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AVIVA-BERLIN.de 1/16/5778 - Beitrag vom 19.10.2006

Ausstellung bis 28.10.2006 zu Ehren von Rahel Varnhagen von Ense
Silvy Pommerenke

"Lebensbilder, die Zukunft zu bevölkern - Von Rahel Levins Salon zur Sammlung Varnhagen" in der Mendelssohn-Remise, Jägerstraße 51, nur wenige Schritte neben dem einstigen Wohnhaus der jungen Rahel



In der Ausstellung werden Handschriften und Erstausgaben aus dem Varnhagen-Kreis, eine Büste Karl August Varnhagens sowie Portraits gezeigt. Diese hatte die Nichte von Karl August Varnhagen, Ludmilla Assing, von den SalonbesucherInnen in der Mauerstraße 36 angefertigt. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der Briefkultur und der Entwicklung weiblicher Bildung ("Philosophinnen à la lettre"), sowie der Bereich mit dem Titel "Das Literatenthum im Weiberrock", der von der jahrzehntelangen Polemik gegen die Varnhagenschen Nachlassveröffentlichungen erzählt, die Ludmilla Assing steckbriefliche Verfolgung in Preußen und lebenslanges Exil in Florenz eintrugen.

Die Sammlung Varnhagen enthält ca. 6.000 Briefe von Rahel Varnhagen, sämtliche an sie gerichtete Briefe sowie die Tagebücher des Karl August von Ense. Sie wurde in der NS-Zeit geteilt und befindet sich heute in Berlin und in Krakau.

Die Ausstellung wird am 28. Oktober um 18 Uhr mit einem Gedenkabend für Carola Stern abschließen, die in diesem Jahr verstorben ist und eine lesenswerte Biographie zu Rahel Varnhagen verfasst hat. Daraus, und aus Briefen der Rahel Zeit wird von Nikolaus Gatter, dem Vorsitzenden der Varnhagen Gesellschaft e. V., und Marion Johannknecht gelesen, sowie eine musikalische Darbietung von Beethoven, Schumann und Schubert dargeboten (Eva Bullmann und Kathrein Allenberger). Anschließend wird die Ausstellung im Januar und Februar 2007 zu Ehren von Sophie von La Roche in der Volkshochschule zu Offenbach am Main gezeigt.

Rahels Leben
Sie wurde am 19. Mai 1771 in Berlin unter dem Namen Rahel Levin geboren und wuchs in Berlin als Tochter einer vermögenden jüdischen Bankiersfamilie auf. Ihre fehlende Bildung glich Rahel durch ein autodidaktisches Bildungsprogramm aus. Sie lernte Fremdsprachen, nahm Geigenunterricht und Kompositionslehre, und sie besuchte private Berliner Vorlesungen - ihr Bildungshunger schien keine Grenzen zu haben. Dies und ihre Kommunikationsbereitschaft führte 1790 zur Bildung ihres berühmten Salons. Der erste, der von einer unverheirateten Frau geführt wurde. Sie versammelte darin Intellektuelle aus unterschiedlichen Ständen und unterschiedlichen Religionen. Er entwickelte sich rasch zu dem wahrscheinlich wichtigsten Zentrum der Berliner Frühromantik und existierte bis 1806. Acht Jahre später, 1814, heiratete sie den um vierzehn Jahre jüngeren Karl August Varnhagen von Ense und konvertierte zum Christentum. Einen zweiten Salon führte sie von 1819 bis 1833 in der Mauerstraße 36, und sie zeichnete sich außerdem durch ihren exorbitanten Briefwechsel aus, der in Teilen von ihrem Ehemann posthum unter dem Titel "Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde" herausgegeben wurde. Zu diesen FreundInnen zählten neben den Gebrüdern Humboldt unter anderen Henriette Herz, Heinrich von Kleist, Heinrich Heine, Gräfin von Zeppelin, Bettine von Arnim, Ludwig Börne und Prinz Louis Ferdinand, der sie zärtlich "meine Kleine" nannte.

Rahel Varnhagen starb am 7. März 1833. Ihr Grab befindet sich auf dem Dreifaltigkeits-Kirchhof in Kreuzberg, Baruther Str./Ecke Mehringdamm, 10961 Berlin.

Rahel Varnhagen im Netz: www.varnhagen.info

Die Ausstellung:
3. bis 28. Oktober 2006
"Lebens b i l d e r, die Zukunft zu bevölkern"
Von Rahel Levins Salon zur Sammlung Varnhagen
Ort: Mendelssohn-Remise, Jägerstr. 54, Berlin-Mitte (am Gendarmenmarkt)
Öffnungszeiten: täglich außer 18. und 25. 10.) 11-18 Uhr
Eintritt frei

Weiterlesen:

  • Arendt, Hannah. Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik. München 1959.90008115&artiId=1247531"
  • Hahn, Barbara, Isselstein, Ursula (Hrsg.). Rahel Levin Varnhagen. Die Wiederentdeckung einer Schriftstellerin. Göttingen 1987.
  • Hertz, Deborah: Die jüdischen Salons im alten Berlin. Frankfurt am Main 1991.90008115&artiId=1335508"
  • Stern, Carola: Der Text meines Herzens. Das Leben der Rahel Varnhagen. Reinbek bei Hamburg. 1994.90008115&artiId=1454606"
  • Wilhelmy, Petra: Der Berliner Salon im 19. Jahrhundert (1780 - 1914). Berlin 1989.90008115&artiId=1481298"


Jüdisches Leben Beitrag vom 19.10.2006 Silvy Pommerenke 

   




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