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AVIVA-BERLIN.de 2/17/5778 - Beitrag vom 27.10.2006

Rettet die Schreibmaschinen
AVIVA-Redaktion

Die Künstlerin Cheryl Oring sucht nach einem neuen Zuhause für ihre "Writer’s Block" Schreibmaschinen-Skulpturen. Bis Ende Oktober 2006 können die Skulpturen als permanente Leihgabe angefragt werden



Cheryl Orings Installation "Writers’s Block" beeindruckte in den letzten Jahren Tausende von BesucherInnen in Berlin, Budapest, Boston und New York. Die amerikanischen Künstlerin hatte Hunderte von Schreibmaschinen in Käfige gesperrt, eine Skulptur gegen Zensur und die Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

Jetzt gibt es die einmalige Gelegenheit, drei der Skulpturen als permanente Leihgabe von der Künstlerin übereignet zu bekommen - die erste Person oder Institution, die eine dauerhafte öffentliche Ausstellungsfläche für die Skulpturen bieten kann, erhält den Zuschlag. Die Zeit drängt, die Skulpturen verlieren Ende Oktober 2006 ihren derzeitigen Unterbringungsort in Berlin und müßten sonst in die USA gebracht werden.

Schade, denn das monumentale Projekt begann vor sieben Jahren in Berlin. Zuerst zeigte Sheryl Oring die Kunst-Installation "Writer’s Block" am Bebelsplatz, als eine Auseinandersetzung über die Bücherverbrennungen der Nazis im Jahre 1933. Über 200 BerlinerInnen waren so begeistert von der Idee, daß sie ihre Schreibmaschinen spendeten, Maschinen, die teilweise ihren NutzerInnen schon in der Nazi-Zeit und früher dienten. Die in Stahlkäfige gesperrten Schreibmaschinen wurden zu einem monumentalen Zeugnis an historischer Stelle.

Bald folgten weitere Ausstellungen: Das Jüdische Museum in Berlin und das Nazi-Dokumentationszentrum in Köln stellten das Monument gegen Intoleranz aus sowie die Stadt Budapest anläßlich ihres alljährlichen Bücherfestivals. 2003 traten die Schreibmaschinen schließlich ihren Weg über den Atlantik an. Drei Skulpturen blieben in Berlin für eine temporäre Ausstellung im Abgeordnetenhaus, die anderen 18 wurden in der Boston Public Library und der New York Public Library zum 70. Jahrestag der Bücherverbrennungen präsentiert.

Während die Skulpturen in den USA eine mittelfristige Unterkunft gefunden haben, ist der Verbleib der drei Skulpturen in Berlin unsicher. Zum Ende diesen Monats (Oktober 2006) verlieren sie ihren derzeitigen Lagerplatz und sind derzeit ohne neue Bleibe. Sheryl Oring würde sie gern einer Institution oder Person spenden, die sie öffentlich ausstellen wird, um ihnen einen Platz in Berlin zu sichern.

Jede Skulptur ist ungefähr 1 Kubikmeter groß und wiegt circa 300 Kilogramm. Sollten Sie Interesse daran haben, eine der Skulpturen auszustellen, kontaktieren Sie bitte die Künstlerin: oring@iwishtosay.org

Weitere Informationen zur Installation "Writer’s Block" finden Sie auf der Webseite: www.iwishtosay.org/writersblock

Über die Künstlerin

Die Schreibmaschine ist Sheryl Orings Muse. Sie symbolisiert die Kraft des geschriebenen Wortes, ist ein Medium des individuellen Ausdrucks, eine mechanische Verbindung von Tasten, Farbband und Rückschlaghebel, die das ermöglicht, was uns als Menschen verbindet: Kommunikation.
Das Geheimnis von Sprache, die Kraft des Wortes, die Komplexität der öffentlichen Meinung, Geschichte und Erinnerung, all dies sind Themen, die sie auf unterschiedliche Art und Weise mittels der Schreibmaschine erkundet. Orings öffentliche Kunst besteht u.a. aus den Projekten Wenn ich Kanzler wäre in verschiedenen deutschen Städten im Jahre 2005, The Birthday Project an acht öffentlichen Plätzen quer durch die USA im Jahre 2006, Writing Home am Eldridge Street Project in New York sowie I Wish To Say an öffentlichen Plätzen in den USA.
Ihre Skulpturen-Installation Writer’s Block wurde im Jüdischen Museum Berlin, im Buda-Schloß in Budapest sowie in der Bostoner und New Yorker Public Library ausgestellt. Im Jahre 2004 wurde sie vom US-Sender ABC in der Sendung World News Tonight zur "Person der Woche" gekürt. Ihre Arbeit wurde durch folgende Organisationen gefördert: Creative Capital Foundation, New York Foundation for the Arts, Robert Bosch Stiftung, Eurpean Journalism Fellowship an der FU Berlin, Montlieu Writer’s Workshop sowie das spanische Center for Art and Nature.


Jüdisches Leben Beitrag vom 27.10.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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