stellen, u.a. folgenden Fragestellungen nachgehen:

  • Gibt es eine besondere Affinität von weiblichen Nachkommen, sich dieses besonderen - zumeist familiären - "Erbes" anzunehmen und es in ihrer Erinnerungsarbeit zu erschließen?
  • Gibt es einen spezifisch "weiblichen" Umgang mit familiengeschichtlicher Tradierung, mit transgenerationeller Weitergabe von Erfahrungen und mit Erinnerungskultur? Und inwiefern unterscheidet er sich von einem "männlichen" Zugang der Söhnegeneration?
  • Hat die doch recht häufig von weiblichen Nachkommen betriebene "Spurensuche" eventuell mit der geschlechterspezifischen Rollenaufteilung zu tun, so dass innerhalb unserer heutigen Gesellschaftsordnung eher die weiblichen Nachkommen die Lebenszeit für Recherchen und deren Verarbeitung aufbringen, weil in weiblichen Lebenswegen oft Lebensphasen ohne tagesfüllende Erwerbsarbeit existieren?
  • Gibt es bei der Erinnerungsarbeit eine Art Aufgabenteilung zwischen Geschwistern, und weist diese geschlechtsspezifische Besonderheiten auf?
  • Welche Rolle spielt die Erfahrung von Verfolgung und Exil (der eigenen und/oder der Familie) für die Persönlichkeitsentwicklung der Töchter?
  • Welchen Stellenwert hat die Erinnerung an die Exil-Erfahrung der Eltern oder eines Elternteils für die Konstruktion der eigenen Biographie, für das Lebensgefühl und die Legitimität eines "eigenen" Lebens für die Nachkommen? Vor allem aber: Welches sind die Besonderheiten dieser als schriftliche oder bildkünstlerische Zeugnisse überlieferten "Erbe"-Figurationen?
  • In welcher Weise unterscheiden sich familiäre Erfahrungen mit dem Holocaust von denen mit dem Exil hinsichtlich der Verarbeitung und Einflüsse auf die Lebensplanung und Lebensgestaltung der Töchter?
  • Welche Rolle spielt die Veröffentlichung von Ergebnissen der Erinnerungsarbeit, seien es Texte, Bilder oder auch Filme, die ja immer auch individuelle Gestaltung sind?
  • Welche Bedeutung hat es, in welchem Lebensalter die Töchter die Spurensuche aufgenommen haben und wo sie sich in der Gegenwart lebensgeschichtlich verorten (ob im Exilland, im Herkunftsland, in beiden oder in keinem)?
Die Tagungsbeiträge können sich Töchtern mit deutschsprachigem Familienhintergrund widmen und auch andersstaatliche Exil- und Holocaustbezüge und ihre Folgewirkungen auf die Töchtergeneration untersuchen.

Vortragsangebote mit einem kurzen Exposé bitte bis zum 1. Februar 2005 an:
Prof. Dr. Inge Hansen-Schaberg
Birkenweg 15
D-27356 Rotenburg
e-mail: hansen.schaberg@t-online.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 14.01.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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