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AVIVA-BERLIN.de 10/18/5777 - Beitrag vom 16.05.2017

TRAUERWEIDEN - MDR Kurzkino. Ausstrahlung am 27.06.2017 um 00:00 im MDR. Weltpremiere auf dem Moscow Jewish Film Festival vom 12.-20. Juni 2017
AVIVA-Redaktion

In ihrer düsteren Tragikomödie verbindet die Filmemacherin Natalia Sinelnikova russisch-jüdischen Schwermut, Glaube und Aberglaube und die Suche nach etwas Unerreichbarem mit viel schwarzem Humor liebevoll ineinander.



Ein verliebter Rabbi, eine gescheiterte Tochter und ein Mann, der bereit ist, alles für einen Therapieplatz zu tun – auf der Trauerfeier eines verstorbenen Therapeut*innen trauern die Gäste viel mehr um sich selbst.



Der 26-minütige Bachelorabschlussfilm der Filmemacherin Natalia Sinelnikova handelt von einem Therapeuten, der unter mysteriösen Umständen verstirbt. Ganz plötzlich. Wie und warum, das scheint keine/r zu wissen. Auf der russisch-jüdischen Trauerfeier treffen seine Angehörigen und langjährige Patient*innen, seine Tochter und ein Rabbi aufeinander. Zusammengekommen, um den Verlust gemeinsam zu verarbeiten, trauern alle viel mehr um sich selbst: Die Tochter des Therapeuten, die zu spät zur Beerdigung kommt, nutzt jede freie Minute für Castingvorbereitungen. Seit Jahren hofft sie auf ihren Durchbruch als Schauspielerin. Ein ehemaliger Patient versucht verzweifelt, einen neuen Therapeut*innen unter den Kollegen des Verstorbenen zu finden. Die Witwe des Therapeuten umarmt Bäume im Wintergarten des Hauses, in dem festen Glauben an ihre heilende Wirkung, während die Großmutter mit einem alten Funkgerät nach Russland funkt um ihr Heimweh zu stillen. Rabbi Levi, der auf der Trauerfeier der Liebe seines Lebens begegnet, versucht alles zusammenzuhalten, verliert aber immer mehr die Kontrolle. Als ein Schützenverein in die Trauerfeier platzt und behauptet, der Verstorbene sei ihr langjähriger Schützenmeister gewesen, keimt die surreale Hoffnung auf, dass der Therapeut noch am Leben sein könnte …

In der düsteren Tragikomödie werden russisch-jüdischer Schwermut, Glaube und Aberglaube und die Suche nach etwas Unerreichbarem mit viel schwarzem Humor liebevoll ineinander verwoben. "Trauerweiden" handelt von einer Gesellschaft, in der jede/r in sich selbst gefangen ist und jeder sich danach sehnt, von der eigenen Einsamkeit erlöst zu werden.



Der Kurzfilm ist eine Kooperation zwischen der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dem Mitteldeutschen Rundfunk und wird am 27.06.2017 um 00:00 im MDR ausgestrahlt. TRAUERWEIDEN wird seine Weltpremiere auf dem "Moscow Jewish Film Festival" (12.-20. Juni 2017) feiern.

Zur Regisseurin: Natalia Sinelnikova ist 1989 in St. Petersburg, geboren. Im Alter von sieben Jahren immigrierte sie mit ihrer Familie nach Deutschland, wo sie ihr Abitur absolvierte. Nach ihrem Bachelor in Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim wirkte sie bei mehreren Filmprojekten als Regieassistentin und Aufnahmeleiterin mit. Seit Oktober 2013 studiert sie Filmregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF in Potsdam und dreht Musikvideos und Kurzfilme.

TRAUERWEIDEN
Buch und Regie: Natalia Sinelnikova
Kamera : Domenik Schuster
Produktion: Julia Zechiel
Tongestaltung und Mischung: Ludwig Müller
Montage: Vincent Tirpitz
Szenografie: Marleen Sturm



Zum Trailer:
www.mdr.de

Alle weiteren Infos sind online unter:

www.mdr.de

www.facebook.com

www.filmuniversitaet.de



Copyright der Standbilder/Film Stills: Domenik Schuster

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