La fine del mare - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Poryes 2017 Happy End Regina Schmeken. Blutiger Boden
Aviva-Berlin > Kultur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild f├╝r das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in gr├Â├čerer Schrift!

TIPP: ├╝ber den Zur├╝ck-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 13.12.2007

La fine del mare
Franziska Eva-Maria Steier

Regisseurin Nora Hoppe beschreibt in ihrem neuen Film die anstrengende Begegnung zweier verlorener Seelen: des einsamen Schmugglers Todor und der nicht minder einsamen Nilofar.



Triest - der Name steht synonym f├╝r diese Stadt - ist jener Ort, an dem Todor sich mit Schmugglerei mehr schlecht als recht ├╝ber Wasser h├Ąlt. Seine Frau ist seit f├╝nf Jahren tot, das Leben liegt in der Vergangenheit und geblieben ist nur der kleine Traum nach einem eigenen St├╝ck Land in Herzegowina.

Sein Leben ├Ąndert sich allerdings mit einem besonderen Schmugglerauftrag, den der Serbe zun├Ąchst gar nicht annehmen wollte. Auf seinem Kutter ├╝berkommt ihn die Neugier, und er entdeckt ungew├Âhnliche, n├Ąmlich menschliche Ware. Er sollte eine junge Frau transportieren, die offensichtlich einem M├Ądchenh├Ąndlerring zum Opfer gefallen ist. Nach anf├Ąnglicher Ratlosigkeit nimmt er die Bewusstlose mit nach Hause. Die Unbekannte namens Nilofar hat keine Papiere mehr und nur noch ein Ziel: Paris! Todor beschlie├čt, ihr zu helfen und muss daf├╝r viel, sehr viel opfern...

"Ich wollte die zuf├Ąllige Begegnung zweier Menschen portr├Ątieren, zweier verwundeter Seelen, die sich in einer Extremsituation befinden...", sagt Regisseurin Nora Hoppe ├╝ber ihren Film. Sie l├Ąsst in "La fine del mare" zwei einsame Charaktere aufeinander prallen, die Sehnsucht nach W├Ąrme hegen, doch verlernt haben, wie sie sich einem anderen Menschen ann├Ąhern. Der Eine verlor einen geliebten Menschen, die Andere ist seit ihrer Kindheit auf der Flucht. Sie trauen noch nicht einmal einander, doch ihnen bleibt keine Wahl. Die Schicksale verbinden sich miteinander, so sehr sie sich auch dagegen wehren, denn die beiden, "...die vor ihrer Vergangenheit und vor emotionalen Bindungen fl├╝chten, [sehnen] sich dennoch, in kurzen Momenten, nach menschlichem Kontakt [...], der ihrem Leben einen Sinn verleiht."

Wer die H├╝lle des anderen sieht, meint oft, das sei schon alles und sucht gar nicht weiter. Doch so wie das Meer nicht am Horizont endet, sondern immer weiter f├╝hrt, so geht auch die Seele der ProtagonistInnen tief ÔÇô bis zu einem Punkt, wo doch noch etwas Liebe f├╝r andere ├╝brig geblieben ist. Oberfl├Ąchlich ist ihr Leben aber von Unruhe erf├╝llt, die nicht nur erz├Ąhlt, sondern auch filmisch umgesetzt wurde. Hoppe arbeitet bewusst mit langen, atmosph├Ąrischen Einstellungen, die teilweise abrupt enden. Die Situation soll offen bleiben, die Spannung und Verst├Ârtheit zu sp├╝ren sein.

Zur Regisseurin: Geboren 1954 in New York, verbrachte Nora Hoppe einen Gro├čteil ihrer Kindheit in Surinam. Nach Abschluss des Kunst- und Theaterstudiums an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh lebte und arbeitete sie in London, Rom, M├╝nchen, Paris, Rotterdam und Sankt Petersburg. Zur Zeit lebt sie in Berlin und Aix-en-Provence. ├ťber die Jahre arbeitete sie u.a. als Malerin, Autorin von Kurzgeschichten und Drehb├╝chern sowie in verschiedenen Bereichen der Filmproduktion. Zu ihren eigenen Filmen z├Ąhlen der in Zusammenarbeit mit dem Team Alexander Sokurovs entstandene Kurzfilm Brief Gardens (1994) und ihr erster Spielfilm The Crossing (1999), der im Wettbewerb des Filmfestivals von San Sebasti├ín uraufgef├╝hrt und in Bordeaux mit dem Vague d`Or f├╝r das beste Drehbuch und in Belgrad mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet wurde. (Quelle Piffl Medien)

AVIVA-Fazit: Ein schwieriges Thema wurde schwierig umgesetzt. Die au├čergew├Âhnlich langen Momentaufnahmen sollen dazu dienen, in Ruhe die Umgebung kennenzulernen und auf Details zu achten. Leider wurde es damit ├╝bertrieben und nach schier endlosen Sekunden kommt die Frage auf: "Was soll ich denn hier noch finden?". Das Sehen wird m├╝hsam. Verst├Ârt und gespannt f├╝hlen sich die ZuschauerInnen tats├Ąchlich, aber ohne dies auf den Inhalt des Films zu beziehen, der darunter schlie├člich leidet.

La fine del mare
Frankreich/Deutschland/Italien 2006
Buch & Regie: Nora Hoppe
Miki Manojlovic, Diana Dobreva, Luigi Maria Burruano
110 Minuten
Kinostart: 13.12.2007
Verleih: Piffl Medien

Weitere Infos unter: www.piffl-medien.de/la_fine_del_mare

Kultur Beitrag vom 13.12.2007 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken