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AVIVA-BERLIN.de 2/13/5778 - Beitrag vom 26.10.2005

Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka
Sarah Ross

Am 28. Oktober 2005 eröffnet das Jüdische Museum Berlin eine neue Ausstellung, die allen BesucherInnen Wissenswertes, Kurioses und Spannendes über Chanukka und Weihnachten vermittelt.



Überall auf der Welt feiern Christen und Juden im Dezember mit Lebkuchen und Latkes Weihnachten und Chanukka. Während die einen die Geburt Jesus feiern, erinnern sich die anderen an die Befreiung Jerusalems von der Vorherrschaft der Seleukiden durch die aufständischen Makkabäer im Jahr 165 v. u. Z. Heute bewegen sich die beiden religiösen Feste zwischen althergebrachten Traditionen, einem besinnlichen Familienfest und einem nicht zu verachtenden Kommerz. Dabei wechseln sich religiöse Bekenntnisse mit politischen Botschaften ab. Nun eröffnet das Jüdische Museum Berlin erstmals eine Sonderausstellung, die den BesucherInnen Spannendes und Wissenswertes über die beiden Feste - zwischen Kulturgeschichte und Kitsch, Kuriosem und Hintersinnigem - vermittelt.

Die Ausstellung "Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka" geht auf die Gemeinsamkeiten von Weihnachten und Chanukka ein: Obwohl die historischen Wurzeln völlig verschieden sind, bauen beide Feste auf heidnischem Brauchtum auf, und bei beiden werden Lichter angezündet, um die dunkle Jahreszeit etwas aufzuhellen.
In sechs verschiedenen Kapiteln erkundet die Ausstellung die Ursprünge von Weihnachten und Chanukka, die kulturellen Wechselwirkungen untereinander und die Entwicklung der Festtradition durch die Jahrhunderte: Während die zionistische Bewegung im späten 19. Jahrhundert das Lichterfest Chanukka als Fest der Selbstbehauptung und den Befreiungskampf der Makkabäer als heroisches Vorbild für den Kampf um Unabhängigkeit deutete, driftete das Verständnis von der "deutschen Weihnacht" im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit zunehmend auseinander: Im Westen stürzte man sich in den Dezember-Kaufrausch, und im Osten raubte man den Weihnachtsengeln die religiöse Bedeutung und machte aus ihnen Jahresendzeitflügelpuppen.

In dieser Sonderausstellung wird nicht nur anhand von über 700 Objekten, Fotos und Filmausschnitten sichtbar, wie soziale, politische und wirtschaftliche Veränderungen zu neuen Bräuchen geführt haben, und wie Kommerzialisierung und Säkularisierung eine oberflächliche Annäherung beider Feste nicht erst in der heutigen Zeit ermöglicht haben: "Eine Weihnachtsfeier mit Baum, Liedern und Geschenken wurde im 19. Jahrhundert für viele jüdische Familien des Bürgertums zu einem Symbol ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Kultur. Juden feierten Weihnachten als säkulares "Fest der Umwelt" ohne religiösen Gehalt oder sie übertrugen weihnachtliche Bräuche auf das Chanukka-Fest. Solche Vermischungen wurden und werden humoristisch als "Weihnukka" bezeichnet".

Es werden aber auch viele überraschende Geschichten erzählt: So wird das Geheimnis um den weltbekannten und erfolgreichsten Weihnachtshit "White Christmas" aufgedeckt, der tatsächlich von dem jüdischen Komponisten Irving Berlin geschrieben wurde. Außerdem erfährt man, wie Juden mit dem "Dezember-Dilemma" umgehen, das viele alljährlich beschäftigt... Nicht zuletzt ist die Weihnukka-Ausstellung des Jüdischen Museum Berlins eine sinnliche Erfahrung, ein interaktives und visuell attraktives Erlebnis.

"Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka"
Wann:
28. Oktober 2005 bis 29. Januar 2006
Wo: Jüdisches Museum Berlin, Altbau, 1.OG
Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro
Weitere Infos unter: www.jmberlin.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 26.10.2005 Sarah Ross 

   




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