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AVIVA-BERLIN.de 3/20/5778 - Beitrag vom 28.08.2017

100 Jahre Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)
AVIVA-Redaktion

Ihr 100j├Ąhriges Jubil├Ąum begeht die ZWST mit vielf├Ąltigen Feierlichkeiten und Aktivit├Ąten: Einem Festakt in Frankfurt/M. am 10. September, einer Filmpremiere in Frankfurt/M. am 18. September, einer Wanderausstellung zu pr├Ągenden Pers├Ânlichkeiten aus 100 Jahre ZWST und einem Fachsymposium vom 26. bis 27. November in Berlin



Am 09. September 1917 wurde die ZWST in Berlin als "Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden" gegr├╝ndet, um als Dachverband die vielf├Ąltigen sozialen Einrichtungen und Wohlfahrtsorganisationen zu koordinieren. Seit 1924 geh├Ârt sie zu den Spitzenverb├Ąnden der Freien Wohlfahrtspflege.
Den ├Ąu├čeren Ansto├č gab Bertha Pappenheim (1859-1936), seit 1904 die Gr├╝nderin und Vorsitzende des J├╝dischen Frauenbundes, unterst├╝tzt von B┬┤nai B┬┤rith Deutschland. Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurde die ZWST 1939 zwangsweise aufgel├Âst.

Nach der Zerschlagung im Nationalsozialismus wurde die ZWST 1951, unter ihrem heutigen Namen "Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland" wiedergegr├╝ndet.

100 Jahre ZWST: In diesem Jahr begeht die ZWST ihr 100-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Dieses Jubil├Ąum unterstreicht die lange Tradition j├╝discher Wohlfahrtsarbeit in Deutschland, die ihre Wurzeln bereits im 17. Jahrhundert hat. Die Geschichte der j├╝dischen Wohlfahrtspflege ist vor allem im 20. Jahrhundert eine diskontinuierliche Geschichte, unter anderem gepr├Ągt durch Fl├╝chtlingsstr├Âme vor und besonders nach dem 2. Weltkrieg und daraus resultierende integrative Anforderungen an j├╝dische Organisationen. Trotz tiefer Einschnitte und Br├╝che gelang es der ZWST in den letzten 100 Jahren immer wieder, sich auf neue Einwanderungswellen einzustellen und sich nach dem Holocaust wieder komplett neu aufzustellen.

Die ZWST sieht ihr Hauptanliegen in der Pflicht zur Hilfe im Sinne ausgleichender sozialer Gerechtigkeit. Dies basiert auf dem j├╝dischen Verst├Ąndnis von Wohlt├Ątigkeit (Leitbild: "Zedaka", hebr.). Die j├╝dische Wohlfahrtspflege hat seit Gr├╝ndung der ZWST im Jahr 1917 und ihrer Neugr├╝ndung im Jahr 1951 tiefe Einschnitte erfahren. Trotz aller historischen Umbr├╝che ist das Leitbild der ZWST immer aktuell geblieben. Es ist das Anliegen der ZWST, ihr Leitbild "Zedaka" mit neuen Inhalten zu f├╝llen und aktuellen Ver├Ąnderungen laufend anzupassen.

Die Zuwanderung aus den L├Ąndern der ehemaligen Sowjetunion nach dem Fall der Mauer 1989 brachte f├╝r die j├╝dische Gemeinschaft und damit auch f├╝r die ZWST tiefgreifende Ver├Ąnderungen mit sich: Die Mitgliederstruktur verdreifachte sich innerhalb kurzer Zeit, die absolute Mehrheit der Mitglieder j├╝discher Gemeinden hat heute einen Migrationshintergrund. Die Zuwanderung bedeutete eine immense Bereicherung f├╝r die j├╝dische Gemeinschaft und die deutsche Gesellschaft, stellt bis heute aber auch hohe Anforderungen an eine integrative und interkulturelle Sozial- und Jugendarbeit in den j├╝dischen Gemeinden. Eine stetige Erweiterung und Professionalisierung ihres sozialen Beratungs-, Betreuungs- und Fortbildungsangebotes ist daher ein zentrales Anliegen der ZWST.

Ihr 100j├Ąhriges Jubil├Ąum begeht die ZWST in diesem Jahr mit vielf├Ąltigen Feierlichkeiten und Aktivit├Ąten: Einem Festakt in Frankfurt/M. am 10. September mit hochrangigen Pers├Ânlichkeiten aus Politik und Gesellschaft sowie langj├Ąhrigen Wegbegleiter_innen, einer Filmpremiere in Frankfurt/M. am 18. September, einer Wanderausstellung zu pr├Ągenden Pers├Ânlichkeiten aus 100 Jahre ZWST und einem Fachsymposium vom 26. bis 27. November in Berlin.

100 Jahre - Fachsymposium in Berlin
Die nunmehr 100j├Ąhrige wechselvolle Geschichte der "Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland" soll im Rahmen der Veranstaltung mit ihren vielf├Ąltigen Facetten analysiert, diskutiert und gew├╝rdigt werden. Das Programm sieht Vortr├Ąge und Kolloquien vor, welche die gesamte Zeitspanne von der Gr├╝ndung im Kaiserreich ├╝ber die Ausl├Âschung durch die Nationalsozialisten 1943 und die Neugr├╝ndung ab 1951 bis in die Gegenwart umfassen.
Info und Kontakt:
Aron Schuster, T.: 069 / 944 371-40, schuster@zwst.org

Mehr Informationen zur Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) sowie zu den Jubil├Ąumsveranstaltungen finden Sie unter:

www.zwst.org

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Quelle: Pressemitteilung vom ZWST, Frankfurt, den 24.04.2017

Jüdisches Leben > Veranstaltungen Beitrag vom 28.08.2017 AVIVA-Redaktion 

   




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