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AVIVA-BERLIN.de 2/12/5778 - Beitrag vom 14.08.2006

Und keiner schaut hin
Katharina Höftmann

Der Krieg zwischen Hisbollah und Israel bringt nicht nur menschliche Opfer mit sich - auch Tierreich und Umwelt sind betroffen! Unterstützen Sie Umweltorganisationen bei Ihrem Kampf für die Natur



Kaum einer hat diese Meldung wahrgenommen: Ölteppich vor der Küste Libanons. Und wer hat bemerkt, dass im Norden Israels ganze Wälder abbrennen? Dieser Krieg ist vor allem eine Katastrophe für die Menschen, doch auch die Umwelt bleibt nicht unberührt.
Nach Angaben des jüdischen Nationalfonds KKL wurden über eine halbe Million Bäume in Israel durch Raketenangriffe und darauf folgende Brände zerstört. Die Katjuscha- Raketen, die die Hisbollah abfeuert, vernichten Kinder- und Jugendcamps sowie hunderte Hektar der mühsam angelegten Waldgebiete. Die Schäden belaufen sich auf bereits ca. 6.5 Millionen Euro. Doch abgesehen davon entstehen Schäden, die man nicht bezahlen kann. Tiere müssen vor den Bränden fliehen, wenn sie es noch schaffen. Das Ökologische Gleichgewicht ist gefährdet. Es wird mindestens 60 Jahre brauchen, um die Wälder wiederherzustellen. Doch nicht nur Israels Umwelt ist betroffen:

Seit Anfang August liegt ein ungefähr 100km langer Ölteppich vor der Küste Libanons. Durch Angriffe der israelischen Armee auf das Jiyeh- Kraftwerk sind 25 000 Tonnen Öl ins Mittelmeer geflossen. Die Folgen sind gravierend. Besonders, da anfangs nichts gegen diese Katastrophe unternommen wurde. Erhebliche Gesundheitsgefahren fuer Mensch und Tier sind die Konsequenzen. Das Krebsrisiko in der Region ist bedeutend gestiegen und Meeresbewohner, wie Schildkröten und Tunfische sind gefährdet. Besonders die vom Aussterben bedrohte Grüne Meeresschildkröte, die in dem Gebiet ihre Brutplätze hat, ist betroffen. Die Gefahr einer Ausdehnung Richtung Türkei und Zypern konnte nicht zuletzt auch durch Israels Hilfe beseitigt werden.

Leider hat es sehr lange gedauert, bis sich internationale Umweltorganisationen eingeschaltet und wirklich etwas zur Schadensbegrenzung beigetragen haben. Die libanesischen Umweltschützer ließen sich ebenfalls sehr viel Zeit, das könnte an den andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen und damit verbundenen Gefahren liegen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass so ein Ölteppich auch für Propaganda- Zwecke gegen Israel genutzt wird und das geht natürlich nur, wenn der Schaden möglichst groß ist. Nach Schätzungen des libanesischen Umweltministers wird es rund 10 Jahre dauern, bis sich der Küstenstreifen erholt hat.

Doch dann gibt es auch noch die Umweltschäden von denen gar keiner spricht. Der Abfall, der durch diesen Krieg entsteht. Granaten- und Raketenüberbleibsel verschmutzen auf beiden Seiten die Natur. In Israel wird versucht, die metallischen Überreste einzusammeln, aber der Müll wird damit ja nur weggetragen, die Verschmutzung bleibt. Besonders die Schrapnellraketen, die beide Kriegsparteien abschießen, sind ein großes Problem: da sie bei der Landung zersplittern, ist es unmöglich, alle Teile zusammenzusuchen. Außerdem wird der Abfall der israelischen Artillerie verbrannt, was dazu führt, dass giftige Gase emittieren. Obwohl die israelische Armee versucht, zu recyclen, z.B. werden die Behälter für Munitionen wiederverwertet, es bleibt ein Schaden. Dabei ist die Tragweite größer auf libanesischer Seite, denn dort fehlt das Geld und auch das Bewusstsein für diese Sachverhalte.
So bleibt nur die Hoffnung, dass dieser Krieg bald zuende ist.
Für Mensch, Tier und Umwelt.

Wenn Sie Umweltorganisationen bei Ihrem Kampf für die Natur unterstützen wollen, finden Sie hier weitere Informationen:
www.jnf-kkl.de
www.greenpeace.org/international

(Quellen: Botschaft des Staates Israel in Berlin, N24 Onlinenachrichtendienst, BBC News online)

Jüdisches Leben Beitrag vom 14.08.2006 Katharina Höftmann 

   




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