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AVIVA-BERLIN.de 4/10/5778 - Beitrag vom 15.07.2005

Stipendienvergabe. Antragsschluss 30.09.2005
Sarah Ross

Wie jedes Jahr vergibt die Stiftung Zurückgeben auch 2005 wieder Stipendien und Projektzuschüsse an Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens.



Die Stiftung Zurückgeben wird von dem Motiv geleitet, die Lebenschancen und Entfaltungsmöglichkeiten der Nachkommen jüdischer Familien zu verbessern, die auch jetzt noch in ökonomischer und sozialer Hinsicht von den Folgewirkungen des Holocaust betroffen sind. Gefördert werden ausschließlich Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, die jüdischer Herkunft oder Glaubens sind, und die in Deutschland leben.

Im ständigen Bewusstsein der Zerstörung familiärer und sozialer Netzwerke, der Beraubung von Arbeits- und Existenzmöglichkeiten jüdischer Frauen und Männer unter nationalsozialistischer Herrschaft, ist es das Ziel der 1994 in Berlin gegründeten Stiftung, das zurückzugeben, was man damals genommen hat: "Auf diese Weise möchte die Stiftung Zurückgeben zur Vielfältigkeit jüdischen Lebens in Deutschland beitragen".

Der Stiftung ist es zudem wichtig, diejenigen Menschen zum Denken anzuregen, die von der Entrechtung, Enteignung, Vertreibung und Ermordung jüdischer BürgerInnen, sowie von der "Arisierung" jüdischen Besitzes profitierten und Vorteile aus den Berufsverboten zogen. Diese Vorteilsnahmen wurden nicht selten an die Nachgeborenen weitergegeben.

Formlose Anträge mit Projektbeschreibung und Lebenslauf sind bis zum 30. September 2005 an die Stiftung Zurückgeben zu richten. Die Auswahl trifft eine Jury, der jüdische Frauen aus Kultur und Wissenschaft angehören. Die Bekanntgabe der Juryentscheidung erfolgt spätestens bis Ende des Jahres.


Zurückgeben
Stiftung zur Förderung Jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft

Im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
D-10405 Berlin
Tel.: +49 30 - 42 02 26 45
Fax: +49 30 - 42 02 33 30
E-Mail: info@stiftung-zurueckgeben.de
Internet: www.stiftung-zurueckgeben.de


Jüdisches Leben Beitrag vom 15.07.2005 Sarah Ross 

   




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