Valerie - Jetzt auf DVD - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Poryes 2017 Happy End Regina Schmeken. Blutiger Boden
Aviva-Berlin > Kultur
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Kultur live
   Kino
   DVDs
   Veranstaltungen in Berlin
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 23.01.2008

Valerie - Jetzt auf DVD
Clarissa Lempp

Birgit Möllers "Valerie" erzählt von einer Existenz, die noch den Schein wahrt, aber anscheinend keine Perspektive mehr bieten kann. Ein 29-jähriges Model zwischen Prekariat und Luxushotel...



Kurz vor Weihnachten in Berlin: das Fotomodel Valerie (Agata Buzek) mietet sich im exklusiven Hotel "Hyatt" ein. In high-heels und Designerkleidchen wandert sie die hellen Flure ab und sieht aus wie der Inbegriff der "schönen neuen Welt": schlank, blond, endlos Beine und wache klare Augen. Nichts weist darauf hin, dass sie völlig pleite ist. Denn ist Valerie mit ihren fast 30 Jahren nicht mehr "frisch" genug, um auf dem Modemarkt bestehen zu können. Aber was tun? Ohne Perspektive für einen Neuanfang lebt sie einfach ihr bisheriges Leben weiter. Schampus, Party, Glamour und Bussi-Bussi-Freunde.

Als Valerie schließlich das Hotelzimmer verlassen muss, bleibt ihr nicht einmal das Geld um die Parkgebühren zu bezahlen. Fortan verbringt sie also die Nächte in ihrem Jaguar und lebt als blinde Passagierin im Parkhaus. Immer wieder versucht sie, in den alten Strukturen Fuß zu fassen, aber ihre Berliner Agentur kann oder will ihr nicht einmal einen Hostessenjob vermitteln. Valerie verschweigt ihre Notlage gegenüber ihren FreundInnen und KollegInnen. Einzig der etwas spröde Parkhauswächter André weiß von ihrem Doppelleben und bietet ihr wenigstens den Schutz, nicht auch das Parkhaus verlassen zu müssen. Valerie streift zwischen Obdachlosigkeit und Luxuswelt durch das weihnachtliche Berlin. Distanziert und kühl wie ein Marmorengel und gleichzeitig zerbrechlich, rückt sie ihrem Ziel entgegen: einen Platz im Leben zu finden...

Valerie ist der erste Kinolangspielfilm der Regisseurin Birgit Möller. Sie studierte von 1997 bis 2003 Kamera und Regie an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (dffb) und war 2003 Jurymitglied beim Sehsüchte Festival Potsdam-Babelsberg. Als Kamerafrau bewies sie auch in der Wahl des Bildgestalters großes Geschick. Kolja Raschke setzt einen wichtigen Impuls, um die unterschiedlichen Welten Valeries zu verdeutlichen. Immer die Schärfe auf die Figur gelegt, wird das Umfeld zu einem unklaren Gemisch von Lichtern, Farbe und Bewegung und intensiviert so das Gefühl der Orientierungslosigkeit.

Die Hauptdarstellerin Agata Buzek, 1976 in Polen als Tochter von Jerzy Buzek (polnischer Premierminister 1997 bis 2001), geboren, kann neben TV-Auftritten im deutschen Fernsehen, auch auf eine Karriere am polnischen Theater zurück blicken. Als Valerie beweist sie einen eigentümlichen Sinn für Humor und das Geschick, die tragischen Züge in Situationen der Stärke um zuwandeln, ohne dabei verhärtet zu wirken. Besonders ihr Zusammenspiel mit Devid Striesow (André), der demnächst in Christian Petzolds "Yella" zu sehen sein wird, besticht durch eine feinsinnige und doch komische Reibung der Charaktere. Überhaupt ist mit Striesow das neue Gesicht am deutschen Schauspielhimmel vertreten: 2004 erhielt er den Alfred-Kerr-Darstellerpreis und wurde von "Theater heute" zum Nachwuchsschauspieler des Jahres ernannt. Das einzige was in der Besetzung schmerzt, ist Birol Ünel in einer Nebenrolle zu sehen. Er sprengt einfach den Rahmen der kaum Raum einnehmenden Rolle des Fotografen Jaro, hatte er doch in "Gegen die Wand" bereits bewiesen, wie stark seine Präsenz als Schauspieler ist...

AVIVA-Tipp: Valerie ist ein modernes Großstadtmärchen, eine Parabel über Sein und Schein und ein anmutiger Film über "Schattenfrauen" in einer low-fidelity Gesellschaft, in der ein schönes Gesicht heute ein Star und morgen vergessen sein kann...

Valerie
Deutschland 2006, 85 min, 35 mm
Regie: Birgit Möller
Drehbuch: Ruth Rehmet, Ilja Haller, Milena Baisch, Elke Sudmann, Birgit Möller
DarstellerInnen: Agata Buzek, Sabine Vitua, Anne Sarah Hartung, Devid Striesow, Jevgenij Sitochin, Birol Ünel, Guntbert Warns
Extras: Interview mit der Regisseurin, den Hauptdarstellern und dem Drehbuchautor
FSK ab 6 Jahren.
Länge: 84 min
Format: Dolby Digital 2.0/5.1
Sprache: Deutsch
Untertitel: Englisch
Bildseitenformat: 1,85 (16:9)
Label: Neue Visionen
Vertrieb: Indigo
17,99 Euro
VÖ: 01: Februar 2008

Weitere Informationen zum Film: www.neuevisionen.de

Kultur Beitrag vom 23.01.2008 Clarissa Lempp 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken