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AVIVA-BERLIN.de 4/11/5778 - Beitrag vom 22.08.2006

Sonderausstellungen und Kulturprogramm im September und Oktober 2006
Sarah Ross

Am 13. September feiert das Jüdische Museum Berlin seinen 5. Geburtstag. Daher lädt es zu einem kostenlosen Besuch, Führungen, Gesprächen mit ZeitzeugInnen und Einblicken in die Museumsarbeit ein



Auch in den Herbstmonaten September und Oktober 2006 bietet das Jüdische Museum Berlin wieder ein interessantes und vielgestaltiges Programm. Besonderes Highlight ist der 5. Geburtstag des Museums am 13. September 2006.
Daher präsentiert unter anderem das Archiv den Nachlass von Elisabeth Wust und Felice Schragenheim, die aus dem Film "Aimée und Jaguar" bekannt sind.
Der Film wird im Anschluss an die Veranstaltung gezeigt.

Ein weiterer Höhepunkt der kommenden zwei Monate ist die Eröffnung der Sonderausstellung "Heimat und Exil. Emigration der deutschen Juden nach 1933". Die Ausstellung erzählt anhand individueller Schicksale von der Verfolgung in Deutschland, den Reisewegen ins Exil und den Schwierigkeiten bei der Ankunft und Eingewöhnung in einer fremden Welt.

Sonderausstellungen:

PSYCHOanalyse
Sigmund Freud zum 150. Geburtstag
Wann: verlängert bis 22. September 2006
Wo: Ross Galerie, EG, Libeskind-Bau
Eintritt: 4 Euro,
erm. 2 Euro, Kombiticket für "PSYCHOanalyse" und
Dauerausstellung: 7 Euro, erm. 3,50 Euro.

Sag` beim Abschied leise Servus
Ob Freud diese Textzeilen seines Wiener Zeitgenossen, des jüdischen Librettisten Siegfried Tisch, mitgesummt hätte, ist nicht überliefert. Das Museum muss sich aber, wie es sich für gute Gastgeber ziemt, am Ende der Feier von seinen liebsten Gästen verabschieden: den Ausstellungsobjekten. In einigen Ländern ist es Sitte, die Stücke der Hochzeitstorte zu verschenken - das Jüdische Museum und Christie`s Fine Art Auctioneers versteigern alle 24 Stücke der Freud-Geburtstagstorte meistbietend. Auch die poppig-bunten Freud-Neonleuchtkästen können ersteigert werden - Christiane Gräfin zu Rantzau, Deputy Chairman von Christie`s Deutschland, bringt sie fachmännisch unter den Hammer. Und das Schönste dabei:
Die Auktion dient einem guten Zweck. Die Erlöse kommen der Arbeit des Museums zugute.
Wann: 25. September 2006 ab 18 Uhr
Anmeldung und weitere Informationen:
Tel. 030 25993 436 oder fundraising@jmberlin.de

Schneller, höher, weiter...
Kabinettausstellung zur Jüdischen Sportbewegung 1898-1938
Die Makkabi-Sportbewegung wurde in Deutschland begründet. Hier entstanden Um 1900 die ersten jüdischen Turnvereine zu einer Zeit, als Sport mehr war als reines Freizeitvergnügen. Im Kampf gegen den Antisemitismus, aber auch in Abgrenzung zu eigenen Traditionen, wollten jüdische SportlerInnen ein neues, modernes Menschenbild prägen.
Wann: 1. Juni bis 26. November 2006
Wo: Learning Center im Libeskind-Bau
Eintritt: mit dem Museumsticket

Heimat und Exil. Emigration der deutschen Juden nach 1933
Der erzwungene Exodus der deutschen Juden nach 1933 ist das Thema einer großen Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem Haus der Geschichte in Bonn. Erstmals wird die Emigration der deutschen Juden in über 100 Länder in einer Gesamtschau gezeigt.
Wann: 29. September 2006 bis 9. April 2007
Wo: Altbau, 1. OG
Eintritt: 4 Euro, erm. 2 Euro, Kombiticket 7Euro, erm. 3,50 Euro
Führungen durch die Ausstellung unter Tel. 030-25993 305 oder fuehrungen@jmberlin.de

Begleitprogramm für Schülerinnen und Schüler:

