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AVIVA-BERLIN.de 2/15/5778 - Beitrag vom 23.12.2003

Das Jüdische Museum zeigt in der Reihe Zeitgenössische Kunst zwei Sonderausstellungen
Sabine Grunwald

"Schriftbilder" und "Lindenstraße". Die eindringlichen Arbeiten zu dem Thema Schrift und die Schwarz-Weiß-Textinstallation von Jan Smejkal sind noch bis zum 29. Februar 2004 zu sehen



Die Ausstellung "Schriftbilder" findet im Rahmen der Reihe Zeitgenössische Kunst statt. Sie zeigt Arbeiten von 4 KünstlerInnen, die sich mit dem Phänomen Schrift auseinander setzen. Die körperliche Erfahrung des Schreibens, die assoziative Bedeutung einzelner Worte werden ebenso verarbeitet wie die Transformation zeitlicher Dauer und die grafischen und haptischen Qualitäten von Schrift als Material.

Daniel Ben-Hur zeichnet die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets mit verbundenen Augen. Er zeichnet sie ohne die Möglichkeit visueller Kontrolle oder Korrektur. Es geht ihm auch nicht um kalligraphische Schönheit, sondern um die Freisetzung unbewusster Gestaltungsmechanismen. Bei seinen Meditationsübungen wird der Blick nach innen, auf den eigenen Körper gelenkt.
Ruth Liberman: Shot, 2001, Iris Print

Max Wechsler, dessen künstlerische Anfänge im Surrealismus liegen, interessiert sich für die Typografie, die Neigung und die Form der Buchstaben, die er von jeglicher Funktion trennt. Die fragmentarischen Schriftpartikel werden auf Papier gelegt, mehrmals kopiert und übereinander geklebt. Daraus entstehen neue Bilder mit differenzierten Flächenstrukturen.
Oliver Siebeck benutzt Schrift und Zahlen als Darstellungsmittel von Raum und Zeit. Seine "Spinozabiographie" verbindet die Philosophie Spinozas mit der Zahlentheorie Pascals. Auf 9 getippten Bögen hat er die Lebensdaten Spinozas numerisch mit einer mechanischen Schreibmaschine festgehalten. Nicht die Biographie wird hier aufgeschrieben, sondern mit Hilfe der Zahlen und ihrer Kombinatorik die Zeitlichkeit wiedergegeben.
Ruth Libermann überträgt in ihren "Letters from the Tombs" die Briefe eines amerikanischen Kommunisten, die er in den 40er Jahren aus dem Gefängnis schrieb, in dichte, unlesbare Mikrographien. Als Hilfsmittel verwendet sie ein spitzes Zahnarztinstrument und ein Karbonschreibmaschinenband.
In "Word Shot" werden auf stark vergrößerten Fotografien "erschossene Worte" abgebildet. Sie lässt auf einem Schießstand auf Worte schießen, deren Klang ihr nicht behagt. Obwohl sie Schrift als Text versteht, sieht sie diesen nicht als transparentes Medium. Für sie existiert auch außerhalb Textes eine sprachliche Bedeutung.

Wo: Kunst-Galerie im Libeskind-Bau, EG

Lindenstraße - Eine Textinstallation von Jan Smejkal

Lindenstraße. Eine Textinstallation von Jan Smejkal. © Jan Smejkal

Lindenstraße - die Adresse des Jüdischen Museums - ist in einer gleichnamigen Fernsehserie ein Teil deutscher Alltagskultur und zur "Kultserie" geworden.

Jan Smejkal verwendet in seiner Interpretation der Lindenstraße die alltäglichen Kommentare aus den Gästebüchern und transformiert sie zu einem Kunstwerk. Die Bandbreite reicht von Einträgen wie "the broken families and murdered children", bis zur Kritik an der Fülle der angebotenen Inhalte.
Die aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelösten Sätze werden in eine neue rhythmische und semantische Ordnung gebracht und auch visuell beeindruckend transformiert. Die riesengroße schwarze Wand mit ihren weißen Buchstaben erinnert an ein Labyrinth, an eine geheime Landkarte, oder an einen geheimen Plan, dessen Inhalte immer wieder aufs Neue zusammengesetzt und gelesen werden können. An einer zweiten Wand sind gemalte, farbige Texttafeln zu sehen, die inhaltlich aus reinen Fragen bestehen.
Zwischen den Texten entstehen immer wieder neue Beziehungen, die mannigfaltige Möglichkeiten der Deutung und des Lesens evozieren.

Wo: im Segment zur Gegenwart in der Dauerausstellung

Wann: 28. November 2003 - 29. Februar 2004
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14, 10969 Berlin
Tel. 030 / 25993 300
Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 - 22 Uhr
Eintritt: 5 Euro, erm. 2,50 Euro
www.jmberlin.de

Jüdisches Leben Beitrag vom 23.12.2003 Sabine Grunwald 

   




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