Für SchülerInnengruppen ab Klasse 9, die das Thema Nationalsozialismus im Schulunterricht bereits behandelt haben, bietet das Museum ein interaktives Ausstellungsbegleitprogramm an. Workshops führen in das Thema der Ausstellung ein, anschließend erarbeiten die SchülerInnen in Kleingruppen Emigrationsschicksale zu einzelnen Exilländern. Die Ergebnisse werden präsentiert und mit kreativen Mitteln dokumentiert. Ein eigens konzipierter Theaterworkshop versucht eine schauspielerische Annäherung an die Begriffe Heimat und Exil und verbindet dabei theoretisches und emotionales Lernen. Neben der Vermittlung von Geschichtswissen steht das persönliche Erleben der SchülerInnen im Vordergrund.
Weitere Informationen und Terminabsprachen unter Tel. 030-25993 305 oder fuehrungen@jmberlin.de

Kulturprogramm:

Jazz in the Garden
Mit den jungen JazzmusikerInnen der Jazzformation "Frau Minipause" findet Jazz in the Garden diesen Sommer seinen Ausklang.
Wann: 3. September von 11 bis 13 Uhr
Wo: Museumsgarten
Der Eintritt ist frei.

Lesung mit David Grossman entfällt!
Die für den 7. September um 20 Uhr geplante Lesung mit David Grossman wird leider nicht stattfinden. Aufgrund des Todes seines im Libanon gefallenen Sohnes hat der israelische Autor seine Lesereise abgesagt.
David Grossman, einer der renommiertesten Schriftsteller Israels, wollte sein neues Buch »Löwenhonig. Die Geschichte von Samson« im Jüdischen Museum Berlin vorstellen.

Lesung mit Cornelia Froboess
Zum wiederholten Mal begrüßt das Jüdische Museum Cornelia Froboess zur Lesung im Garten. Cornelia Froboess - Kinderstar und Teenageridol der 50er- und 60er-Jahre - zählt heute zu den bekanntesten Charakterdarstellerinnen im deutschsprachigen Raum. Die beliebte Schauspielerin und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes liest aus einer Auswahl von Texten von Heinrich Heine.
Wann: 10. September um 20 Uhr
Wo: Museumsgarten
Eintritt: 10 Euro, erm. 5 Euro

Happy Birthday, JMB!
Das Jüdische Museum feiert seinen 5. Geburtstag und lädt seine großen und kleinen BesucherInnen zu seinem ersten runden Geburtstag ein und bietet einen Blick hinter die Kulissen: Mit einem bunten Programm aus Führungen, einer Kinderrallye, einem T-Shirt-Workshop, Live-Musik im Garten, Geburtstagskuchenessen, Zeitzeugengesprächen und einem Blick auf die Rückseite der Gemälde. Zudem präsentiert das Archiv den Nachlass von Elisabeth Wust und Felice Schragenheim, die einem größeren Publikum aus dem Film "Aimée und Jaguar" bekannt sind.
Wann: 13. September von 10 bis 22 Uhr
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen sowie den Ausstellungen ist frei.
Das genaue Programm finden Sie auf der Website des Museums!

Willy Cohn: "Kein Recht, nirgends!"
Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums 1933-1941
Der Breslauer Historiker Willy Cohn (geb. 1888) erlebte in seiner Heimatstadt den Exodus vieler Juden, die Schrecken der Reichspogromnacht und die Verzweiflung derjenigen, denen die Flucht nicht möglich war. Der Historiker Norbert Conrads stellt Willy Cohn und seine Tagebuchaufzeichnungen vor.
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung und dem Böhlau Verlag.
Kartenreservierungen nur unter: 030 - 88 24 250.
Wann: 20. September um 20 Uhr
Wo: Zelt im Museumsgarten
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro

"The Nazi Plan"
Filmvorführung
Am 1. Oktober jährt sich zum sechzigsten Mal die Urteilsverkündung im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes. Aus diesem Grund wird der Film The Nazi Plan gezeigt, der die Verbrechen der Nationalsozialisten dokumentiert. Der kaum je in voller Länge gezeigte Film ist in deutscher Sprache, teilweise mit englischen Untertiteln.
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung und dem Bayerischen Fernsehen.
Kartenreservierungen nur unter: 030 - 88 24 250.
Wann: 27. September um 19 Uhr
Wo: Auditorium, 1. OG
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro

"Verfemte Musik"
Preisträgerkonzert des Wettbewerbs
Im Rahmen des Wettbewerbs Verfemte Musik 2006 haben im März Schweriner SchülerInnen erstmalig das Jüdische Museum in Berlin besucht. Nach nur wenigen Monaten kehren sie mit den PreisträgerInnen des Wettbewerbs zurück. Als Höhepunkt und glänzenden Abschluss gleichermaßen werden die PreisträgerInnen Werke von Pavel Haas, Bohuslav Martinú, Bela Bartok u.a. konzertieren.
Wann: 5. Oktober um 19.30 Uhr
Wo: Altbau 2. OG, Konzertsaal
Der Eintritt ist frei.

Zwischen Rassenhass und Identitätssuche
Deutsch-jüdische literarische Kultur im nationalsozialistischen Deutschland. Internationale Konferenz der Freien Universität Berlin, des Leo Baeck Instituts und des Jüdischen Museums Berlin.
Berlin - kulturelles und literarisches Zentrum der Weimarer Republik und seit 1933 Machtzentrale des nationalsozialistischen Staates - entwickelte sich zwischen 1933 und 1938/43 zum wichtigsten Zentrum jüdischer Kultur in Deutschland. Die Tagung stellt erstmals die literarischen Aktivitäten von Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft im nationalsozialistischen Deutschland in den Mittelpunkt.
Wann: 9.-11. Oktober, ganztags
Wo: Ross Galerie, EG, Libeskind-Bau
Wann:Der Eintritt ist frei.

Saul Friedländer:
"Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945"

Saul Friedländers zweiter Band über das Dritte Reich und die Juden ist nun im Beck Verlag erschienen. Auf die Schilderung der Jahre der Verfolgung 1933-1939 folgt jetzt das Buch über die Jahre der Vernichtung 1939-1945.
Einführung und Moderation: Ulrich Herbert
In Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung und dem Verlag C. H. Beck.
Kartenreservierungen nur unter: 030 - 88 24 250.
Wann: 10. Oktober um 20 Uhr
Wo: Konzertsaal, 2. OG
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro

Henryk M. Broder: "Hurra, wir kapitulieren"
Seit dem Anschlag auf das World Trade Center haben die Appeaser Konjunktur.
Je näher der Terror an das eigene Haus heranrückt - nach den Anschlägen von London, Madrid, Istanbul - umso mehr nimmt auch die Überzeugung zu, dass wir uns ändern müssen, damit sie uns in Ruhe lassen. Der Streit um die 12 Mohammed-Karikaturen war für diese Haltung symptomatisch. Das freie Europa knickte ein.
In seinem neuen Buch Hurra, wir kapitulieren (wjs Verlag) beschreibt und analysiert Henryk M. Broder die Feigheit der EuropäerInnen im Umgang mit einem neuen Totalitarismus. Zusammen mit der Schauspielerin Adriana Altaras liest er aus seinem Buch.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung.
Kartenreservierungen nur unter: 030 - 88 24 250.
Wann: 18. Oktober um 20 Uhr
Wo: Konzertsaal, 2. OG
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro

Lily Brett: Chupze
"Schon lange hatte ich das Bedürfnis, ein Buch zu schreiben, das unbeschwert und lebensbejahend ist. Hier ist es", so Lily Brett.
Es ist ein herzerfrischender Roman geworden, der in New Yorker jüdischen Kreisen spielt. Es geht um Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen - erzählt mit genau der Mischung aus Witz, Wärme und Verstand, die Lily Bretts Stimme so unverwechselbar macht. Lily Brett lebt in New York. Sie wurde 1946 in Deutschland geboren und übersiedelte mit ihren Eltern, die im Ghetto von Lodz heirateten und Auschwitz überlebten, 1948 nach Australien.
Elmar Krekeler, Literaturkritiker und verantwortlich für die "Literarische Welt", stellt nach der Lesung Lily Brett vor.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Literaturhandlung.
Kartenreservierungen nur unter: 030 - 88 24 250.
Wann: 31. Oktober um 20 Uhr
Wo: Auditorium, Altbau, EG
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro


Weitere Informationen unter: www.jmberlin.de

Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin


Jüdisches Leben Beitrag vom 22.08.2006 Sarah Ross 

   




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